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Europäische NGO gegen Freihandelsabkommen mit Indien
Nichtregierungsorganisationen bündeln ihre Kräfte. Die NGO befürchten, dass die Handelsverträge mit Entwicklungsländern vor allem grossen Konzernen nützen.
Nicht nur die EFTA – mit der Schweiz als treibender Kraft –, sondern auch die EU verfolgt eine aggressive Handelspolitik. Unter Ausschluss der Öffentlichkeit verhandeln beide Blöcke weitreichende Freihandelsabkommen mit Indien. In der EFTA wie auch in der EU stossen diese bilateralen Abkommen bei zivilgesellschaftlichen Organisationen, unter anderem der EvB, auf grossen Widerstand. Sie befürchten, dass die Handelsverträge mit Entwicklungsländern vorwiegend den Interessen grosser Konzerne dienen, während ärmere Bevölkerungsschichten im Süden dafür zahlen müssen.
Die weitgehend identische Stossrichtung der beiden geplanten Freihandelsabkommen (EFTA–Indien und EU–Indien) erlaubt es Organisationen in Europa, voneinander zu lernen, Synergien zu nutzen und gemeinsame Aktionen durchzuführen.
Dies war denn auch das Ziel des zweitägigen Workshops, an dem neben diversen europäischen Organisationen auch VertreterInnen indischer NGO teilnahmen. Die zu Beginn vorgestellten Studien über mögliche Auswirkungen der Freihandelsabkommen auf benachteiligte Gruppen in Indien stiessen auf grosses Interesse. In den darauffolgenden Diskussionen und Arbeitsgruppen identifizierten die Teilnehmenden die wichtigsten Problembereiche sowie konkrete Möglichkeiten für gemeinsame Lobbying- und Kampagnenaktivitäten. Zum Abschluss des Workshops wurde eine Stellungnahme mit klaren Forderungen an die europäischen Regierungen verabschiedet.
Regelmässige Telefonkonferenzen und eine gemeinsame Mailingliste werden die Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Organisationen weiter stärken. Die EvB kann dadurch noch wirkungsvoller gegen unfaire Handelsbeziehungen kämpfen.
Weitere Informationen unter: www.evb.ch
Kategorie: Brennpunkt Tourismus, Entwicklungspolitik , Finanz- & Handelspolitik, Indien






