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zur Vorbereitung und unterwegs

Sicherheit

Viele Reisende fühlen sich zunehmend verunsichert. Immer mehr sind sie heute von Katastrophen und Epidemien betroffen oder werden zur Zielscheibe von Attentaten. Kein Wunder, begeben sich doch weltweit jedes Jahr mehr Menschen auf Reisen. Und jede Reise ist mit Risiken und Unsicherheit verbunden. Als informierte Reisende können Sie Gefahren vermeiden:

Konsultieren Sie in jedem Falle die Sicherheitshinweise des Eidgenössischen Departements für Auswärtige Angelegenheiten (EDA). Wer die Hinweise nicht beachtet und trotz ausdrücklicher Warnung des EDA in ein Gebiet reist, läuft Gefahr, bei einem Vorfall keine Leistung der eigenen Versicherungen zu erhalten.

Informieren Sie sich zusätzlich in den Medien über die politische Lage in Ihrem Reiseland. Das EDA stellt seine Sicherheitshinweise aufgrund eigener Quellen zusammen. Verantwortliche aus der Reisebranche und vor allem aus den betroffenen Tourismusländern kritisieren dieses Vorgehen, da ihrer Meinung nach mit "einseitigen" Informationen Tourismusgeschäfte verhindert werden.

Sicherheit lässt sich nicht einfach delegieren. Sie liegt in der Verantwortung aller Beteiligten: der Internationalen Organisationen, der Regierungen, der Tourismusunternehmen - aber besonders auch der Reisenden selbst. Reisende sind dort am sichersten, wo auch die Bevölkerung Sicherheit geniesst und vom Tourismus profitiert. Wählen Sie deshalb Unterkünfte und Ausflugsangebote, die von einheimischen Gemeinschaften getragen werden. Beherzigen Sie Ratschläge von Einheimischen und nehmen Sie die kundige Führung von lokalen ReiseleiterInnen in Anspruch. Mehr dazu unter Länder oder unter Wahl von Angeboten.

Denken Sie daran, dass Sie – auch wenn Sie in der Schweiz nicht zu den Begüterten gehören – als Gast in fast allen Ferienorten das wirtschaftliche Gefälle zwischen Nord und Süd, zwischen reichen Zentren und abgelegenen Regionen verkörpern. Kein Wunder, werden TouristInnen, die Schmuck zur Schau tragen, Handtäschchen frei baumeln und ihre Portemonnaies generös aus der Hosentasche ragen lassen, leicht zur Beute von Taschendieben. Lassen Sie Ihre Habe fahren, bevor Sie schlimmer verletzt werden – besser noch, stellen Sie sie nicht unnötig zur Schau.

Gemäss der Umfrage einer grossen Reiseversicherung werden Unruhen und Terror im Zielgebiet tatsächlich, stärker als noch vor einiger Zeit, als die grössten Sicherheitsrisiken wahrgenommen. An zweiter und dritter Stelle folgen Unfall und Krankheit. Diesen können Sie mit ausreichender Gesundheitsvorsorge und einem guten Versicherungsschutz vorbeugen.

Lesen Sie zum Thema Sicherheit auch den fairunterwegs-Newsletter vom Januar 2011.


Flugsicherheit


Fliegen ist die vergleichsweise sicherste Form des Reisens. Trotzdem geschehen immer wieder Unfälle, die auch auf mangelnde Sicherheitsnormen zurückgeführt werden können. Mit der Einführung von weltweit harmonisierten Sicherheitsstandards für Fluggesellschaften möchte die IATA, die International Air Transport Association, die Sicherheit im Flugverkehr weiter verbessern. Die Latte ist hoch gesetzt, entscheidend ist jedoch die Umsetzung, die auch in einigen europäischen Staaten mangelhaft und der nationalen Willkür überlassen ist.

Die EU hat eine Black List erstellt, in welcher die generell unsicheren Fluggesellschaften, die ein Landeverbot im EU-Raum haben, verzeichnet sind. Auch die Schweiz hat die Liste der EU übernommen und wirkt bei deren Aktualisierung mit.


Letzte Aktualisierung: 23.05.2012