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Kolumbien - Dienstag 10 November 2009: Besuch beim Projekt "Derechos de infancia"
Unser heutiges Programm besteht hauptsächlich aus dem Besuch eines Projektes von der Corporacion Region ausserhalb der Stadt.
Um 9 Uhr ist Treffpunkt im Büro. Nach einem Kaffee und einer kurzen, aber üblichen Wartezeit auf die Projektverantwortlichen Diego und Linda, starten wir unseren Trip in die unbekannte Gegend mit unserem Mietwagen. Unsere Fahrt dauert ungefähr eine halbe Stunde, zu kurz um sich vom bereits ein wenig vertrauten Zentrum in die ausserhalb und höher gelegenen Armentviertel zu gewöhnen.
Je länger wir nach oben fahren, desto mehr fallen uns die unfertigen Backsteinhäuser und die unebenen Strassen auf, welche zur wunderschönen Natur und den verschiedenen Grüntönen im Kontrast zu stehen scheinen.
Endlich angekommen, halten wir vor einem kleinen Haus am Hang des Hügels an. Wir befinden uns in einem Quartier in dem Menschen leben, die aus anderen Gegenden vertrieben wurden und sich hier niedergelassen haben. (desplasados) Die Häuser oder „Blechhütten“ in denen sie hausen, werden selbstgebaut ohne staatliche Bewilligung.
Deshalb lehnt der Staat auch jegliche Verantwortung ab, wenn es um die Frage geht, warum diese Menschen nicht mit sauberem Wasser versorgt werden und die Stromzufuhr nicht existiert. Offiziell existieren diese Siedlungen gar nicht.
Diego erzählt uns, dass die Corporacion Region ein Projekt auf die Beine gestellt hat, welches diese Menschen unterstützt und den Staat auf die Problematik aufmerksam macht.
„Derechos de infancia“ ist ein Projekt, welches 350 Kinder vom Quartier Bello Oriental täglich von 8 bis 12 betreut und ihnen eine Alternative zur Strasse und Einsamkeit anbietet.
Es handelt sich um Kinder zwischen 5 und 14 Jahren, welche aus diversen Gründen nicht zur Schule gehen. Sei es weil sie sich die Schulbücher und –uniformen nicht leisten können, weil sie arbeiten und im jungen Alter ihre Familien mitfinanzieren müssen, oder aber aus Willkür nicht gehen. Eigentlich besteht auch in Kolumbien „Das Recht auf Bildung“.
Die Kinder werden auf eine spielerische Art unterhalten, die sie den grauen Alltag einwenig vergessen lassen sollen und sie werden, wenn sie es wollen, auf den Einstieg in die Schule vorbereitet, sowohl pädagogisch als auch finanziell. Sich ein Schulbuch nicht leisten zu können, sollte kein Grund sein, nicht in die Schule gehen zu dürfen.
Wir betreten einen kleinen Raum. Wir spüren kurze skeptische Blicke als wir eintreten, doch schon kurz darauf laufen schon die ersten Kinder mit einer Umarmung auf uns zu, als sie unsere beiden Begleiter Diego und Lida aus der Corporacion wieder erkennen.
Ca. 20 Kinder sind in Gruppen im ganzen Raum verteilt und basteln. 2 Praktikantinnen, wie uns mitgeteilt wird, haben einen Bastelprogramm zusammengestellt und zeigen ihnen wie es überhaupt geht.
Wir werden von ein paar intressierten Kindern mit Fragen bombardiert. Sie wollen wissen was wir für eine Sprache sprechen, woher wir kommen und wir werden zum Singen in der für sie völlig fremden Sprache aufgefordert. Mirjam singt „Happy Birthday“ auf Englisch, Lilly „alle meine Entchen“ auf Deutsch.
Danach begeben wir uns wieder auf die Strasse und Diego schlägt vor, durch das Quartier Bello Oriental zu gehen, um uns ein Bild davon zu machen.
Wir sehen wie Strassengraben umgebaut werden, für den sauberen Wasserzufluss in die Quartiere weiter unten. Diese Siedlung in der wir uns befinden wird nicht berücksichtigt und hat nur dreckiges Wasser zur Verfügung.
Diego erzählt uns, dass zwar der Boden auf dem sich diese Leute bewegen der Stadt Medellin gehört, jedoch werden von selbsternannten Quartierchefs Grundstücke an neue Einwohner verkauft, natürlich zu günstigerem Preis. Dies erhöht die Korruption und den Machtkampf unter den Einwohnern sehr stark, und führt zu Streitigkeiten die zum Teil mit Todesopfern enden.
Unser Spaziergang endet nach kurzer Zeit und somit auch der Besuch im Quartier.
Morgen werden wir ein weiteres Projekt von der Corporacion Region besuchen. Dieses widmet sich Kindern, welche nicht in die Schule gehen. Wir sind gespannt.
Ca. 20 Kinder sind in Gruppen im ganzen Raum verteilt und basteln. 2 Praktikantinnen, wie uns mitgeteilt wird, haben einen Bastelprogramm zusammengestellt und zeigen ihnen wie es überhaupt geht.Wir werden von ein paar intressierten Kindern mit Fragen bombardiert. Sie wollen wissen was wir für eine Sprache sprechen, woher wir kommen und wir werden zum Singen in der für sie völlig fremden Sprache aufgefordert. Mirjam singt „Happy Birthday“ auf Englisch, Lilly „alle meine Entchen“ auf Deutsch. Danach begeben wir uns wieder auf die Strasse und Diego schlägt vor, durch das Quartier Bello Oriental zu gehen, um uns ein Bild davon zu machen.Wir sehen wie Strassengraben umgebaut werden, für den sauberen Wasserzufluss in die Quartiere weiter unten. Diese Siedlung in der wir uns befinden wird nicht berücksichtigt und hat nur dreckiges Wasser zur Verfügung.Diego erzählt uns, dass zwar der Boden auf dem sich diese Leute bewegen der Stadt Medellin gehört, jedoch werden von selbsternannten Quartierchefs Grundstücke an neue Einwohner verkauft, natürlich zu günstigerem Preis. Dies erhöht die Korruption und den Machtkampf unter den Einwohnern sehr stark, und führt zu Streitigkeiten die zum Teil mit Todesopfern enden.Unser Spaziergang endet nach kurzer Zeit und somit auch der Besuch im Quartier.Morgen werden wir ein weiteres Projekt von der Corporacion Region besuchen. Dieses widmet sich Kindern, welche nicht in die Schule gehen. Wir sind gespannt.
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