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Italien

Italien

Meine erste Italienreise machte ich mit 21. In einem Cinquecento bretterten wir 1000 Kilometer von München nach San Benedetto del Tronto – Ferienort an der Adria, fest in italienischer Hand. In der Pensione Sirena erstes Eintauchen in die italienische Küche – abseits von Pizza. Signora (Mama) Giacomozzi verstand ihr Handwerk meisterhaft. Ihr Mann und Tochter Antonietta bedienten die Gäste an fünf kleinen Tischen persönlich. Dann am Strand ein Minicrashkurs "Italienische zum Anfassen" – von der schönen Francesca aus Ascoli Piceno: occhio, naso, capelli... – bis heute unvergessen.
Abends ging es ins Cavallucio Marino, eine Art Freiluft-Disco. Erste Ideen von bella figura: Unsere Klamotten aus München waren hier schon "out".
Manchmal fuhren wir mit unserer italienischen Clique ins Hinderland. Am riesigen Tisch unter Sternenhimmel gemeinsames Essen mit Einheimischen. Es wurde kräftig gesungen. Jeder kam dran. Nabucco war meine Rettung: "Aus dem Dunkel erblick’ ich die Zukunft". Mich erstaunte die Europa-Begeisterung unserer Gastgeber.
Ein wirklich spannendes Land. "Wenn ich mit 50 Minister bin", so meine Freund, "machen wir am Strand 'ne Fete – mit Ochsen am Spiess." (Der Freund wurde professore – der Ochse blieb verschont.)
44 Jahre später: Italien ist spannend wie eh und je. Das zeigen auch die Beiträge dieses Magazins. Als ich sie las, wusst ich gleich: Ich muss wieder hin – vielleicht ganz in den Süden – an den Absatz des Stiefels.

Armin Vielhaber

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Inhaltsverzeichnis

Ich werde wiederkommen
Rom und Mailand – zwei Metropolen
Die Provinz lebt
Von Aeneas zur Republik
Kein Masterplan für den Süden
Neapel mit allen Sinnen
Vom Aus- zum Einwanderungsland
Politik – ein notwendiges Übel
Kleine Wirtschaftswunder
Deutsch-italienische Jugendbegegnung
Umgang mit der Umwelt
Kater Felix erzählt
Reisen einmal anders
Reiseinformationen/ Karte
"Mehrwert" mit sechs Sternen
Strukturdaten
Europalust und -frust
Reif für die Inseln
Südtiroler Identitäten
Glotze und telefonino
Bloss nicht allein
"Mann aus Apulien"
Antonietta und Antonio
Geschmack der Freiheit
Eine Orgel für Sant’Anna
Tifosi – das verlorene Paradies
Der Traum des Carlo Collodi
Ein Tag im Leben des Medico
Italien geht (nicht) baden
Kulinarischer Flickenteppich
"Enotria" – das Weinland
Markt, Supermarkt, Outlet-Center
Religion mit vielen Nischen
Netzwerk Familie
La Musica
Ganz Italien eine Bühne
Deutsch-italienische Beziehungen
Italiener in Deutschland
Gian Enrico Rusconi blickt in die Zukunft
Impressum
Sympathie für die Welt?

 

Letzte Aktualisierung: 24.05.2012