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Liebe Leserin, Lieber Leser „CO2-Emissionen sind nicht sexy“ betitelt die Redakteurin des Schweizer Fachorgans Travel Inside, Sara Marty, ihren Kommentar zur Zusammenarbeit der Fachgruppe für Umwelt und Soziales des Schweizerischen Reisebüro-Verbandes (SRV) mit unserem Reiseportal fairunterwegs.org. Unter diesem Aspekt haben wir CO2-Emissionen noch nie betrachtet. Zweifellos eine sträfliche Missachtung der Grundregel Nr. 1, damit etwas in der Branche überhaupt Beachtung findet. Leuchtet uns voll ein, während vor unserem inneren Auge die wohlvertrauten Bilder runterblättern, die es offenbar in der Reisewerbung braucht, um ein Gastland – egal welches – erst sexy zu machen... Könnte aber auch sein, dass die unerwartete Kombination von sexy und CO2-Emissionen im Titel den Beitrag erst so ansprechend macht, dass er im Travel Inside überhaupt gelesen wird. Da erläutert Sara Marty nämlich, dass „Energiebilanzen von Transportmitteln oder die Auslöschung traditioneller Erwerbszweige durch die Tourismusindustrie“ zwar nicht attraktiv, aber präsent seien. Und sich die Menschen in der Schweiz damit beschäftigten. Genau das erfahren wir jeden Tag mit den zahlreichen Zugriffen auf unser Reiseportal und den Anfragen an die Fachstelle – offenbar ein attraktives Info-Angebot jenseits von Anzüglichkeiten. Bloss, Information ist erst Voraussetzung, noch längst aber keine Garantie dafür, dass die Reisekundschaft ihr Verhalten auch ändert. Dazu muss die Tourismusbranche schon in der Praxis konkret Hand bieten. Sara Marty appelliert beherzt an die Reisebranche, sie dürfe sich dieser Entwicklung nicht entziehen. Wir meinen, die Branche wäre sogar ziemlich gut beraten, jetzt entschieden voranzugehen mit griffigen Massnahmen gegen den Klimawandel, der Kreation von innovativen, verträglicheren Angeboten sowie einer handfesten transparenten Kundeninformation. Statt am Ast zu sägen, auf dem sie sitzt – wie in unserem Beitrag zum neuen Klimabericht der UNO-Welttourismusorganisation zu lesen. Die Kundschaft würde es jedenfalls schätzen. Das Wissen ist da, und wir liefern laufend neue Einsichten, Hintergrundbeiträge und Tipps – ab kommenden Herbst dank der der Zusammenarbeit mit der SRV-Fachgruppe für Umwelt und Soziales auch in Form von einfachen, aber attraktiven Specials für die Branche. Noch offen bleibt derweil, wann die Fachpresse ihrerseits entdeckt, dass CO2-Bilanzen heute sowieso zum angesagten Mega-Trend der LOHAS (Lifestyle of Health and Sustainability) gehören. Wie gewohnt informieren wir Sie auch saisongerecht: Zum Aufbruch in die Sommerferien möchten wir Ihnen die einschlägigen Tipps für den Kauf von Souvenirs an die Hand geben. WWF Schweiz legt in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Veterinärwesen eine übersichtliche Zusammenstellung vor, welche Reiseandenken Sie absolut nicht kaufen sollten, weil sie aus Materialien von bedrohten Lebewesen bestehen und die Artenschutzbestimmungen verletzten, und welche Souvenirs unbedenklich sind und erst noch die lokale Wirtschaft fördern. Und für alle, die nach der begeisternden orangen Fussballwelle ihr Zuhause auf einmal ganz sexy finden, und ganz umweltverträglich da ausspannen möchten, fügen wir den neuen praktischen Fisch-Einkaufsführer des WWF Schweiz bei. Damit Sie zu Hause unbeschwert den Duft der weiten Meere und Seen geniessen können, ohne zu Überfischung und weiteren Umweltbelastungen beizutragen. Schöne Ferien wünscht Ihnen |
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