Ländersuche
Weltkartefairunterwegs.org - das Plus für Ihre Reisevorbereitung

Kampagne für einen fairen Austausch
mit Palästina - auch im Tourismus
News zu Ihrem Reiseziel
und zum weltweiten
Tourismusgeschehen
Augen auf beim Ferienkauf!
Worauf achten beim Buchen
Tipps für unterwegs und zur
Einstimmung auf Ihr Reiseziel
Antworten auf knifflige
Fragen zum Thema sozial-
und umweltverträglich Reisen
Aktuell
05. April 2012
"Willkommen in Palästina"
Palästinensische Friedens- und Menschenrechtsorganisationen rufen die internationale Gemeinschaft...
22. März 2012
"Leitungen nützen nichts ohne Wasser"
In den besetzten palästinensischen Gebieten hat die Zerstörung von Wasseranlagen in den letzten...
06. März 2012
„Ich stimme Aachens Bürgermeisterin zu, dass Israel kritisiert werden darf“
In diesen Tagen findet international die Israeli Apartheid Week statt. Das Ziel der IAW ist es, auf...
Israel

Auszug aus dem Jahresbericht 2011 von Amnesty International
Der im Januar 2009 zwischen den israelischen Streitkräften und bewaffneten palästinensischen Gruppierungen vereinbarte Waffenstillstand wurde 2010 weitgehend eingehalten. Die israelische Armee hielt an der drakonischen Einschränkung der Bewegungsfreiheit der palästinensischen Bevölkerung in den besetzten Gebieten fest. Die Blockade des Gazastreifens verschlimmerte die humanitäre Krise und schnitt die gesamte Bevölkerung von 1,5 Mio. Menschen praktisch von der Außenwelt ab. Die israelischen Behörden verweigerten oder verzögerten die Anträge auf Ausreisegenehmigung von Hunderten von Palästinensern, die eine spezielle medizinische Behandlung benötigten.
Einige von ihnen starben, während sie darauf warteten, aus dem Gazastreifen ausreisen zu dürfen. Der Großteil der Einwohner des Gazastreifens war auf internationale Hilfslieferungen angewiesen, die jedoch durch die Blockade stark behindert wurden. Im Mai töteten israelische Streitkräfte in internationalen Gewässern neun Männer an Bord einer kleinen Flotte mit Hilfsgütern, die versuchte, die Blockade zu durchbrechen. Im Westjordanland war die Bewegungsfreiheit der Palästinenser durch Hunderte von israelischen Straßensperren und Kontrollpunkten erheblich eingeschränkt. Die mehr als 700 km lange Mauer bzw. der Zaun, die bzw. den Israel zum Großteil auf dem Gebiet des Westjordanlands weiterbaute, tat ein Übriges. Bei der Zerstörung palästinensischer Häuser, Zisternen und anderer öffentlicher Einrichtungen im Westjordanland durch israelische Sicherheitskräfte war 2010 eine deutliche Steigerung zu verzeichnen. Die Auswirkungen betrafen Tausende von Palästinensern. Im Süden Israels rissen die Behörden Häuser in Beduinendörfern ab. Der befristete teilweise Baustopp israelischer Siedlungen auf illegal beschlagnahmten palästinensischen Grundstücken lief am 26. September aus, und die Bauarbeiten wurden wieder aufgenommen. Israel führte noch immer keine zufriedenstellenden Untersuchungen von mutmaßlichen Kriegsverbrechen und anderen schweren Verletzungen des Völkerrechts während der Operation "Gegossenes Blei" (Cast Lead) durch. Bei der 22-tägigen Offensive in Gaza im Dezember 2008 und Januar 2009 waren fast 1400 Palästinenser ums Leben gekommen, darunter mehr als 300 Kinder.
Israelische Soldaten und Siedler, die sich schwerer Übergriffe gegen Palästinenser wie ungesetzlicher Tötungen, Körperverletzung und Zerstörung von palästinensischem Eigentum schuldig gemacht hatten, gingen in der Regel straflos aus. Unverhältnismäßige Anwendung von Gewalt durch die israelischen Sicherheitskräfte führte zum Tod von 25 Palästinensern, unter ihnen sechs Kinder. Hunderte von Palästinensern wurden von den israelischen Streitkräften festgenommen und inhaftiert. Mehr als 250 Gefangene befanden sich ohne Anklageerhebung oder Gerichtsverfahren in Verwaltungshaft, einige von ihnen bereits seit mehr als zwei Jahren. Berichte von Folterungen und anderen Misshandlungen waren weiterhin an der Tagesordnung. Eine Untersuchung entsprechender Vorwürfe fand jedoch nur selten statt. Etwa 6000 Palästinenser verbüßten Haftstrafen in israelischen Gefängnissen, zu denen sie nach vielfach unfairen Prozessen von Militärgerichten verurteilt worden waren. Gegen israelische Kriegsdienstverweigerer ergingen erneut Freiheitsstrafen. (Stand 31.12.2010)
Lesen Sie den vollständigen Jahresbericht bei amnesty international Deutschland.
Erfahren Sie mehr zu Menschenrechten im Tourismus und aktueller Menschenrechtsarbeit in der Schweiz und weltweit auf unserer Aktionsplattform Menschenrechte.

