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23. April 2014

Die Wahrheit über den Waisenhaus-Tourismus

Jody Hanson pflegt als Globetrotterin nicht unbedingt einen nachhaltigen Lebensstil. Aber wo es um...

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Kambodscha

Blickwechsel

Wechseln Sie die Perspektive. Wir stellen Ihnen Personen vor, die Ihnen auf Ihrer Reise begegnen könnten. Menschen, die Sie im fremden Land herumführen, Ihnen das Essen servieren, Ihnen Souvenirs verkaufen, Sie im Taxi fahren oder das Hotel besitzen, in dem Sie übernachten – und vom Verdienst aus dem Tourismus leben. Erfahren Sie, wie diese Menschen die Begegnungen mit den Reisenden erleben, was sie sich vom Tourismus erhoffen und welche Träume und Pläne sie haben.

Wer die Qual hat, hat die Wahl

Frauen und Tourismus in Kambodscha

Sie leben und arbeiten im Schatten der Jahrhunderte alten Tempel von Angkor: Frauen aus verschiedenen Teilen Kambodschas, die auf der Suche nach einer Lebensgrundlage in der boomenden Tourismusindustrie des Landes nach Siem Riep gekommen sind. Die Armutsbekämpfungstrategie der kambodschanischen Regierung sieht vor, dass die Gleichstellung der Geschlechter als vorrangiger Bereich gefördert werden soll. Zugleich sollen Beschäftigungsmöglichkeiten durch den Ausbau des Tourismus verbessert werden. Geschlechtsspezifische Denkmuster verändern sich jedoch nur langsam, während die Arbeitsfelder von Frauen sich rasch ausweiten.

Tourismus und Armut in Kambodscha

Nachdem Angkor 1992 von der UNESCO als Weltkulturerbe ausgewiesen wurde, hat sich die Tempelanlage nach und nach in eine Welterbestätte verwandelt, und der Ort Siem Riep von einem kleinen verschlafen Backwater-Nest in eine Durchgangsstation für Touristen. Die Welttourismusorganisation schätzt, dass die Zahl der internationalen Touristenankünfte in Kambodscha bis 2010 auf 3,2 Millionen steigen wird. Dieses Wachstum im Tourismus vollzieht sich nach über 40 Jahren immer wiederkehrender Gewalt und Zerstörung, von der sich Kambodscha jetzt langsam erholt. Das maoistische Regime der Roten Khmer zwischen 1975 und 1979 hatte das Land in Aufruhr versetzt. Rund 1,7 Millionen Kambodschaner starben an Hunger, Erschöpfung, Krankheiten oder durch Hinrichtungen.

Heute leben fast 78 Prozent der Bevölkerung unterhalb der Armutsgrenze von zwei US-Dollar pro Tag. Die Kluft zwischen Stadt und Land wächst. Die traditionellen Arbeitsbereiche der Männer in der Landwirtschaft sind im Niedergang begriffen. Außerhalb der Landwirtschaft gibt es kaum neue Beschäftigungsmöglichkeiten. Die Regierung bemüht sich, ausländische Investitionen und Entwicklungshilfe ins Land zu holen. Ausländer investieren in großem Umfang in den Bau von Hotels, den Dienstleistungssektor und die Textilindustrie.

Der Tourismus hat jedoch nicht zu breiterem Wachstum geführt. Die Öffnung Kambodschas gegenüber der Welt hat das Land auch den Kräften der Globalisierung ausgesetzt und zu tiefgreifenden gesellschaftlichen Veränderungen geführt. So spielen die Frauen im Erwerbsleben eine immer wichtigere und immer deutlicher sichtbare Rolle. Immer mehr Frauen verdienen den Lebensunterhalt für ihre Familien. Damit verändert sich auch die häusliche Arbeitsteilung. Frauen gehen einem breiteren Spektrum an Tätigkeiten nach, oft zusätzlich zu ihren traditionellen Aufgaben im Haushalt. Gerade der Tourismus hat dazu beigetragen, die Rolle der Frauen über den Haushalt hinaus zu erweitern.

Als Kellnerin in Siem Riep: Teap aus Kandal

Die 30-jährige Teap arbeitet als Kellnerin. Sie lebt allein in einem gemieteten Zimmer im städtischen Siem Riep. Vor einem Jahr ist sie aus der Provinz Kandal hierher gezogen [weiterlesen]

 

Letzte Aktualisierung: 22.03.2012
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