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Liebe Leserin, Lieber Leser

Es ist Vorweihnachtszeit – Zeit der Sehnsucht nach Heilung von weltlichen Übeln und der Besinnung auf das, was heilt.

Ein wichtiger Schritt zur Heilung vom Trauma der beiden Weltkriege war vor sechzig Jahren die Erklärung der Menschenrechte. Die Vereinten Nationen erkannten die Notwendigkeit, in 30 Artikeln eine weltweit gültige Norm für den Umgang der Menschen miteinander zu setzen. Sie erklärten das Motiv in der Präambel: „Da die Nichtanerkennung und Verachtung der Menschenrechte zu Akten der Barbarei geführt haben, die das Gewissen der Menschheit mit Empörung erfüllen“. Und sie fügten dem auch gleich ihre Vision hinzu: „Da die Schaffung einer Welt, in der den Menschen, frei von Furcht und Not, Rede und Glaubensfreiheit zuteil wird, als das höchste Bestreben der Menschheit proklamiert worden ist.“

Was heilt die Welt? 100 Milliarden Franken, über zwölf Jahre gesprochen, würden gemäss Lausanner Geschichtsprofessor Sébastien Guex reichen, um die zentralen Probleme wie Hunger, Zugang zu Trinkwasser, kostenlose Grundausbildung, gynäkologische Versorgung der Frauen, Bekämpfung aller behandelbaren Krankheiten und Pandemien zu lösen. Doch bislang war es nicht möglich, die Regierungen oder die Wirtschaft zur Investition dieser Summe in die Entwicklung einer Gesellschaft zu bewegen, die „Freiheit von Furcht und Not“ geniessen kann. Das Geld, hiess es, sei nicht da. Ganz im Gegensatz dazu sprachen die Regierungen im Zuge der Finanzkrise weltweit innert weniger Wochen plötzlich gut viereinhalb Billionen Franken an staatlicher Hilfe zur Stützung maroder Wirtschafts- und Finanzunternehmen – auf Kosten der Steuerzahler. Menschenrechte, so bilanziert Amnesty International zum 60. Jubiläum der Menschenrechte, scheint den Regierungen ein immer weniger dringendes Anliegen zu sein – der Zivilbevölkerung aber ein immer dringenderes.

Auf dasselbe Jahr wie die Erklärung der Menschenrechte fällt auch die Gründung des Staates Israel zurück - und die Nakba, die Besatzungs- und Vertreibungspolitik in Palästina. Seither suchen Palästina, Israel und die Internationale Gemeinschaft Auswege aus dem Konflikt. In diesem zerrissenen Land boomt heute der Tourismus wieder. Gerade um die Weihnachtszeit reisen Hunderttausende von Frauen und Männern, die den Wurzeln des Islam, des Judentums und des Christentums nachspüren wollen, nach Jerusalem und Bethlehem. In diesem Newsletter laden wir Sie zu einer Pilgerreise der neuen, anderen Art ein. Sie soll nicht nur zu „toten Steinen“ und in die Geschichte führen, sondern auch zu „lebendigen Steinen“, in die Gegenwart und zu den Menschen in Palästina und Israel, welche sich heute nach Frieden und Austausch sehnen. Eine Initiative von Regierungsstellen, NGOs und Tourismusunternehmen aus Palästina hat in einem Kodex festgehalten, wie Reisende und einheimische Anbieter zu einem Tourismus beitragen können, der Unrecht nicht verstärkt, sondern überwinden hilft. Wir ergänzen diese neue Initiative mit Hintergründen, Adressen, Filmtipps, Augenzeugenberichten und allem, was Sie dazu verlocken könnte, eine Reise nach Palästina und Israel zu unternehmen – sei es eine Pilgerreise oder eine Lesereise.

Frohe und besinnliche Festtage wünscht Ihnen

Ihr Redaktionsteam
Nina Sahdeva, Christine Plüss und Katja Erny

 

Für einen fairen Austausch mit Palästina – auch im Tourismus!

