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06. Februar 2012

Galapagos: TouristInnen schleppen Resistenzen ein

Invasion gefährlicher Bakterien auf Leguanen und Schildkröten

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Ecuador

05. Januar 2012

Ecuador will den Touristenstrom nach Galapagos besser steuern

Wegen ihrer einzigartigen Artenvielfalt stehen die Galapagos seit 1959 unter Schutz. Doch der wachsende Touristenstrom gefährdet Pflanzen und Wildtiere und belastet das Ökosystem. 2007 drohte die Unesco, Galapagos auf die Rote Liste zu setzen. Das hat gewirkt. Ab Februar 2012 gelten neue Regeln für den Besuch der Galapagos-Inseln.

Basel, 05.01.2011, akte/ Reiseveranstalter haben bis Februar 2012 Zeit, ihr Programm auf die neuen Regeln bezüglich Kreuzfahrtrouten um und Landbesichtigungen auf den Galapagos-Inseln abzustimmen. Mit den neuen Gesetzen und Regeln sollen die Wildtiere und die Pflanzenwelt auf den Inseln besser geschützt werden. 

Nach der neuen Ordnung des Galapagos-Nationalparks müssen sich die Gäste Kreuzfahrtschiffe mindestens drei Tage und vier Nächte auf einer Insel aufhalten. Sie zahlen eine doppelt so hohe Eintrittsgebühr, und die Schiffe müssen strengen Umweltauflagen entsprechen. Ecuador beeilte sich klarzustellen, die Regulierung richte sich vornehmlich an die Schifffahrtsbetreiber und Reiseveranstalter. Diese müssten ab 1. Februar Galapagosreisen anbieten, die 15 Tage und 14 Nächte dauern und maximal vier Stationen enthalten. Jede Station darf pro Rundreise nur einmal angelaufen werden, mit Ausnahme der Darwin Forschungsstation auf der Insel Santa Cruz. Ziel der neuen Regulierung sei es, an 15 der heute meistbesuchten Anlegestellen die Anzahl der Besucher zu reduzieren, allen Booten gleichen Zugang zu bieten, die Nutzung bisher ungenutzter Zonen zu erhöhen und die Gesamtbesucherzahl durch das Verbot von Kurzbesuchen zu reduzieren. 

Während der letzten 14 Jahre konzentrierte sich der Besucherstrom auf Galapagos vornehmlich auf die drei Inseln Isabela, Santa Cruz und San Cristobal. Die Besucher sollen durch die Öffnung weiterer Inseln besser verteilt werden, und die Änderung der Kreuzfahrtfrequenzen soll den Treibstoffausstoss und die von den Yachten, Booten und Schiffen anfallende Verschmutzung verringern. Mit dem neuen System werden die Häfen von Santa Fe und Tagus Cove wieder zugänglich. Auf den Inseln Española, Genovesa und Fernandina werden neu kleinere Boote zugelassen, was den BesucherInnen die Besichtigung seltener Arten wie des Rotfusstölpels, des Albatros, des flügellosen Kormorans und verschiedener Spottdrosselarten erlaubt. 

Die neue Parkordnung und die Naturschutzmassnahmen gehen Hand in Hand mit dem von Ecuador entwickelten Konzept des "bewussten Tourismus". In dieses Konzept sind frühere Strategien wie die des "nachhaltigen Tourismus" oder des "ethischen Tourismus" aufgegangen. Der bewusste Tourismus soll die Chance einer persönlichen Erfahrung von Freundschaft, Respekt und Liebe bieten, die zu innerem Wachstum führt. 

Mit dem "bewussten Tourismus" leitet Ecuador die Reisenden dazu an, das Land so zu besuchen, dass die Umwelt und die einheimische Bevölkerung respektiert werden. So sollen die guten Aspekte eines Austausch zwischen der gastgebenden Bevölkerung und den Reisenden verstärkt und die Lebenssituation der Ecuadorianer durch das neuartige Erleben ihres eigenen Natur- und Kulturerbes verbessert werden. 

Quellen: Ecuador to limit the number of visitors to the Galapagos. eTurbo News 11.11.2011 www.eturbonews.com ; Ecuador issues clarification of new Galapagos Islands regulations, eTurbo News 22.11.2011, www.eturbonews.com

AutorIn: Nina Sahdeva, arbeitskreis tourismus & entwicklung, Basel

Kategorie: Artenvielfalt/Biodiversität, Brennpunkt Tourismus, Ecuador, Good practice – verschiedene Ansätze, Jung & Fair, Nachhaltige Projekte, Parks – Schutzgebiete, Politische Rahmenbedingungen, Umwelt & Lebensgrundlagen, Wasser


 

Letzte Aktualisierung: 24.05.2012