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Burma

08. November 2010

Burma: Kriegerische Auseinandersetzungen nach den Wahlen

Basel, 08.11.2010, akte/ Hilfsorganisationen hatten davor gewarnt, dass die Regierung ihre Angriffe auf die Rebellenarmeen der Grenzregion nach den ersten Wahlen nach 20 Jahren intensivieren würden. Doch niemand hatte so schnell damit gerechnet.

Eine Splittergruppe der Democratic Karen Buddhist Army, bekannt als Brigade 5, hatte eine Polizeistation und ein Wahlbüro in der Stadt Myawaddy besetzt, als Ausdruck ihrer Opposition gegenüber dem Plan der Regierung, die Armeeverbände der ethnischen Minderheiten in die Grenzwachttruppe der Regierung einzugliedern. Die Regierung antwortete mit Granatenbeschuss. Die Kämpfe begannen heute Vormittag um neun Uhr ein und dehnten sich von da auf die südliche Stadt Pyathonzu aus. Soldaten der DKBA gaben an, sie würden Regierungsgebäude angreifen, während sich die Soldaten der Regierungsarmee am Rande der Stadt sammelten, die gegenüber dem thailändischen drei Pagoden-Pass Sangkhla Buri auf burmesischer Seite liegt. "Wir haben die Kontrolle über die Büros des Police Special Intelligence Department und der Military Affairs Security", erklärte ein Offizier per Mobiltelefon gegenüber dem oppositionellen Sender Democratic Voice of Burma. "Die Büros des Informationsministeriums und des Bauministeriums werden ebenfalls angegriffen." Der Angriff auf die Regierungsgebäude sei von der obersten Armeeführung gekommen, berichtete er weiter: "Sie lagern dort alle Informationen über die Verschwörungen gegen uns." Der Führer der DKBA, Brigadegeneral Na Kham Mwe sagte, 200 Truppen, die in die Grenzwachttruppe der Regierung eingegliedert worden waren, seien zur DKBA übergelaufen.

Mindestens 12'000 Angehörige von Burmas ethnischen Minderheiten sind heute vor den kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Regierung und der Demokratic Karen Buddhist Army (DKBA) über die Thailändische Grenze geflohen. Thailand hat Truppenverbände entlang der burmesischen Grenze zusammengezogen, denn die Granaten der Regierungsarmee schlagen auch auf Thailändischer Seite ein.

Kitty McKinsey, Sprecherin für das UNO Hochkommissariat für Flüchtlinge UNHCR, erklärte, die thailändische Armee bringe die burmesischen Flüchtlinge an einen Ort in der Nähe des Mae Sot Flughafens. Es fehle an genügend Wasser und an Nahrungsmitteln.

Lesen Sie auch:

Quelle: Democratic Voice of Burma, 08.11.2010, www.dvb.no ; BBC, 08.11.2010, www.bbc.co.uk ;

AutorIn: Nina Sahdeva, arbeitskreis tourismus & entwicklung, Basel

Kategorie: Brennpunkt Tourismus, Burma, Indigene Völker, Jung & Fair, Krisen – Krieg & Katastrophen, Menschenrechte


 

Letzte Aktualisierung: 24.05.2012