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Liebe Leserin, lieber Leser

Woche für Woche erhalten wir erschreckende Meldungen über Menschenrechtsverletzungen oder Umweltschäden durch Tourismusprojekte. Gerade wenn es um den Schutz der für den Tourismus so wichtigen Natur geht, werden die traditionellen Landrechte der Urbevölkerung oft missachtet. Immer wieder erfahren wir aber auch von neuen Initiativen für eine nachhaltige Entwicklung im Tourismus. Reisende haben heute die Möglichkeit, die eine oder die andere Entwicklung durch ihre Buchungsentscheide zu fördern. "Augen auf beim Ferienkauf!", heisst daher das Motto unserer Konsumkampagne. 

Im Rahmen dieser Kampagne haben wir bereits eine Entscheidungshilfe zur Wahl des Reiseveranstalters und die "fünf fairunterwegs-Kriterien" für faire und nachhaltige Angebote vorgelegt. Unsere Tipps der Woche, die man als RSS-Feed abonnieren kann, sind Vorschläge für kleine, einfach umzusetzende Nachhaltigkeitsschritte in Freizeit und Ferien. 

Neu bieten wir jetzt Orientierungshilfe im Labeldschungel. Zusammen mit unseren österreichischen und deutschen Partnern stellen wir zwanzig touristische Gütesiegel näher vor und machen sie vergleichbar, online ebenso wie in Form der gedruckten Broschüre "Wegweiser durch den Labeldschungel". Erstmals geben wir Reisenden damit ein Instrument an die Hand, mit dem sie die Seriosität der Labels einschätzen und entlang der ihnen wichtigen Nachhaltigkeitskriterien Angebote gezielt auswählen können - so einfach wie noch nie!

"Nachhaltige Entwicklung" - der Begriff wird dieses Jahr in aller Munde sein. Beim Erdgipfel in Rio wird es um nichts weniger als die Definition eines gemeinsamen Verständnisses und gemeinsamer Massnahmen der internationalen Gemeinschaft zur nachhaltigen Sicherung der Lebensgrundlagen aller gehen. Der gewählte Ansatz heisst "grüne Wirtschaft". Ob dieser zum Erfolg führen wird, hängt im Wesentlichen davon ab, dass dabei der Gerechtigkeit und den Menschenrechten oberste Priorität zugemessen werden - auch im Tourismus. 


Ihr Redaktionsteam

Nina Sahdeva, Christine Plüss, Jacqueline Hefti und Katja Erny

 

Wegweiser durch den Labeldschungel im Tourismus

Eine neue Broschüre informiert über Nachhaltigkeits-Gütesiegel für Reiseangebote [weiterlesen]

"Reisende können jetzt nach den Kriterien auswählen, die ihnen wichtig sind"

Labelexperte Herbert Hamele erklärt, was der neue Wegweiser den Reisenden bringt [weiterlesen]

Mexiko: Streit um den Blumenberg

Ein mexikanisches Dorf wehrt sich gegen falschen Naturschutz [weiterlesen]

Kenia: Nach Ausweisung folgt Gewalt an indigenem Volk

US-Naturschutzorganisationen machen dem Urvolk der Samburu das Land streitig [weiterlesen]

Indien: Indigenes Volk sichert erstmals Landrechte in Tigerreservat

Die Soliga dürfen die Wildtiere im Biligirirangan Berggebiet in Karnataka selber schützen [weiterlesen]

Vorbehalte gegen "grüne Wirtschaft"

Hinter dem schönen Begriff, befürchten die Entwicklungsländer, steckt eine Mogelpackung [weiterlesen]

Rio+20: Richtig verstandene Nachhaltigkeit

Die ökumenische Aktion "A Voice in Rio" gegen blinde Flecken im Vorfeld von Rio+20 [weiterlesen]

Brasilien/Belo Monte: Zu früh gefreut

Richter Carlos Martins seltsame Begründungen für die Rücknahme des Baustopps [weiterlesen] 

 
 

Der fairunterwegs-Koffer wünscht sich, dass Nachhaltigkeit auch auf den Hotelbewertungsportalen zum Thema wird

Hotelbewertungsportale erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Monatlich 50 Millionen Besucher verzeichnet tripadvisor.com, 15,5 Millionen Besuchern holidaycheck.ch. In Deutschland nutzen 31 Millionen Personen das Internet für ihre Urlaubsplanung. Gut ein Fünftel von ihnen sucht Informationen der Reise-Communitys. Die webgeübten Reisenden von heute orientieren sich an den Erfahrungen derer, die schon vor Ort waren und ihre Empfehlungen zu Hotels, Destinationen und Freizeitangeboten im Internet abgeben. "Was ist davon zu halten?", fragte sich der fairunterwegs-Koffer, und hörte sich etwas um [weiterlesen]

 

Lesereise: Fair unterwegs mit Gabi Hildesheimer, Geschäftsleiterin von Öbu

Seit 15 Jahren führt Gabi Hildesheimer die Geschäfte des Netzwerks für nachhaltiges Wirtschaften, Öbu. Dieses unterstützt Schweizer Unternehmen auf dem Weg in ein nachhaltiges Wirtschaften. Sie ist Mitglied des beratenden Organs zu Fragen der Klimaveränderung und vertritt die "grüne Wirtschaft" in der Schweizer Delegation am nächsten Erdgipfel Rio+20. Privat reist sie nur in der Nähe. Dafür schätzt sie kulinarische Fernreisen [weiterlesen]

