Einsatz für Menschenrechte
Zu Weihnachten, im Schatten der Mauer 29 Dezember 2008
In Israel und den besetzten palästinensischen Gebieten schaut an Weihnachten jedermann, oder wenigstens die Leute mit christlichem Glauben, nach Bethlehem. Kaum ein Tourist verirrt sich an diesen Tagen nach Tulkarem, in den Nordwesten der Westbank. Von Hebron herkommend ist es somit auch schwierig, überhaupt einen Service zu finden, der in diese Richtung fahren will. – In Tulkarem haben wir uns durch Pfützen und Schlamm der Geshouri Fabrik (die, soviel wir wissen, Dünger herstellt), genähert. Diese befand sich ehemals in Israel, wurde aber dann, aus gesundheitsschädlichen Gründen, auf die andere Seite der Mauer, in die Westbank, verlegt. Meist weht der Wind vom Meer her und trägt die Schadstoffe hinweg in die Westbank. An den wenigen Tagen, an denen der Wind in Richtung Israel weht, wird der Fabrikationsprozess eingestellt. Zwischen Mauer und Fabrik liegt das Land der Bauernfamilie Fayyez al-Tanib. Der Himmel hat sich grau-schwarz verfärbt und bereits spüren wir die
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Mohammad - 28 Dezember 2008
Eine weitere persönliche Geschichte. Eigentlich sollte ich Hussein treffen, doch Mohammad, der mir den Kontakt vermitteln wollte, musste die Woche über in Ramallah arbeiten, darum suchte ich nach einer Alternative. Die Zeit lief mir davon, doch wollte ich auch keine Verlegenheitslösung. Und dann fiel mir auf, dass es jemanden gab über den ich schreiben konnte, auch ohne ein weiteres Mal mit ihm gesprochen zu haben. Mohammad. Sicherlich jemand, der schon hunderte von Interviews gegeben hat, der durch seine Arbeit und sein persönliches Engagement mittlerweile oft in der Öffentlichkeit steht – nicht unbedingt meine 'Zielgruppe', hatte ich doch den Wunsch eben mit denen zu sprechen, die sonst nicht gehört werden. Doch ging es dabei jemals um ihn, als Menschen? Bei den ersten Begegnungen mit Mohammad war dieser Mensch nicht zu sehen. Als Mitbegründer der "Stop the Wall Campaign" trafen wir ihn in erster Linie um mehr über die geplante Wiederaufnahme der Demonst
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Kinder - 27 Dezember 2008
Die Kinder einer Nation sind deren Zukunft, sie sind der Ausblick auf das Morgen, denn in ihre Hände legen wir den Fortgang unseres Daseins. Und sie sind unsere Unschuld, wie ein unbeschriebenes Blatt, auf dem sich die Spuren der Vergangenheit erst durch unser Zutun niederschreiben und sich vermischen mit ihrer Gegenwart, ihren Erlebnissen. Darum sehe ich Kinder als einen kostbaren Schatz und es ist an uns diesen zu hüten, sie zu behüten denn in ihrer Unschuld sind sie den Einflüssen ihrer Umgebung hilflos ausgeliefert, das schwächste Glied in der Kette. Doch wie kann man ein Kind behüten, das in einer Zwei-Klassen-Gesellschaft aufwächst, dessen Alltag geprägt ist von Ungleichheit, teilweise sogar von Unmenschlichkeit und Angst? Auch diese Frage stellte ich mir zunehmend, je länger ich mit den Menschen und den aus jeder Ecke hervorspähenden Kindern in Jayyous zusammen lebte. Die Bekanntschaft des Direktors der Sekundarschule für Jungen in Jayyous gab mir die Gelegen
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Weihnachtspaziergang in Bethlehem - 26 Dezember 2008
Nur eine Minderheit der Menschen in Bethlehem ist christlichen Glaubens und dennoch ist Weihnachten für alle ein grosses Thema. Die Strassen sind mit Lichterketten geschmückt und in den letzten Wochen fand fast täglich irgendwo in der Stadt ein Konzert statt. Kurz vor heilig Abend schlendern wir durch die Innenstadt. Am grossen Platz vor der Jesu Geburtskirche, dem Manger Square, leuchtet und blinkt die Weihnachtsdekoration, während junge Männer darunter auf improvisierten Schubkarren Maiskolben rösten und zum Kauf anpreisen.
Der Touristenstrom scheint grösser zu sein als in den Vorjahren. Die Hotels sind komplett ausgebucht. Es bleibt zu hoffen, dass breite Schichten von diesem kleinen Aufschwung profitieren können. Es wird viel über besondere Absprachen der Busunternehmen mit einigen wenigen grossen Souvenirläden gemunkelt. Umso mehr schätzen wir es kurz bei John & Mike, die einen kleinen La
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Gazastreifen - 25 Dezember 2008
Leider ist es uns nicht möglich, die Menschen im Gazastreifen zu besuchen und so müssen wir uns auf virtuelle Kontakte beschränken. Folgendes Gedicht habe ich im Sommer erhalten und es hat mich sehr berührt; wissend, dass es von einer jungen Frau stammt welcher jegliche Zukunftsaussichten versperrt bleiben. Das Bild zeigt einen Israeli, der anlässlich einer Demonstration gegen die Abriegelungspolitik Essen an den Erez-Kontrollpunkt trägt.
„Mein lieber Gazastreifen Rubrik: Blog, Israel, Palästina | Keine Kommentare:
Ich würde gerne mehr tun als meine Gefühle für Gaza, Palästina nur in wenigen Worten auszudrücken.
Während die Wellen deiner See zu Tränen werden...
Während deine Landwirtschaft zu Wüste wird…
Während die Strasse zu Bomben werden…
Lass einen Hoffnungsschimmer… ein Lichtstrahl verbreiten
Obwohl der Himmel dunkel erscheint, glaube an die Zukunft
Der Sturm wird vorübergehen, die Wolken werden weiter wandern




