Service
Engagement für Menschenrechte, Entwicklung und Umwelt: Freiwilligen- und Friedenseinsätze
Amanecer
Amanecer ist ein von einer katholischen Ordensschwester 1981 gegründetes Hilfswerk für Strassenkinder in Cochabamba/Bolivien. Es wird praktisch ausschliesslich durch Spenden finanziert. Ein Freiwilligeneinsatz beinhaltet die Arbeit mit Strassenkindern, Klassenhilfe, Bau und Sport und dauert im Minimum 6 Monate. Die Arbeit ist sehr abwechslungsreich und erfordert eine reife Persönlichkeit, die spanisch spricht, Kinder mag und sich flexibel auf ein anderes kulturelles Umfeld einlassen kann. Kosten: Amanecer bietet Kost und Logis, der Rest (Reise, Visum, Gesundheit, Kranken- und sonstige Versicherungen) geht auf Kosten der Freiwilligen.
HorYzon
Christliche Vereine Junger Männer und Frauen (YMCA und YWCA) werden in ihrem Engagement für eine gerechte Entwicklung durch HorYzon unterstützt. Die Organisation zeichnet für die internationale Zusammenarbeit des Cevi Schweiz verantwortlich. Unter dem Motto "Weiter sehen - weiter gehen" entwickelt HorYzon weltweit Projekte vor allem im Bereich Bildung.
Ab 19 Jahren können sich aktive Cevi-Mitglieder ihrer persönlichkeitsbildenden Herausforderung fern der Heimat stellen. Wer sich von kulturellen, wirtschaftlichen und religiösen Unterschieden herausgefordert fühlt und wem es Freude bereitet, anderen Menschen zu helfen, kann sich auf die Volontäreinsätze rund um den Globus bewerben.
HorYzon vermittelt ausserdem an Cevi-LeiterInnen ab 19 Jahren Volontäreinsätze in Europa (Programm Volunteers for Europe) und in Cevi-Partner in Asien und Lateinamerika.
Weiterführende Informationen direkt beim Veranstalter: HorYzon, Florastrasse 21, CH-4600 Olten
Peace Brigades
VerteidigerInnen der Menschenrechte stehen überall auf der Welt an vorderster Front, wenn es darum geht, Frieden und demokratische Freiheiten zu erkämpfen. Sie machen sich zum Fürsprecher benachteiligter Gruppen, sie prangern Menschenrechtsverletzungen an und fordern deren Bestrafung. Das Engagement von AnwältInnen, GewerkschafterInnen, FrauenrechtlerInnen oder UmweltschützerInnen ist so manchem Machthaber ein Dorn im Auge. Für ihren Mut bezahlen die AktivistInnen oft einen hohen Preis. Sie verschwinden, werden ins Gefängnis gesteckt oder ermordet.
Mit der Entsendung von Freiwilligen-Teams kann PBI Gewaltübergriffe gegen VerteidigerInnen der Menschenrechte wirksam verhindern. Das ermöglicht den AktivistInnen die Weiterarbeit und schafft Freiräume für gewaltfreie Konfliktlösungen.
PBI ist zurzeit in Kolumbien, Indonesien, Guatemala, Mexiko und Nepal tätig. Jährlich sind 80 Freiwillige in den Projektländern aktiv, darunter auch sieben aus der Schweiz.
Teammitglieder müssen mindestens 25 Jahre alt sein, Englisch oder Spanisch beherrschen und sich für einen einjährigen Einsatz bereit erklären (Indonesien 18 Monate). Interesse an gewaltfreier Konfliktlösung ist Voraussetzung. Infoveranstaltungen und Trainingswochenende finden jeweils 2x jährlich statt. Die aktuellen Daten werden zu gegebener Zeit auf der Homepage publiziert. Jedes Teammitglied durchläuft ein situationsbezogenes Trainingsprogramm und wird von PBI-Schweiz begleitet.
Kosten: Die Freiwilligen übernehmen die Vorbereitungskosten, der Rest wird von Peace Brigades International übernommen.
Weitere Informationen und Anmeldung: Peace Brigades International PBI-Schweiz, Gutenbergstrasse 35, CH-3011 Bern
Peace Watch Switzerland
Peace Watch Switzerland (PWS) entsendet BeobachterInnen zur Begleitung von Dorfgemeinschaften in Konfliktgebieten in Chiapas, Palästina, Guatemala. Ziel ist, durch die internationale Präsenz einen Beitrag zur Verhinderung gewalttätiger Übergriffe auf die Zivilbevölkerung zu leisten. Peace Watch Switzerland sucht freiwillige BeobachterInnen in der Schweiz, bildet sie aus und entsendet sie für zwei oder drei Monate in eines der Projekte. Die Präsenz der BeobachterInnen besteht darin, die Dorfbevölkerung in ihrem Alltag zu begleiten. Bedrohte Menschen können vermehrt ihrer täglichen Arbeit nachgehen und ruhiger schlafen.
