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Ecuador

Blumen aus Ecuador

Die Max Havelaar-Stiftung Schweiz zeichnet mit ihrem Label Blumen aus Ecuador aus, die nach international anerkannten Fair Handels-Standards angebaut werden. Mirian Tacuri ist seit vier Jahren auf der Fairtrade-zertifizierten Blumenfarm angestellt und berichtet, was sich damit für sie und ihre Familie verändert hat.

Mirian Tacuri ist glücklich. Seit sie bei der Fairtrade-zertifizierten Blumenfarm Nevado in Ecuador angestellt ist, hat sich einiges in ihrem Leben verändert. Zum Guten. Der faire Handel war Mirian vor ihrer Arbeit bei Nevado kein Begriff. Nun weiss sie genau, wofür das Gütesiegel von Max Havelaar steht: "Wir Arbeiter sind etwas wert, das Management interessiert sich für unsere Meinung. Wir werden angehört und mit Respekt behandelt. Bei meinem früheren Job war das nicht so".

Mirian ist verheiratet und hat eine neunjährige Tochter. Besonders stolz ist sie, dass sie mit ihrem Lohn einen wichtigen Teil zum Unterhalt und der Ernährung ihrer Familie beitragen kann.
Als Mirian vor vier Jahren bei Nevado zu Arbeiten anfing, traute sie zunächst ihren Ohren nicht, als sie von den diversen Vorteilen hörte, die der faire Handel mit sich bringt: "Wir haben geregelte Arbeitszeiten. Wenn wir mehr arbeiten, wird es notiert und separat ausbezahlt. Was ich besonders schätze, sind die Projekte, welche mit der Fairtrade-Prämie umgesetzt werden. Davon profitieren nicht nur wir Arbeiter, sondern die ganze Region. Also auch Menschen, die nicht das Glück haben, auf einer Fairtrade-zertifizierten Farm zu arbeiten".

Die Arbeiterinnen und Arbeiter von Nevado nehmen regelmässig an Weiterbildungen teil. Die meisten drehen sich um Umweltschutz. So hat Nevado vor einiger Zeit ein Abfalltrennsystem eingeführt. Ausserdem werden Schulkinder mit Stipendien unterstützt, damit sie die Schule besuchen können. Nevado selber verfügt über ein eigenes Computerzentrum, in dem die Arbeiterinnen und Arbeiter den Umgang mit Word, Excel, Powerpoint und Internet lernen. Die örtliche Kinderkrippe wird ebenfalls durch die Fairtrade-Prämie unterstützt. Die Öffnungszeiten sind den Arbeitszeiten der Angestellten der Blumenfarm angepasst. So sind die Kinder die ganze Zeit über betreut.

Quelle: Max Havelaar-Stiftung Schweiz, 2008

 

Letzte Aktualisierung: 24.05.2012