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Liebe Leserin, Lieber Leser

Menschen haben die bewundernswerte Fähigkeit, Traumwelten Wirklichkeit werden zu lassen. Etwa mit Megaevents im Sport, wo sich im Rahmen fairer Spielregeln die Athleten für ihr Volk messen und Fans und Medien Völkerverbindung zelebrieren. Oder mit Kreuzfahrtschiffen wie dem "Oasis of the Sea". Und in gewisser Weise kann man auch Ökotourismusprojekte dazu zählen, wo touristische Infrastrukturen erstellt werden, damit Gäste die "reine Natur" geniessen können.

Jede der oben genannten Traumwelten drückt ethische Werte aus: Fairness im Austausch, Leben in Luxus, Verbundenheit mit dem Ursprünglichen. Genau diese ethischen Werte werden aber bei der Realisierung der Projekte verletzt: wenn in Südafrika Menschen heute aufgrund ihrer Armut vom Spielgeschehen ausgeschlossen werden, wenn die Crew für den Luxus der Gäste arbeitet und dabei aufs Übelste ausgebeutet wird, wenn für das Gefühl der Ursprünglichkeit der TouristInnen in Mexiko die Urbevölkerung vertrieben wird.

Es braucht WächterInnen über die Menschenrechte, auch wenn ihr Engagement oft auf Unverständnis stösst, wie die Menschenrechtsbeobachterin in unserem Blog aus Chiapas/Mexiko berichtet. Auch die südafrikanische Geschichte beweist es: Anfang der sechziger Jahre wurde der Südafrikanische Fussballverband der Weissen von der FIFA suspendiert und das Land von der Teilnahme an den Olympischen Spielen ausgeschlossen. Der Sportboykott erwies sich als wirksames Instrument der internationalen Gemeinschaft, um den südafrikanischen Weissen zu zeigen, dass die Apartheid mit der Grundidee der sportlichen Fairness unvereinbar ist und von der internationalen Gemeinschaft nicht akzeptiert wird.

Umso wichtiger ist es dem Land, der Welt während der WM2010 zu zeigen, dass die Rassentrennung überwunden sei. Wir haben eine eigene Südafrika-Plattform geschaffen, über die Sie mitverfolgen können, wie sich die Lebensbedingungen für Einheimische entwickelt haben und welche Rolle auch ein Tourismus nach faireren Regeln spielen kann.

Ihr Redaktionsteam

Nina Sahdeva,
Christine Plüss, Annett Altvater, Katja Erny

 

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Fair unterwegs mit Tranquillo Barnetta, Schweizer Natispieler in Südafrika

Strategische Stärke beweist der Mittelfeldspieler Tranquillo Barnetta nicht nur im Fussball, sondern auch beim Einkauf. Im Interview mit Max Havelaar erklärt er, warum ihm der Faire Handel ein Anliegen ist. Zur WM 2010 fährt Barnetta nach Südafrika, dem Weltmeister beim Fairen Handel im Tourismus. Auf unsere Frage, wie fair er selber unterwegs ist, antwortete er auf seine sympathisch bescheidene Art [weiterlesen]

 
 

Bücher

 

Malla Nunn: Ein schöner Ort zu sterben

Anfang der 50er-Jahre, die neuen, verschärften Rassengesetze sind gerade in Kraft gesetzt, wird der junge Detective Emmanuel Cooper in ein kleines südafrikanisches Dorf geschickt, wo man eine Leiche im Fluss gefunden hat. Der vermeintlich kleine Provinzfall entwickelt sich schnell zu einem Mordfall mit grossem Konflikt- und Gewaltpotential [weiterlesen]

 

Subcomandante Marcos, Paco Ignacio Taibo II: Unbequeme Tote

Eine Geschichte direkt aus der Realität. Über die Machenschaften von Regierungsverantwortlichen und ihren Handlangern bei der Privatisierung von Land im mexikanischen Bundesstaat Chiapas und über die Rolle, die der ominöse "Ökotourismus" dabei spielt. Es ist die "Innensicht" von einem, der sie zur Genüge aus eigener Anschauung kennt, nämlich Subcomandante Marcos [weiterlesen]

 

Beat Grüninger, Mirjam Held, Peter Teuscher, terrafair: Fairer Handel. Sensibilisierung für Nachhaltigkeit im Konsum

Der Verein für fairen Handel terrafair hat sich zum Ziel gesetzt, Konsumentinnen und Konsumenten bei ihren Kaufentscheiden Orientierung zu geben. Deshalb gab der Verein die Entwicklung eines Sachbuches sowie eines Lehrmittels in Auftrag [weiterlesen]

 

Kathrin Hartmann: Ende der Märchenstunde. Wie die Industrie die Lohas und Lifestyle-Ökos vereinnahmt

Lohas geben ihr Einkommen in der Überzeugung aus, mit bewussten Konsumentscheidungen Druck auf die Industrie ausüben zu können. Kathrin Hartmann zeigt in ihrem Buch "Ende der Märchenstunde", warum die Welt nicht allein über den Einkaufskorb verbessert werden kann [weiterlesen]

 

Rolf Thalmann: So nicht! Umstrittene Plakate in der Schweiz 1883 - 2009

Von 1982 bis 2009 leitete Rolf Thalmann die Basler Plakatsammlung. Schon seit seinem Start dort trug er Zeitungsausschnitte, Gesprächsnotizen und Fotokopien über die Wirkung von Plakaten auf ihre EmpfängerInnen zusammen. Eine Auswahl von über 400 umstrittenen Affichen sind im Buch "So nicht!" dokumentiert [weiterlesen]

 

Veranstaltungen

Faitrade Breakfast 2010

Beim Fairtrade Breakfast können Teilnehmende ein Zeichen für den fairen Handel setzen. Wer Familie und Gäste zwischen dem 19. April und 23. Mai zum Frühstück einlädt, kann ausserdem einen attraktiven Preis gewinnen [weiterlesen]

 

Eine bessere Welt ist möglich

In St. Gallen findet vom 6. bis zum 8. Mai zum sechsten Mal das Sozial- und Umweltforum Ostschweiz 2010 statt. Mit Podien und Workshops schafft das SUFO einen Ort gegen die Resignation und für Information und Vernetzung [weiterlesen]

 

Menschenrechte zuerst

Immer mehr Kräfte setzen sich für einen Ansatz ein, der weltweit den Respekt der Menschenrechte für alle ins Zentrum rückt. Im Progr in Bern wird am 10. Mai über die Durchsetzung des Völkerrechts in Isreal und Palästina debattiert [weiterlesen]

 

Tagebuch aus Palästina

Die palästinensische Autorin Sumaya Farhat-Naser ist vom 10. Mai bis zum 2. Juni mit ihrem Buch "Disteln im Weinberg" auf Lesereise. Darin erzählt die Botanikerin und Friedensaktivistin von ihrem Leben in Birseit bei Jerusalem [weiterlesen]

 
 
 

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Letzte Aktualisierung: 03.02.2012