Aus den Einsätzen bringen die BeobachterInnen einen reichen Schatz an Eindrücken mit nach Hause. In Zeitungsartikeln, Vorträgen, Semester- und Diplomarbeiten werden diese Erfahrungen festgehalten. Dadurch tragen sie in der Schweiz zur Sensibilisierung der gewaltfreien Konfliktlösung und der Friedensarbeit bei.
Bei den 6mal pro Jahr stattfindenden Informationsveranstaltungen arbeitet PWS mit Peace Brigades International zusammen. Sie unterscheiden sich vorwiegend in der Dauer der Einsätze. Dies widerum hat natürlich Auswirkungen auf die Arbeit vor Ort.
PWS legt Wert auf eine gute Vorbereitung: Insgesamt sechs Tage lang (in zwei oder drei Blöcken) lernen AnwärterInnen viel über das Land, die Konflikte und den eigenen Umgang mit Konflikten sowie die Arbeit, die vor Ort zu tun ist.
Kosten: Unterkunft und Verpflegung während der Vorbereitung/Nachbereitung, Reisekosten
Weitere Informationen und Anmeldung: Peace Watch Switzerland, Quellenstrasse 31, CH-8005 Zürich
Schutzwald e.V.
Die Entwicklungszusammenarbeits- und Umweltschutzorganisation arbeitet mit Familien, Gemeinden und Umweltschutzorganisationen in Ecuador und Peru zusammen, die ihren tropischen Wald zum "Schutzwald" erklärt haben oder unter Schutz zu stellen beabsichtigen. Schutzwald e.V. vermittelt zum einen Studierende oder junge Fachleute aus den Bereichen Biologie, Ökologie, Ethnologie usw., welche den Wald und die Kultur vor Ort kennen lernen wollen, an verschiedene Gemeinden in Ecuador und Peru. Sie werden für diese Gemeinden Daten zu den Wäldern, die unter Schutz gestellt werden sollen, erfassen. Es besteht auch die Möglichkeit, wissenschaftliche Arbeiten vor Ort zu verfassen. Zum anderen werden VolontärInnen gesucht, die in den Dörfern zum Beispiel beim Bau traditioneller Häuser oder bei der nachhaltigen Regenwaldbewirtschaftung mithelfen, in der Schule unterrichten und dabei die lokale Kultur kennen lernen wollen, oder die kommunalen Organisationen bei der Durchsetzung ihrer ökologischen Ziele unterstützen. Spanisch und Englisch solltet ihr können oder gleich einen Sprachkurs belegen. Nach dem Einsatz schreibt ihr einen Erfahrungsbericht, der auf der Schutzwald-Homepage veröffentlicht wird. Es gibt Vorbereitungstreffen, für die Nachbearbeitung besteht das Angebot der regelmässigen Vereinstreffen. Während des Einsatzes werden die TeilnehmerInnen per e-Mail von Deutschland aus und vor Ort von geübten ProjekteleiterInnen betreut.
Kosten: An- und Rückreise, Versicherung, Gesundheitsvorsorge, Kost und Logis (3-7 Euro pro Tag und Person), Mitgliederbeitrag von 10 Euro/Jahr,
Weitere Informationen und Anmeldung: Schutzwaldverein e.V., Ob den Rainen 5, D-78315 Radolfzell am Bodensee
Voyage-Partage
Voyage-Partage – ein Programm der Missionskonferenz – ermöglicht Personen zwischen 20 und 30 Jahren einen Kurzzeit-Einsatz in einem Projekt von verschiedenen Missionsinstituten oder in den Ortskirchen Lateinamerikas, Afrikas oder Asiens. Unter dem Motto „anders reisen – anders mitleben – anders erleben“ teilt ihr während 4-12 Monaten das Leben der einfachen Bevölkerung in einem katholischen Umfeld. Ihr erlebt den gemeinsamen Alltag, erfahrt und erlernt Wertschätzung einer anderen Lebensweise (Kultur) und könnt euch durch eure konkrete Mitarbeit selbst einbringen. Dabei soll das weltweite Verantwortungsgefühl durch die gelebte Solidarität geweckt werden.
Für ein Voyage et Partage-Praktikum bewerbt ihr euch mit einem Motivationsbrief und einem persönlichen Dossier. Aus den Bewerbungen werden geeignete KandidatInnen ausgewählt. Voraussetzungen sind gute Kenntnisse der im Einsatzland gesprochenen Sprache, eine Vorbereitungszeit von 6 Monaten und die Offenheit gegenüber dem Christentum (Bereitschaft, an Gottesdiensten etc. teilzunehmen). Die Vor- und Nachbereitung ist anspruchsvoll, es werden nur 20 Personen pro Jahr vermittelt.
Kosten: Einschreibegebühr von 80 Franken, Kosten für Vorbereitungswochenenden und Treffen, Reisekosten und Versicherungen.
Weitere Informationen: Missionskonferenz, Voyage-Partage, Alpenquai 4, Postfach 3705, CH-6002 Luzern
