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Auszug aus dem Jahresbericht 2009 von Amnesty International
Auf ethnische Konflikte und Übergriffe sektiererischer Gruppen gegen religiöse und sprachliche Minderheiten reagierte die Polizei entweder gar nicht oder mit exzessiver Gewalt. Auch 2008 gab es Proteste von Adivasi (Angehörige indigener Völker) und Kleinbauern gegen neue Industrialisierungsprojekte, die von den Behörden ohne Rücksprache mit den Betroffenen genehmigt wurden. Die Demonstranten sahen durch diese Projekte ihre Lebensgrundlage bedroht und befürchteten Zwangsumsiedlungen. Der schwelende Konflikt zwischen den Maoisten und der Regierung bzw. Milizen, die nach allgemeiner Ansicht von der Regierung unterstützt wurden, dauerte an.
Bei Bombenanschlägen kamen in verschiedenen Teilen des Landes Hunderte Menschen ums Leben. Die Regierung reagierte auf die Anschläge mit willkürlichen Festnahmen und der Folterung verdächtiger Personen. Nach den Anschlägen in Mumbai, bei denen im November 2008 mehr als 170 Menschen ums Leben kamen, verschärfte die Regierung die Sicherheitsgesetze und richtete eine zentrale Ermittlungsbehörde zur Untersuchung von Terroranschlägen ein.
Lesen Sie den vollständigen Jahresbericht bei amnesty international Deutschland.

