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28. August 2008

Reisen gegen die Armut? Drei Fragen an Urs Egger, Geschäftsführer von Swisscontact

Seit einigen Jahren ist  Swisscontact* auch in der Förderung touristischer Angebote zur Belebung der wirtschaftlichen Entwicklung ärmerer Gemeinden in Lateinamerika und Asien aktiv. Hier ist der Anknüpfungspunkt für die Zusammenarbeit mit dem arbeitskreis tourismus & entwicklung: Als Förderpartner unterstützt Swisscontact das Reiseportal fairunterwegs.org und erhält im Gegenzug eine attraktive Möglichkeit, seine Projekte einem breiten und interessierten Publikum zu präsentieren.

Basel, 28.08.2008, akte/
Wieso macht Swisscontact im Bereich Tourismus Projekte?
Tourismus stellt in vielen Ländern einen der wenigen international wettbewerbsfähigen Sektoren dar. Zudem ist die Tourismusbranche beschäftigungsintensiv – insbesondere auch für Frauen. Die Reduktion der Armut durch die Schaffung von Arbeitsplätzen ist das Ziel der Tätigkeit von Swisscontact. Tourismusprojekte bieten die Möglichkeit, zur Erreichung dieses Zieles beizutragen.

Kann Tourismus etwas gegen die Armut leisten?
Ganz klar! Aber das Konzept muss stimmen. Swisscontact setzt auf die Vermarktung von Regionen unter Einbezug aller relevanten Akteure (stakeholder Ansatz). So wird sichergestellt, dass das Wirtschaftswachstum und die so generierten Einkommen breit verteilt sind und den Armen zugute kommen (pro poor growth). Wenn die Versorgung von Hotels aus lokalen Quellen erfolgen, können Transportkosten eingespart werden. Zudem bleiben die Einkommen in der Region und die Umwelt wird geschont. Dies bedeutet nachhaltige Entwicklung!!

Was interessiert Swisscontact an der Zusammenarbeit mit dem arbeitskreis tourismus & entwicklung?
Durch diese Zusammenarbeit können Erfahrungen mit andern Akteuren der touristischen Entwicklung ausgetauscht werden. Unseren Projektpartnern bietet sich damit eine Plattform an, auf welcher sie ihre Angebote präsentieren können und so auch internationalen Zugang finden.

*Swisscontact, die Schweizerische Stiftung für technische Entwicklungszusammenarbeit, wurde 1959 als Entwicklungsorganisation der Privatwirtschaft gegründet. Swisscontact engagiert sich in über 25 Ländern in den Bereichen Berufsbildung, Förderung von KMU (Kleine und Mittlere Unternehmen), Stadtökologie und Finanzdienstleistungen. Ziel ist es, Menschen in Entwicklungsländern und Osteuropa nach dem Prinzip der Hilfe zur Selbsthilfe zu befähigen, unternehmerisch zu denken und umweltbewusst zu handeln.

Lesen Sie auch: Swisscontact fördert nachhaltigen Tourismus zur Bekämpfung der Armut

AutorIn: Nina Sahdeva, arbeitskreis tourismus & entwicklung, Basel

Kategorie: Armut & Milleniumsziele, Brennpunkt Tourismus


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Letzte Aktualisierung: 21.05.2012