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und zum weltweiten
Tourismusgeschehen


Tipps für die
Reisevorbereitung und zur
Einstimmung auf Ihr Reiseziel


Antworten auf knifflige
Fragen zum Thema sozial-
und umweltverträglich Reisen

Dominikanische Republik

Blickwechsel

Wechseln Sie die Perspektive. Wir stellen Ihnen Personen vor, die Ihnen auf Ihrer Reise begegnen könnten. Menschen, die Sie im fremden Land herumführen, Ihnen das Essen servieren, Ihnen Souvenirs verkaufen, Sie im Taxi fahren oder das Hotel besitzen, in dem Sie übernachten – und vom Verdienst aus dem Tourismus leben. Erfahren Sie, wie diese Menschen die Begegnungen mit den Reisenden erleben, was sie sich vom Tourismus erhoffen und welche Träume und Pläne sie haben.

Serviererin in Punta Cana

Punta Cana, Badeort in der Dominikanischen Republik – Cándida serviert dort in einem der drei luxuriösen Restaurants eines Fünf-Stern-Hotels. Eine Nacht kostet zwischen 230 und 400 US Dollar. Mehr also, als Cándida monatlich verdient. Sie hat nicht selten elf Stunden am Tag Dienst. In der spärlichen Freizeit kann sie außer zum nahen Supermarkt nirgendwo hin. In der Hotelanlage darf sie sich nicht aufhalten. Bleibt noch das Zimmer, doch die Personalunterkünfte sind düster und bloß mit einer dünnen Wand unterteilt. Cándida beklagt sich nicht; ihre Freundinnen, die in den zollfreien Produktionszonen arbeiten, verdienen noch viel weniger und leben auch nicht besser. Cándida bleibt stets freundlich insbesondere zu den Gästen, damit sie ihre Einkünfte mit Trinkgeldern aufbessern kann. Bald erwartet sie ein Kind. Da niemand hier einen richtigen Arbeitsvertrag erhält, ist der Mutterschaftsurlaub, der ihr theoretisch zusteht, alles andere als garantiert. Sie weiß: nimmt sie ihn, wird sie entlassen – fristlos. Eine Kündigungsfrist ist nicht geregelt und StellenbewerberInnen hat es genug.

Ester De la Cruz - Tischzuweiserin im Fünf-Stern-Hotel

Du bist wirklich noch nicht lange hier", meint Ester De la Cruz lachend. "Niemand erhält hier einen Arbeitsvertrag. Eine Kündigungsfrist gibt es auch nicht. Wenn die mich nicht mehr wollen, können sie mich heute noch nach Hause schicken. Und wenn ich nicht mehr will, kann ich gehen. Das werde ich auch tun, sobald ich eine bessere Arbeit gefunden habe." [weiterlesen]

 

Letzte Aktualisierung: 08.02.2012