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Schweinegrippe
Was gilt es auf Reisen zu beachten?
Das hoch ansteckende Grippevirus A(H1N1) wird allgemein als Schweinegrippe bezeichnet. Tatsächlich erkrankte bisher kein Schwein an der erstmals in Mexiko gehäuft aufgetretenen Grippe. Beim neuen Virus handelt es sich um eine Kombination aus zwei Schweineviren, einem Geflügel- und einem Menschenvirus, das sich durch Tröpfcheninfektion beim Husten oder Niesen und durch die Berührung verunreinigter Oberflächen verbreitet. Der Krankheitsverlauf ist ähnlich wie bei einer saisonalen Grippe, zusätzlich können Erbrechen und Durchfall auftreten. Bei Risikogruppen wie Schwangeren, Kindern oder älteren Menschen besteht eine erhöhte Komplikationsgefahr. Es wird befürchtet, dass das Virus A(H1N1) mutieren und damit auch gefährlicher werden könnte.
Was tun beim Reisen?
Grundsätzlich rät das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) nicht von Reisen ab. Es empfiehlt sich aber auf jeden Fall, vor der Reise die nationalen und internationalen Gesundheitshinweise aus verlässlichen Quellen wie dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) zu konsultieren.
Einige Länder führen bei Einreisenden Gesundheitskontrollen durch. Manche messen die Körpertemperatur, anderswo werden Menschen, die aus einem Risikogebiet einreisen, unter Quarantäne gestellt. Aktuelle Informationen hierzu erteilen die ausländischen Botschaften und Konsulate. Eine Liste ist auf der Internetseite des EDA zu finden.
Im Ausland informieren die Medien über die aktuelle Situation, die sich schnell ändern kann. Reisende, die aus Angst vor dem Virus ihre Reise absagen, müssen damit rechnen, Annullierungs-Kosten zu zahlen, sofern sie nicht eine Versicherung mit einer entsprechenden Deckung abgeschlossen haben. Bereits erkrankte Personen sollten zuhause bleiben oder ihre Reise verschieben. Falls Sie in den Ferien erkranken, sollten Sie im Hotelzimmer bleiben, bis Sie auskuriert sind. So verhindern Sie, dass die Grippe weiter verschleppt wird.
Hinweise des Bundesamts für Gesundheit befolgen
Aufgrund der hohen Ansteckungsgefahr ist es ratsam, die Hinweise des Bundesamts für Gesundheit zu befolgen. Grundsätzlich empfiehlt es sich, regelmässig die Hände mit Seife zu waschen, auf Händeschütteln, Umarmungen sowie Küssen zur Begrüssung zu verzichten und sich wenn möglich von Gruppen mit Grippesymptomen fernzuhalten (1 m Abstand). Beim Husten und Niesen ist stets ein Taschentuch zu benutzen, das sofort entsorgt wird. Als Alternative können Sie Mund und Nase mit dem Ellbogen bedecken. Die Berührung der Schleimhäute von Augen, Nase und Mund, von wo die Viren in den Körper eindringen, sollte man vermeiden. Zur Sicherheit können Reisende Hygienemasken vom Typ II bzw. Typ IIR mit in die Ferien nehmen. Von der prophylaktischen Einnahme von Grippemitteln wird hingegen dringend abgeraten. Sobald der Impfstoff zur Verfügung steht (voraussichtlich ab Herbst 2009, siehe www.pandemia.ch), kann eine Impfung Schutz gewähren. Der Genuss von Schweinefleisch ist unproblematisch.
Wenn Sie nach Ihrer Rückkehr aus den Ferien Symptome aufweisen wie Fieber über 38 Grad Celsius, Schüttelfrost, Gliederschmerzen, Husten, Schnupfen, Schwindelgefühl oder gar Durchfall und Erbrechen, sollten Sie einen Arzt kontaktieren. Dies gilt insbesondere für Risikogruppen. Geben Sie auch Auskunft über Ihre Reiseroute. Bleiben Sie zuhause, um eine Ansteckung weiterer Personen zu vermeiden.
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