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Veranstaltung

22. Februar 2012 bis 08. April 2012 | Ort: ganze Schweiz

Ökumenische Kampagne 2012: Mehr Gerechtigkeit heisst weniger Hunger

70 Prozent der weltweit Hungernden sind Frauen, ein Grossteil von ihnen lebt in ländlichen Gebieten. In der ökumenischen Kampagne 2012 zeigen Brot für alle, Fastenopfer und Partner sein auf, wie ungerechte Strukturen die Lebenswelten von Frauen und Männern prägen. So sind Frauen vielerorts für die häusliche Produktion von Nahrungsmitteln zuständig, haben jedoch nur beschränkt Zugang zu Ressourcen wie Land, Wasser, Saatgut und Wissen. Zudem werden so genannte Frauenarbeiten, die für die Erhaltung von Gesellschaft und Umwelt überlebenswichtig sind, im Norden wie im Süden oft zu wenig wertgeschätzt und meist unentgeltlich geleistet.

Geschlechtergerechtigkeit und Klima stehen im Zentrum der ökumenischen Kampagne 2012. Um das Recht auf Nahrung für alle sicherzustellen, braucht es mehr Gleichberechtigung und griffige Massnahmen gegen die Klimaerwärmung. Frauen im Süden haben mit vielerlei Lösungen reagiert. Exemplarisch stellen Brot für alle und Fastenopfer in der Kampagne 2012 sechs Frauen und ihre Projekte vor. Das zukunftsträchtigste dieser Projekte soll ausgewählt und den Schweizer Behörden und später in Rio de Janeiro im Rahmen des Weltgipfels für nachhaltige Entwicklung Rio+20 vorgestellt werden.

Elemente der ökumenischen Kampagne sind:

  • Eine Reihe von Veranstaltungen, Suppentagen und Gottesdiensten mit Gästen aus Kenia und Kolumbien und Fachpersonen zum Kampagnenthema, Begegnungen mit Künstlerinnen und Künstlern aus dem Süden, die laufend auf der Kampagnenwebseite www.rechtaufnahrung.ch angekündigt werden.
  • A Voice In Rio: Mit dieser Aktion soll die Schweizer Öffentlichkeit aus sechs Frauen diejenige wählen, die das Anliegen einer geschlechtergerechten und nachhaltigen Wirtschaftsform am besten umsetzt. Vom 22. Februar bis 2. April 2012 können Sie auf www.rechtaufnahrung.chwww.facebook/voiceinrio oder mit den Talons auf den Kampagnentischsets und in der Agenda ihre Stimme abgeben. Die Gewinnerin wird von Fastenopfer und Brot für alle im Juni 2012 zum UNO-Weltgipfel Rio+20 eingeladen, um ihre Arbeit vorzustellen.
  • Die beliebte Agenda im praktischen DIN A6-Format ist ein zentrales Element der ökumenischen Kampagne. Ihre Geschichten ranken sich um das Leben der sechs Frauen aus Kolumbien, Brasilien, Kamerun, Senegal, Benin und den Philippinen, deren Projekte zur Wahl stehen. Die Agenda erklärt, was Nachhaltigkeit für Brot für alle und Fastenopfer bedeutet, und zeigt Beispiele für anderes Wirtschaften.
  • Der EinBlick 2/2011 "Auf gleicher Augenhöhe" geht vertieft auf das Thema der Kampagne ein und zeigt auf, dass der Einsatz für mehr Geschlechtergerechtigkeit eine erfolgversprechende Strategie im Kampf gegen Hunger, Armut und Klimakrise ist.
  • Brot zum Teilen: Wiederum verkaufen mehrere Hundert Bäckereien das besondere Brot mit dem Kampagnenfähnchen. Für jedes verkaufte Spezialbrot überweisen sie 50 Rappen. In den letzten Jahren gingen so jeweils um die 40'000 Franken für Projekte von Brot für alle, Fastenopfer und Partner sein ein. Fragen Sie Ihre Bäckerin oder Ihren Bäcker nach dem "Brot zum Teilen"!
  • Am 17. März 2012 findet in der ganzen Schweiz der traditionelle Rosenverkauf der ökumenischen Kampagne statt. Prominente und weitere engagierte VerkäuferInnen bieten auf öffentlichen Plätzen Rosen zum Verkauf an. Sie können sich selbst als Rosenverkäuferin beteiligen. Erneut stellt Migros dafür gratis 160'000 Rosen mit der Max Havelaar Kennzeichnung für faire Produktionsbedingungen zur Verfügung.

Aktuelle Informationen zur ökumenischen Kampagne finden Sie auf www.rechtaufnahrung.ch.


AutorIn: Jacqueline Hefti, arbeitskreis tourismus & entwicklung Basel


Letzte Aktualisierung: 21.05.2012