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Liebe Leserin, Lieber Leser

Kein geringerer als Nelson Mandela, der erste demokratisch gewählte südafrikanische Präsident und Friedensnobelpreisträger, setzte sich für die Wahl Südafrikas als Austragungsort der FIFA Fussballweltmeisterschaft 2010 ein. Mandela wusste aus der Erfahrung mit dem Rugby-Sport in Südafrika, welch wichtige Zeichen ein funktionierendes multikulturelles Sportteam für die ganze Gesellschaft setzt. Seither sind sechs Jahre vergangen. Eine lange Zeit, in der viele SüdafrikanerInnen die Härte des Elitesportbusiness zu spüren bekamen: Unternehmen wurden von FIFA-Sponsoren verdrängt, informelle Siedlungen geräumt, Staatsgelder in schicke Infrastrukturen statt in Basisdienstleistungen gesteckt. Aber auch nach all diesen Erfahrungen überwiegt in Südafrika der Stolz, als erstes afrikanisches Land Gastgeber für die Teams und Fans aus aller Welt anlässlich der FIFA WM 2010 zu sein.

In diesem fairunterwegs-Newsletter porträtieren wir den Tourismus in Südafrika von seiner fairsten Seite. Wir zeigen, welche Unternehmen versuchen, die bisher benachteiligte Bevölkerung an der wirtschaftlichen Entwicklung zu beteiligen, und mit welchem Erfolg. Der Nutzen der WM für die Bevölkerung soll sich ja nicht in Wohlfühlsätzen vom "Erbe für spätere Generationen" erschöpfen - in einer Zeit, wo noch das Erbe der Apartheid lastet. Wirtschaftliche Intergrationsbemühungen sind ein notwendiger Schritt zur Überwindung der Gräben, die immer noch zwischen den Menschen verschiedener Hautfarbe bestehen - nicht nur in Südafrika.

Um Vorurteile und deren Abbau geht es beim imagine-Festival gegen Rassismus. Workshops, ein Song-Contest, eine Gratis-Openair-Party sind der Rahmen, den Jugendliche schaffen, um Gleichaltrige für das Thema zu sensibilisieren. Lassen wir uns von Südafrika und den Jugendlichen inspirieren: Friedliche Party und Sensibilisierung müssen sich nicht widersprechen. Darum: Bier kalt stellen, Augen offenhalten und mitfeiern!

Ihr Redaktionsteam

Nina Sahdeva,
Christine Plüss, Annett Altvater, Katja Erny

 

Calabash Tours: Ferien in Südafrika, von denen auch die Einheimischen profitieren

Am Puls der Townships mit gutem Gewissen: eine Besichtigungstour mit Fairtrade-Label [weiterlesen]

Indaba 2010: FTTSA präsentiert Innovationen im südafrikanischen Fairtrade-Tourismus

Marketingstrategien für gemeindebasierte Angebote, Zertifikate für Freiwilligentourismus [weiterlesen]

"Tourism Child-Protection Code" in der südafrikanischen Tourismus- und Gastgewerbebranche lanciert

Bis Juni sollen sich zehn Branchenführer zum Kinderschutz verpflichten [weiterlesen]

"Hüpft gegen Rassismus"

Sensibilisierung für Rassismus ist an der Gratis-Openairparty möglich, glaubt Lea Martens von imagine [weiterlesen]

Sozial- und Umweltverantwortung bei Transa: Schritt für Schritt

Nachhaltigkeitsbeauftragte Martinka Bühler zur Unternehmensverantwortung von Transa [weiterlesen]

Saatgutkarawane: Mit Vielfalt gegen Hunger

Ohne Saatgut keine Ernte, ohne Sortenvielfalt keine Ernährungssicherheit [weiterlesen]

Inmitten der Krise ein dynamisches Engagement für Ferien mit Zukunft

Unser Jahresbericht lotet Chancen und Herausforderungen der Krise aus [weiterlesen]

 
 

Der fairunterwegs-Koffer wünscht den Fairtrade-Tourismusbetrieben ein gutes WM-Geschäft!