Am Tag der internationalen Solidarität mit dem palästinensischen Volk vom
29. November laden wir Sie ein zu einer anderen, neuen Reise ins Heilige Land [weiterlesen]

Die neue Aktionsplattform für Reisen ins Heilige Land

fairunterwegs.org verschafft dem Aufruf aus Palästina Gehör [weiterlesen]

Der Tourismus soll gegenwärtiges Unrecht in Palästina überwinden helfen

Drei Fragen an Regula Kaufmann zum neuen Verhaltenskodex der palästinensischen Initiative für einen verantwortungsvollen Tourismus [weiterlesen]

Palästina: Ein Silberstreifen am Tourismus-Horizont

Tourismus als Einkommensmöglichkeit? Als Ausweg aus der Isolation? Als Wegbereiter für den Frieden? [weiterlesen]

Öltropfen auf den heissen Stein – eine Reise zu den Olivenhainen in Palästina

Ein freiwilliger Ernteeinsatz mit besonderen Einblicken [weiterlesen]

Driver auf Draht statt Küchenchef

Blickwechsel mit dem Touristenbusfahrer Johnny [weiterlesen]

Gebrochene Versprechen, ungebrochene Entschlossenheit

Eine Bilanz von Amnesty International zu 60 Jahren Menschenrechte [weiterlesen]

Quiz Fair unterwegs - gewusst wie: Gisela Thomi gewinnt den Superpreis

Die Mutter zweier Teenager und Frau eines Kochs kann das von TRANSA gestiftete GPS gut gebrauchen. Denn Wandern ist ihr Hobby [weiterlesen]

 
 

Der fairunterwegs-Koffer freut sich: auf nächstes Jahr in Bethlehem!

Die Tagesmeldungen über Palästina und Israel kontrastieren scharf zur Vorstellung des Heiligen Landes. Das Land der Sehnsucht, das Land der Propheten und das Land, in dem Jesus gewirkt haben soll - und Land, das bis heute Pilger der drei monotheistischen Religionen gleichermassen anzieht. Der fairunterwegs-Koffer wollte gerne wissen, ob diese Pilgerreisen wirklich etwas zur Heilung des Landes beisteuern, und was die Voraussetzungen dazu wären [weiterlesen]

 

Lesereise: Fair unterwegs mit Albert Rieger, Brückenbauer

Albert Rieger setzt sich seit Jahrzehnten für ein besseres Verständnis zwischen Menschen verschiedener Ethnien oder Glaubensgemeinschaften ein, sei es in Lateinamerika, Afrika oder dem Nahen Osten. Der Theologe und Leiter der Fachstelle für Ökumene, Mission und Entwicklungszusammenarbeit der Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn reist regelmässig ins Heilige Land. Und lässt sich auch literarisch nach Jerusalem entführen [weiterlesen]

 
 

Bücher

 

Ruth Vischherr Strebel: Halima

Es komme selten vor, dass zwischen Menschen unterschiedlicher Kulturen Freundschaften entstünden, seltener noch, wenn die Personen dem einfachen „Volk“ und nicht der gebildeten, kosmopolitisch ausgerichteten Oberschicht zugehörten, schreibt kein geringerer als Nahostkenner Arnold Hottinger im Vorwort zu Halima. [weiterlesen]

 

Alternative Tourism Group: Palästina Reisehandbuch.

Als erste Publikation auf dem deutschsprachigen Buchmarkt, die Palästina aus palästinensischer Sicht darstellt, folgt das Palästina Reisehandbuch der Idee eines »kulturellen Tourismus«. Ausführlich widmet sich das Buch den Begegnungsmöglichkeiten zwischen TouristInnenen und PalästinenserInnen sowie zwischen Juden, Christen und Muslimen. [weiterlesen]

 

Marcel Haenggi: Wir Schwätzer im Treibhaus

Weltweit muss der Pro-Kopf-Energieverbrauch um 90 Prozent zurückgehen, um den Klimawandel auf ein erträgliches Mass zu bremsen. Dies fordert Marcel Hänggi, Autor des neuen Buchs «Wir Schwätzer im Treibhaus». Wer schon heute damit anfangen will, soll seinen Konsum reduzieren – was nicht auf Kosten des Glücks gehen muss. [weiterlesen]

 

