rss
tip a friend
print
spenden

fairunterwegs.org - die andere Reiseseite

für Ferien mit Zukunft

News zum weltweiten Tourismusgeschehen


Tipps & Informationen
zum verantwortungsvollen Reisen


Litartur- & Filmtipps


Länderinformationen
zur Einstimmung auf Ihr
Reiseziel


Newsletter

Partner

Häufige Fragen - FAQ's

Das Klima und der Tourismus

Ferien schaden dem Klima. Was tun?

Der Tourismus trägt erheblich zur Klimaerwärmung bei. Daran gibt es nichts zu deuteln. Gemäss der UN-Welttourismusorganisation (UNWTO) verursacht der Tourismus rund fünf Prozent der globalen CO2-Emissionen. Berücksichtigt man neben dem CO2 noch andere Treibhauseffekte, wächst der Anteil des Tourismus am menschengemachten Klimawandel gar auf 12,5 Prozent. Und dies, obwohl nur eine kleine Minderheit der Weltbevölkerung am Tourismus teilhaben kann. Der Löwenanteil der tourismusbedingten Emissionen – rund drei Viertel – stammt aus dem Flug- und Autoverkehr. Die Beherbergung steuert rund ein Fünftel bei.

Bedrohte Ferienparadiese

Die Klimaerwärmung, die vom Tourismus mitverursacht wird, bedroht inzwischen direkt beliebte Reisedestinationen wie die Malediven und andere Inselgruppen, die nur knapp über dem allmählich ansteigenden Meeresspiegel liegen. Korallenriffe bleichen aus und ganze Küstenstriche erodieren. Viele Inselstaaten sind stark von den Einkünften aus dem Tourismus abhängig. Ist eine Insel aufgrund von Umweltschäden nicht mehr attraktiv, wenden sich die Reisenden sofort andern Zielen zu. Die Bevölkerung dagegen bleibt zurück und den Schäden ausgeliefert, trägt deren Kosten und muss dann erst noch ohne allfällige Einnahmen aus dem Tourismus auskommen.

Was braucht es?

Wohl ist Klimaschutz auch in der Tourismusbranche inzwischen ein Thema. So will der Verband der Spitzenmanager World Travel & Tourism die Treibhausgase bis 2035 gegenüber 2005 halbieren und die UNWTO hat dem Klimaschutz 2007 höchste Priorität eingeräumt. Doch die Zunahme der Emissionen wegen des steten Wachstums der Tourismus- und Flugindustrie lässt sich nicht mit halbherzigem Engagement wettmachen. Es braucht dringend verbindliche Reduktionsziele für die gesamte Branche, selbstverständlich unter Einbezug des Flugverkehrs, der im Tourismus am meisten zur Klimaerwärmung beiträgt. Dabei kann der Agrotreibstoff nicht die Lösung sein. Um zum Beispiel den Energiebedarf des weltweiten Flugverkehrs aus dem Jahr 2005 mit Agrotreibstoffen aus der Pflanze Jatropha abzudecken, wäre eine Anbaufläche von 1 Million km2 nötig – was der Grösse von Deutschland, Frankreich, Holland und Belgien zusammen entspricht. Dieser Flächenbedarf würde sich in den nächsten 15 Jahren noch verdoppeln, was angesichts des weltweiten Bevölkerungswachstums zu Landkonflikten und Ernährungsengpässen führen könnte.

Was können Sie tun?

Obwohl das Umweltbewusstsein wächst, fliegen wir immer mehr. Dieser Widerspruch zeigt jedoch Handlungsmöglichkeiten auf:

  • Verzichten Sie wenn immer möglich auf das Flugzeug. Nehmen Sie die Bahn oder den Bus für Strecken unter 1000 km.
  • Unternehmen Sie keine längere Flugreise bloss für ein paar Tage. Leisten Sie sich bewusst grössere Reisen und nehmen Sie sich Zeit dafür. Dazu gibt es eine nützliche Orientierung: Bei Reisen ab 1000 bis 2000 km mindestens eine Woche bleiben, bei Reisen über 2000 km mindestens zwei Wochen Ferien machen.
  • Überlegen Sie sich Alternativen zu entfernten Reisezielen. Vielleicht gibt es Landschaften und kulturelle Attraktionen in Ihrer Umgebung, die einen Besuch durchaus Wert sind. Untersuchungen zeigen jedenfalls, dass Erholung und Reiseglück nicht mit der Zahl der zurückgelegten Kilometer wächst.
  • Falls sich ein Flug nicht vermeiden lässt, kompensieren Sie den CO2-Ausstoss mit einem seriösen Anbieter wie myclimate.org oder atmosfair.de, die ausschliesslich Klimaschutzprojekte durchführen, welche den höchsten Standard strenger internationaler Normen (Gold Standard) erfüllen.
  • Tragen Sie auch während Ihrem Ferienaufenthalt aktiv dazu bei, das Klima zu schonen: Informieren Sie sich beim Buchen über nachhaltige Reiseformen und Unterkünfte, wählen Sie unterwegs einheimische, regionale Produkte sowie Ausflüge und Freizeitaktivitäten, die das Klima nicht zusätzlich belasten und keinen hohen Landschafts- und Ressourcenverbrauch verursachen (Biken und Wandern statt Rundflüge, Motorquads und Golfen).

Diese Informationen als PDF downloaden


Weitere Tipps und Hintergrundberichte finden Sie hier:

Fair-Tipps:

Aktuell/Brennpunkt Tourismus:

Aktuell/Literatur:

Häufige Fragen/FAQ's:

Themen:


Letzte Aktualisierung: 23.05.2012