Kurz vor der FIFA Fussballweltmeisterschaft 2010 stehen in Südafrika die Betten bereit, die Hotels zeigen sich von der besten Seite. Doch die Tourismus- und Gastgewerbebranche ist mit den Buchungen nicht zufrieden. Sie musste die geschätzte Zahl der internationalen Ankünfte während der WM2010 von 500'000 auf höchstens 300'000 nach unten korrigieren. Der fairunterwegs-Koffer wollte wissen, wie das Geschäft bei den Tourismusbetrieben mit FTTSA-Fairhandelszertifikat steht [weiterlesen]

 

Fair unterwegs mit Barbara Müller, Afrikaexpertin

Wo immer zum Südlichen Afrika informiert und für Gerechtigkeit lobbyiert wird, taucht ihr Name auf. Barbara Müller wurde schon früh vom Afrika-Virus infiziert. Auf ihrer Lesereise führt sie uns von der Aufarbeitung des Traumas von Staatsgewalt und Unrecht während der Apartheid zum Verständnis der Menschen hinter den Schicksalen. Solidarisch mit ihnen wächst die Freude über kleine Erfolge im Kampf um Gerechtigkeit [weiterlesen]

 
 

Bücher

 

Samson Kambalu: Jive Talker

Der in London lebende Samson Kambalu wurde 1975 als fünfter Spross einer zehnköpfigen Familie in Malawi geboren. Der autobiografische Roman "Jive Talker" ist die erste Veröffentlichung Kambalus. Auf virtuose Weise beschreibt er seine philosophischen Aufbrüche und hochgeistigen Bruchlandungen, die Reibung an den engen Denk- und Glaubenskostümen seiner Heimat und den europäischen Werten. Seine Autobiografie ist die vor Lebenslust sprühende und unterhaltsame Geschichte eines jungen Künstlers, der dem Erlebten, scheinbar Unsinnigen, seinen eigenen Sinn gibt [weiterlesen]

 

Deon Meyer: Dreizehn Stunden

Um 5.36h rennt Rachel Anderson auf ihrer Flucht in Kapstadt einen Hang hinunter, und um 5.37h klingelt das Handy von Inspector Benny Griessel: Die Polizei hat eine weibliche Leiche gefunden - und es ist ausgerechnet eine junge amerikanische Touristin! Weit weg von Safari und Fussball zeichnet der südafrikanische Krimispezialist Deon Meyer ein spannendes und differenziertes Bild des modernen Südafrika mit seinen vielen Facetten [weiterlesen]

 

Peppo Hofstetter: Marmor, Meer und Maultierpfade

Der warme Schimmer des hochreinen Marmors von Carrara macht seit über 2000 Jahren den einmaligen Zauber von Kunstwerken und Baudenkmälern in aller Welt aus. Zur Entdeckung der bizarren Welt der Marmorsteinbrüche von Carrara entlang der Küste der Toskana lädt der neue Wanderführer "Marmor, Meer und Maultierpfade" aus dem Rotpunktverlag. Autor Pepo Hofstetter bietet Wegbeschreibungen und einschlägige Tipps für Verpflegung, Übernachtung und Ausrüstung und stellt die Ziele der Wanderungen in ihren historischen und politischen Kontext. Dabei verfolgt er auch die Spur des Raubbaus an den Bergen Carraras mit dem lukrativen Geschäft der Marmorverwertung bis in die Schweiz. Lesen Sie hier seine Geschichte der Schweizer Füllstoff- und Pigment-Firma Omya [weiterlesen]

 

Muhammad al-Bissati: Hunger

In einer ägyptischen Kleinstadt sehnen sich Sakîna, ihr Mann Saghlûl und die zwei Söhne nach einem sorgloseren Leben. Doch eine Verbesserung der Lebenssituation ist nicht in Sicht, und der Magen bleibt oft leer. Der ägyptische Schriftsteller Muhammad al-Bissati erzählt in seinem Roman "Hunger" von der ungleichen Verteilung von Reichtum und Arbeit, den Hoffnungsschimmern und den existenziellen Fragen, die sich den Protagonisten stellen [weiterlesen]

 