 
 

Bücher

 

EvB-Dokumentation: Rechte für Menschen, Regeln für Unternehmen

Die neue Dokumentation zeigt auf, an welchem kritischen Punkt die Diskussion um Unternehmen und Menschenrechte heute steht und wo die Herausforderungen der nächsten Zeit liegen. Die Dokumentation ist ein wichtiger Baustein der Kampagne "Recht ohne Grenzen - Klare Regeln für Schweizer Konzerne. Weltweit", die von einer breiten Allianz von Organisationen getragen wird [weiterlesen]

 

Rebecca Lolosoli, Birgit Virnich: Mama Mutig - Wie ich das erste Frauendorf Afrikas gründete

Herbert Grönemeyer singt: "Männer sind unentbehrlich", und Rebecca Lolosoli beweist mit der Gründung ihres Frauendorfes Umoja in Archer's Post, Kenia, dass dem nicht so ist. All jene, die in Umoja leben, haben sich von den Männern und ihrer Unterdrückung in der Ehe, dem Alltag und der Gesellschaft gelöst, da sie ihre eigenen Rechte einforderten [weiterlesen]

 

20 Jahre danach: Eine kleine Geschichte des Rio-Prozesses

Der informelle Name Rio+20-Gipfel deutet auf die längere, eben 20-jährige Geschichte der Konferenz über nachhaltige Entwicklung hin. Tatsächlich ist die Diskussion um eine nachhaltige Entwicklung noch ein wenig älter, sie begann 1972 in Stockholm [weiterlesen]

 

SympathieMagazin: Braslien vestehen

Im Juni findet in Rio de Janeiro die internationale Konferenz über nachhaltige Entwicklung statt. Eine gute Gelegenheit, sich über das grosse Land schlau zu machen. Ein idealer Einstieg bietet das Sympathiemagazin "Brasilien verstehen" in seiner attraktiven Neuauflage [weiterlesen]

 

Veranstaltungen

Public Eye 2012: Mit Werbeparodien und Nobelpreisträger Stiglitz gegen skrupellose Konzerne

Die Online-Abstimmung über das übelste Unternehmen des Jahres läuft noch bis 26. Januar um Mitternacht. Am 27.01. um 12 Uhr vergeben Erklärung von Bern und Greenpeace in Sichtweite des World Economic Forum (WEF) wieder die "Public Eye Awards" für die schlimmsten Fälle von Menschenrechtsverstössen und Umweltsünden. Nominiert sind  Barclays (UK), Freeport McMoran (USA), Samsung (KOR), Tepco (J), Vale (BRA) und Syngenta (CH). Auf publiceye.ch läuft die mit bissigen Werbeparodien animierte Abstimmung für den Publikumspreis 2012 [weiterlesen]

 

Ausstellung: Weil wir Mädchen sind...

Wie sieht der Schulalltag in Indien aus? Wie lebt eine Grossfamilie in Mali? Wie ist der Tagesablauf eines Mädchens in Ecuador? Der Käfigturm in Bern lädt vom 26. Januar bis 26. Mai 2012 ein zu einer Reise in den Sahel, nach Indien und in die Anden. Tauchen Sie in ferne Lebenswelten ein. Djenebou aus Mali, Asha aus Indien und Yoselin aus Ecuador zeigen Ihnen, wie sie leben und arbeiten, welche Probleme und Träume sie haben [weiterlesen]

 

World Economic Forum und Gegenveranstaltungen

Ende Januar ist in Davos einiges los: Beim Weltwirtschaftsforum wollen sich Verantwortungsträger aus Wirtschaft, Politik und anderen wichtigen Bereichen der Gesellschaft vernetzen und austauschen. Mit der Zivilgesellschaft wird der Austausch im "Open Forum Davos" geführt. "Occupy Davos" will den Protest gegen das Treffen der "selbst ernannten Global Leaders", welche nur die schmale Machtelite repräsentiere, auch dieses Jahr sichtbar machen und stützt sich dabei auf die International in kurzer Zeit wichtig gewordene Occupy-Bewegung [weiterlesen]

 

Ökumenische Kampagne 2012: Mehr Gerechtigkeit heisst weniger Hunger

Um das Recht auf Nahrung für alle sicherzustellen, braucht es mehr Gleichberechtigung und griffige Massnahmen gegen die Klimaerwärmung. Fastenopfer, Brot für alle und Partner sein stellen in ihrer Kampagne vom 22. Februar bis 8. April 2012 sechs Frauen und ihre Projekte vor. Eine davon soll per Public Voting als Delegierte ausgewählt werden. Sie wird ihr Projekt den Schweizer Behörden und später den Delegierten am Weltgipfel für nachhaltige Entwicklung Rio+20 vorstellen. Es gibt verschiedene weitere Möglichkeiten, sich an der Kampagne zu beteiligen [weiterlesen]

 
 
 

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Letzte Aktualisierung: 18.05.2012