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Burma

Auszug aus dem Jahresbericht 2009 von Amnesty International

Im Februar kündigte die Regierung für das laufende Jahr ein Referendum über einen Entwurf für eine neue Verfassung an und für 2010 Parlamentswahlen. Im Mai - nur eine Woche vor dem Termin des Referendums - verwüstete der Zyklon Nargis einen Teil des südlichen Burma*. Etwa 2,4 Mio. Menschen waren von dieser Naturkatastrophe betroffen. Sie forderte mindestens 84 500 Todesopfer und über 19 000 Verletzte, fast 54 000 Menschen galten als vermisst. Die Regierung verzögerte die Hilfslieferungen für die Opfer, verknüpfte sie z.T. mit Bedingungen oder beschlagnahmte die Güter und verweigerte ausländischen Helfern die Einreise. Nach einem Besuch des UN-Generalsekretärs Ende Mai gelangte zwar mehr Hilfe ins Land, doch die Regierung behinderte weiter die Aufbauarbeiten und zwang Überlebende zum Verlassen ihrer Behelfsunterkünfte.
Ende 2008 gab es in Burma über 2 100 politische Gefangene. Viele von ihnen waren nach den Massendemonstrationen vom Herbst 2007 in unfairen Verfahren zu Freiheitsstrafen verurteilt worden. Die militärische Offensive gegen die Minderheit der Karen im Osten des Landes ging bereits ins vierte Jahr und war als Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu werten.

 

Lesen Sie den vollständigen Jahresbericht bei amnesty international Deutschland.

*Burma oder Myanmar: Die Länderbezeichnung Myanmar in der Originalmeldung wurde wo möglich durch Burma ersetzt: 1989 beschloss die Militärjunta, das südostasiatische Land in Myanmar umzutaufen. Die Nationale Liga für Demokratie rund um Aung San Suu Kyi hat diesen Beschluss abgelehnt. Die UNO hat den Namen übernommen, viele Länder sagen weiterhin Burma. Grundsätzlich sagt Myanmar, wer die Junta akzeptiert. Wer die Junta ablehnt, verwendet weiterhin den Namen Burma. [Anmerkung der fairunterwegs-Redaktion]

 

Lesen Sie auch: "Burma: Keine Ferien auf Einladung der Generäle!" Themendossier der Schweizer NGO-Koalition zum "Visit Myanmar Year' 96", laufend ergänzt mit Beiträgen bis 2006.
pdf dt S. 1-37 (6,6 mb), S. 38-67 (5 mb)
pdf französisch (4,6 mb)

 

Letzte Aktualisierung: 30.07 2010