Christian Schmidt und Manuel Bauer: Exil Schweiz. Tibeter auf der Flucht. 12 Lebensgeschichten

Wie kann man existieren, wenn die Heimat keine Heimat mehr ist? Was bedeutet es, zu flüchten und dann für immer Flüchtling zu bleiben? Solche Fragen beschäftigen Tibeter und Tibeterinnen, die aus ihrem Land geflüchtet sind und heute in der Schweiz leben  [weiterlesen]

 

Veranstaltungen

Diskutieren Sie am Vorabend der WM mit dem arbeitskreis tourismus & entwicklung Basel

Die KEESA und der arbeitskreis tourismus & entwicklung Basel zeigen im Kultur- und Begegnungszentrum Union in Basel am 10. Juni den aktuellen Dokumentarfilm "When the Mountain Meets its Shadow". Der Film erzählt die Geschichten von Ashraf, Mncedisi, Zoliswa und Arnold, die in den Armenvierteln rund um Kapstadt auf unterschiedliche Art und Weise ums Überleben kämpfen. Anschliessend stehen Nina Sahdeva, Barbara Müller und Helina Bischoff für ein Gespräch mit dem Publikum zur Verfügung [weiterlesen]

 

"Anstoss zum Ausgleich - Fairplay für Afrika": Benefiz-Fussballturniere für Südafrika

Anlässlich der Fussball-Weltmeisterschaft 2010 initiiert mission 21 zusammen mit DM-échange et mission und Cevi Schweiz die Kampagne "Anstoss zum Ausgleich - Fairplay für Afrika". Damit wollen die Organisationen auf die Probleme der südafrikanischen Bevölkerung aufmerksam machen, die im Fieber rund um die Fussballweltmeisterschaft leicht in Vergessenheit geraten. Unter dem Motto "Spielend Gutes tun!" finden Anfang Juni schweizweit Benefiz-Fussballturniere statt [weiterlesen]

 

Südafrika: Our Land Our Life Our Future

Viele Menschen werden in den nächsten Wochen zumindest über das Fernsehen einen Blick in das südlichste Land Afrikas werfen. Das RomeroHaus in Luzern beschäftigt sich noch bis zum 2. Juli ebenfalls mit Südafrika: Mit Fotografien aus Südafrika, dem Dokumentarfilm "When the Mountain Meets its Shadow", Gesprächen und Musik öffnet die Institution während der Fussball-WM ein Fenster nach Südafrika [weiterlesen]

 

Neue Impulse für die Millenniumsziele

Die Uno-Millenniumsziele (MDGs) wollen bis 2015 die schlimmste Armut und den Hunger halbieren, den Zugang zu Bildung und Gesundheit massiv verbessern und die Gleichstellung der Geschlechter verwirklichen. Um der Umsetzung der Millenniumsziele neuen Schub zu verleihen, veranstalten Alliance Sud und Amnesty International am 22. Juni eine Tagung in Bern [weiterlesen]

 

Das andere Tippspiel: HIV-Prävention durch Fussball

Jeder Vierte verliert gegen HIV. Darum lässt SolidarMed im Rahmen der Kampagne 1:4 am 4. Juli acht Mannschaften in Lesotho gegeneinander antreten und erreicht so auch junge Männer, die mit dem Gesundheitssystem nur selten oder zu spät in Kontakt kommen. Hierzulande kann man schon jetzt beim Tippspiel mitmachen: Wer auf die richtige Mannschaft setzt, kann eine Reise zum Fussballprofi Stephan Lichtsteiner nach Rom gewinnen [weiterlesen]

 

imagine-Festival

Zum neunten Mal findet am 11. und 12. Juni 2010 das imagine-Festival gegen Rassismus auf dem Barfüsserplatz in Basel statt. Zum Auftakt des internationalen Musikprogramms mit Bands wie den Crystal Fighters, Friska Viljor, The Bianca Story oder Schöftland eröffnet das Sinfonieorchester Basel das Festival mit Mozarts Jupiter-Sinfonie [weiterlesen]

 
 
 

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Letzte Aktualisierung: 03.02.2012