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Veranstaltung
Information und Austausch über die Menschenrechte in Honduras
Der Menschenrechtsspezialist und Leiter der Casa Alianza Honduras für Strassenkinder Manuel Capellin berichtet über die aktuelle Situation.
Honduras gehört zu den ärmsten Ländern Lateinamerikas. 50 Prozent der Bevölkerung leben unter der nationalen rmutsgrenze, 14,9 Prozent der Bevölkerung gelten als extrem arm. Neben der Armut stellen Gewalt und eine hohe Kriminalitätsrate die grössten Probleme dar. Mit 82 Morden pro 100’000 Menschen pro Jahr hat Honduras die höchste Mordrate in Lateinamerika. Die Menschenrechte werden nach wie vor missachtet und dies bei weitestgehender Straffreiheit.
Manuel Capellin, ein ehemaliger spanischer Priester, der während der Franco-Zeit aus Protest gegen das Schweigen seiner Kirche gegenüber den Menschenrechtsverbrechen des autoritären Regimes die Soutane an den Nagel gehängt und nach Honduras gegangen ist, gilt als einer der profiliertesten Menschenrechtsspezialisten Mittelamerikas. Seit 20 Jahren leitet er die Casa Alianza Honduras. Casa Alianza Kinderhilfe ist eine gemeinnützige und unabhängige Hilfsorganisation, die sich seit 1981 dem Schutz und der Wiedereingliederung der Strassenkinder in Honduras, Guatemala, Mexiko und Nicaragua widmet. HEKS und Kindernothilfe unterstützen die Arbeit von Casa Alianza Honduras seit Mitte der 90er Jahre.
Manuel Capellin weilt am 20. und 21. Januar 2012 für einen kurzen Besuch in der Schweiz. Kindernothilfe Schweiz und HEKS laden aus diesem Anlass zu einem Austausch über die Menschenrechte in Honduras ein.
Manuel Capellin wird über die systematischen und fortwährenden Kinder- und Menschenrechtsverletzungen durch den honduranischen Staat berichten sowie über den fehlenden politischem Willen, derartige Verbrechen zu ahnden und polizeilich und gerichtlich gegen die Täter vorzugehen ("Kultur" der Straflosigkeit).
Erfahren Sie aus erster Hand mehr über die klammheimliche oder teilweise sogar offene Komplizenschaft staatlicher Repräsentanten – oder von Teilen der wohlhabenden Oberschicht – mit den Mördern und über die zunehmenden Probleme von Kinderhandel in Honduras, Zwangsprostitution und die Rolle von Honduras als Transitland von Menschenhändler-Banden.
Zur Begegnung eingeladen sind VertreterInnen von interessierten Organisationen, Gruppen, Kirchgemeinden/Pfarreien und Einzelpersonen. Das Gespräch wird in Spanisch geführt, ein Übersetzer steht zur Verfügung.
Zeit und Ort:
Freitag, 20. Januar 2012
13:45 Uhr bis 15:45 Uhr
HEKS, Seminarstrasse 28, Zürich
Weitere Informationen:
Kindernothilfe Schweiz, Mieke.Eberhardt mieke.eberhardt@ich-will-keinen-spamkindernothilfe.ch oder: HEKS, Karl Heuberger heuberger@ich-will-keinen-spamheks.ch.