Anne-Marie Holenstein, Regula Renschler, Rudolf Strahm: Entwicklung heisst Befreiung

Die „Erklärung von Bern“ vor 40 Jahren war ein Meilenstein der Entwicklungspolitik und der Hintergrund für die Gründung einer Reihe von Initiativen und Fachstellen. Darunter auch des arbeitskreises tourismus & entwicklung 1978, als der Tourismus in die Dritte Welt zum Thema der Entwicklungspolitik wurde. [weiterlesen]

 

Veranstaltungen

Wir haben ein Land aus Worten

Zum internationalen Tag der Solidarität mit Palästina: 29.11.2008: Lesung im Gedenken an den grossen palästinensischen Dichter Mahmut Darwish (1941-2008), 17.30 Le Cap  französische Kirche Predigergasse, 1.Stock 17.30  (arabisch / deutsch), ab 19.00 Uhr palästinensisches Nachtessen. Eintritt Fr. 10.-; Nachtessen: Fr. 20.-

Die palästinensische Tragödie, die Trauer um den Verlust der Heimat und das Exilschicksal des palästinensischen Volkes bestimmten die Werke des größten Dichters Palästinas und des einflussreichsten zeitgenössischen Lyrikers der arabischen Sprache – Mahmoud Darwish [weiterlesen]

 

 

The East Side Story

Zum internationalen Tag der Solidarität mit Palästina: 29.11.2008, 20.00 Uhr: Vorführung des Dokumentarfilms von Muhammed Alatar im Zentrum Karl der Grosse Kirchgasse 14, 8001 Zürich, Einführung und Diskussion mit Valentina Maggiulli

Der Film zeigt die verheerenden Auswirkungen von 40 Jahren israelischer Besatzungspolitik auf die Stadt Jerusalem und ihre BewohnerInnen [weiterlesen]

 

 

Bethlehem in Basel

Vom 29.11.-23.12 sind Majed N. Ishaq vom Marketing Department des Palästinensischen Ministeriums für Tourismus und Altertümer und der Palästinensische Tourguide Namil Hermas am Stand 33 „Bethlehem“ des Basler Weihnachtsmarkts am Barfüsserplatz zu treffen.

„Bei uns gibt es Olivenholzschnitzereien zu kaufen“, sagt Majed. „Aber natürlich informieren wir auch gerne über die Situation in Palästina und die Reisemöglichkeiten dorthin.“ [weiterlesen]

 

Adventskalender nachhaltige Entwicklung

25 virtuelle Fenster zu aktuellen Themen, ab 1. Dezember unter www.online-adventskalender.info. Lassen Sie sich 25mal von innovativen oder überraschenden Ansätzen zur nachhaltigen Entwicklung inspirieren.

Entdecken Sie im Fenster vom 25. Dezember eine frohe Botschaft des arbeitskreises  tourismus & entwicklung. Gewinnen Sie beim täglichen Quiz an Wissen und mit Glück einen der attraktiven Preise. Chatten sie mit Alain Suter (Ex-Fussballstar), Sigrid Lüber (Ocean Care) oder Bastien Girod (Nationalrat) [weiterlesen]

 

Einladung zum Dreikönigstag: Unterwegs nach Bethlehem

Informationsveranstaltung am 6. Januar 2009, 16 -18 Uhr im Le CAP, Französische Kirche, Predigergasse 3, Bern

Der Tourismus ins "Heilige Land" boomt wieder. Ein neues Netzwerk aus zivilgesellschaftlichen Organisationen, Behörden, Bildungsstätten sowie Tourismusunternehmen und -verbänden in Palästina will den Tourismus als Chance für einen fairen Austausch nutzen, der Gästen wie GastgeberInnen gleichermassen zu gute kommt. Einführung und Diskussion mit Matthias Hui, Fachstelle OeME der Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn, Christine Plüss, arbeitskreis tourismus & entwicklung, Basel und Regula Kaufmann, Mitarbeiterin von 2006 bis 2008 beim Begegnungsreiseveranstalter "Alternative Tourism Group" in Palästina [weiterlesen]

 

Letzte Aktualisierung: 19.03 2010