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Häufige Fragen - FAQ's

CO₂-Kompensation

Warum ist CO2 schädlich? Was heisst kompensieren?

Pflanzen speichern während ihrer Wachstumsphase Kohlenstoff. Wenn sie verbrennen oder verrotten, verwandelt sich der feste Kohlenstoff in das Gas Kohlendioxid (CO2). Fossile Energieträger wie Erdöl, Erdgas und Kohle sind letztlich nichts anderes als Produkte aus Pflanzen, die vor Millionen Jahren abgestorben und im Boden gelagert sind.

Heute sind die fossilen Brennstoffe unser wichtigster Energielieferant zur Herstellung und Entsorgung sowie zum Transport der Güter, die wir täglich konsumieren. Auch der motorisierte Personenverkehr mit Auto, Motorrad, Car, Schiff oder Flugzeug wäre ohne sie nicht möglich. Mit der Nutzung der fossilen Brennstoffe setzen wir in vergleichsweise kurzer Zeit die riesigen CO2-Mengen sowie weitere Abgase frei, die als sogenannte Treibhausgase das Klima aufheizen. Begonnen haben wir diesen Prozess mit der Industrialisierung vor rund 150 Jahren.

Inzwischen ist der Temperaturanstieg aufgrund des von uns verursachten CO2-Ausstosses alarmierend. In den Alpen schmelzen die Gletscher, ebenso die Eismassen in den Polargebieten, was den Anstieg des Meeresspiegels bewirkt. Inseln drohen zu versinken. Unwetter, Taifune und Hurrikane häufen sich und bringen grosse Überschwemmungen sowie Erdrutsche mit sich. Der Klimawandel fordert jedes Jahr mehr Opfer, insbesondere in den Ländern des Südens. Menschen kommen in den Katastrophen um oder sind gezwungen als Umweltflüchtlinge ihre Heimat zu verlassen.
Die Industrieländer – darunter die Schweiz – tragen am meisten zum weltweiten CO2-Ausstoss bei. Allein die USA verbrauchen einen Viertel des weltweit geförderten Erdöls. Aufstrebende Schwellenländer, insbesondere die bevölkerungsreichen Nationen China und Indien, benötigen immer mehr Energie. So könnte sich der CO2-Ausstoss in den nächsten 25 Jahren verdoppeln – mit katastrophalen Folgen für das Klima und unsere Welt. Es gilt, sofort und konsequent Energie zu sparen sowie nicht fossile Quellen zu fördern.

Was heisst CO2 kompensieren?

Kompensieren heisst ausgleichen. Wenn Sie beispielsweise fliegen, können Sie mit einem Geldbeitrag dafür sorgen, dass die gleiche Menge an CO2, die bei der Verbrennung des Kerosins auf Ihrem Flug entsteht, an einem anderen Ort eingespart wird. Die Anbieter von Klimakompensationslösungen investieren dazu in Solar-, Wasserkraft-, Biomasse- oder Energiesparprojekte, die keine Treibhausgase verursachen oder die deren Ausstoss reduzieren. Für Ihren Anteil an CO2, das auf Ihrem Flug freigesetzt wird, bezahlen Sie einer solchen Klimakompensationsstelle den entsprechenden Betrag. Dieser kann je nach Anbieter unterschiedlich ausfallen. Seriöse Anbieter wie myclimate.org oder atmosfair.de weisen Ihnen eine transparente Kostenabrechnung vor und investieren nur in Klimaprojekte, die den höchsten Standard strenger internationaler Normen (Gold-Standard) erfüllen.

Vermeiden ist besser als kompensieren, kompensieren besser als nichts.

CO2-Ausstoss vermeiden ist allemal besser als kompensieren. Vermeiden Sie in jedem Falle Flüge für Distanzen bis zu 1’000 Kilometer. Ein Hin- und Rückflug nach Ägypten schlägt auf Ihrem CO2-Konto beispielsweise mit 1’480 kg zu Buche. Dies entspricht dem Energieverbrauch eines Kühlschranks während 14 Jahren.

Falls Sie trotz allem einen Flug beanspruchen, kompensieren Sie den CO2-Ausstoss mit dem Kauf eines Klimatickets bei einem seriösen Anbieter. Immer mehr fortschrittliche Hotels, aber auch sportliche oder kulturelle Events kompensieren heute ihren CO2-Ausstoss freiwillig. Unterstützen Sie diese Initiativen mit Ihrer Wahl beim Buchen und im Ausgang.

Klare politische Spielregeln

Wer heute freiwillig seinen CO2-Ausstoss kompensiert, zeigt Verantwortung gegenüber dem globalen Klima. Doch der weltweit übermässige Ausstoss an CO2 mit seinen gravierenden Folgen fürs Klima kann nicht mit freiwilligen Kompensationszahlungen allein beglichen werden. Es braucht klare politische Lösungen, in erster Linie zur Vermeidung von weiteren Treibhausgasen. Stehen Sie mit uns dafür ein – auf www.fairunterwegs.org!
Testen Sie online Ihren persönlichen ökologischen Fussabdruck unter Fair-Tipps/zur Vorbereitung und unterwegs/Lebensgrundlagen achten; da finden Sie zudem einfache Tipps, um Ihren Energieverbrauch auch im Alltag zu reduzieren – und zugleich Geld zu sparen!

Diese Informationen als PDF downloaden

Weitere Tipps und Hintergrundberichte finden Sie hier:

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Letzte Aktualisierung: 23.05.2012