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29. Oktober 2008

Herr und Frau Schweizer sind immer öfters schlecht auf ihre Reise vorbereitet

Sorglosigkeit birgt Risiken – für die Gesundheit und fürs Portemonnaie

Basel, 29.10.2008, akte/ Pass abgelaufen? Visum vergessen? Nicht an die Hepatitisimpfung gedacht? – Immer mehr Schweizer Reisende scheren sich nach dem Buchen von Flug und Hotel auch nicht um die elementarsten Reisevorbereitungen.
Der Trend wird von verschiedener Seite bestätigt: Am Flughafen Zürich mussten im Juli dieses Jahres über tausend Notpässe ausgestellt werden, gegenüber 886 im gleichen Monat des Vorjahres. Besonders bei kurzfristigen Reisen in passpflichtige Länder werden Ausweise häufig vergessen oder sind abgelaufen. Schweizer Vertretungen werden immer öfter von Reisenden um Hilfe gebeten, die zu wenig Geld dabei haben. Folgekosten von Unfällen oder Krankheiten werden vielfach extrem unterschätzt. Gerade bei billigen Reisen in exotische Destinationen bereiten sich laut Eidgenössischem Departement für auswärtige Angelegenheit EDA zahlreiche Personen zu wenig vor oder versichern sich zu wenig. Und sie sind vor Ort nachlässig: Wenn Reisende zu Opfern von Verbrechen werden – zum Beispiel von Diebstählen – liegt dem laut Zürcher Kantonspolizei meist Fahrlässigkeit zugrunde. Assistance ETI mahnt, dass auch Reisen mit dem Auto vorbereitet sein müssen. Sonst fehle im Notfall der Zweitschlüssel, oder die Kopie der Reisedokumente, oder die Kreditkarte, welche für die Miete des Ersatzwagens im Pannenfall unerlässlich ist. Grundlegend für die richtige Vorbereitung der Reise wäre die realistische Einschätzung der eigenen physischen Möglichkeiten. Aber auch daran mangelt es zunehmend, stellt die Schweizerische Rettungsflugwacht Rega fest: Sie musste letztes Jahr rund 1000 Personen in die Schweiz zurücktransportieren und erklärte dazu, da gehe „teilweise eine etwas unvorbereitete Kundschaft auf Reisen, oder gar Menschen mit medizinischen Problemen.“ Auch an Orte, die früher Globetrottern vorbehalten waren.

Als Grund für diese Entwicklung wird das Buchen per Internet genannt. Erstmals buchten dieses Jahr mehr SchweizerInnen ihre Ferien im Internet als im Reisebüro, berichtete kürzlich das Magazin „Travel Inside“ aufgrund einer repräsentativen Elvia-Studie. Fast jede dritte befragte Person gab an, die Ferien im Internet zu buchen. Die dort fehlende Beratung ist gemäss Andy Keller, Leiter Touristik des Reiseversicherers Elvia, ein Grund für die zunehmende Unbekümmertheit bei der Reisevorbereitung. Wer gut vorbereitet und ohne böse Überraschungen seine Reise geniessen will, tut also gut daran, ins Reisebüro zu gehen oder auf diesem Portal die Reiseinformationen unter dem Reisezielland sowie die Tipps zur Vorbereitung und unterwegs zu lesen.

Quellen: Travel-Inside, 17.10.2008 www.travelinside.ch; www.safetravel.ch 25.08.2008; www.epochtimes.de 18.08.2008, 

AutorIn: Nina Sahdeva, arbeitskreis tourismus & entwicklung, Basel

Kategorie: Brennpunkt Tourismus, Jung & Fair


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Letzte Aktualisierung: 17.05.2012