rss
tip a friend
print
spenden

Aktion

Für einen fairen Austausch mit Palästina

 

 


- auch im Tourismus!


Informieren Sie sich jetzt über die vielen neuen Initiativen und Möglichkeiten

Partner

Einsatz für Menschenrechte

Eine Bushaltestelle für dich, keine Bushaltestelle für mich - 25 Januar 2012

25. Januar 2012

Weihnacht ist vorbei. Die nachfolgende traurige Szene, auch wenn sie am letzten Weihnachtstag, dem 24.Dezember 2011 stattgefunden hat, wird sich nicht das letzte Mal abgespielt haben:

"Teil unserer Reise von Bethlehem nach Jerusalem an Weihnachten beinhaltet das Warten auf einen Minibus an einer grossen Kreuzung. Es regnet in Strömen. Es gibt eine überdachte Bushaltestelle, die jedoch von einem israelischen Soldaten bewacht wird. Wir werden ermahnt, nicht in der Bushaltestelle zu warten, da sie nur für Israelis, vorab israelische SiedlerInnen, bestimmt sei. Wir müssen uns also neben die Bushaltestelle begeben. Ein junger Palästinenser wartet neben uns, da kommt der Soldat aus der Bushaltestelle heraus und befiehlt dem Palästinenser, sich noch weiter von der Bushaltestelle wegzubewegen. Da stehen wir nun also im strömenden Regen, der junge Palästinenser, eine weitere palästinensische Familie mit vier Kindern, und mit ihnen wir selbst, die MenschenrechtsbeobachterInnen, wartend auf den Minibus, während eine israelische Siedlerin mit dem Soldaten in der geschützten Bushaltestelle auf den israelischen Bus wartet." (diese Szene hat meine irische Teamkollegin Jenny erlebt)

Ich persönlich begegne tagtäglich den ungerechten Auswirkungen von zwei separat angewendeten Rechtssystemen in der Westbank: Israelis, welche das israelische Zivilrechtssystem geniessen, und daneben PalästinenserInnen, die unter dem israelischen Militärrechtssystem leben – seit 44 Jahren. Unabhängig davon, ob dieses System offiziell durch Sicherheitsgründe und daher als temporär gerechtfertigt, oder als permanent beschrieben wird – für jede/n PalästinenserIn unter 44 Jahren, der/die unter der Besatzung geboren wurde, ist dies die einzige Lebensweise, die sie kennen. Nicht wenige sind unter derselben Besatzung gestorben, in die sie hineingeboren wurden. Ihnen war es verwehrt, je das Leben eines freien und selbstbestimmten Menschen leben zu dürfen.

Kategorie:
Blog, Israel, Palästina

Permalink: Eine Bushaltestelle für dich, keine Bushaltestelle für mich - 25 Januar 2012 | trackback

Hinterlasse eine Nachricht

CAPTCHA-Bild zum Spam-Schutz  


Letzte Aktualisierung: 23.05.2012