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Kenia

Meja Mwangi stellt sein Buch "Big Chiefs" vor
Der kenianische Schriftsteller kommt zur Lesung ins Literaturhaus Zürich
In seinen Romanen spricht der 1948 geborene kenianische Autor Meja Mwangi oft wichtige soziale Themen an: Bürgerkrieg, Korruption, Aids, Hunger und Hilfe – eindringlich, engagiert, aber auch amüsant und humorvoll. So wie in seinem neuesten Roman "Big Chiefs", 2009 erschienen im Peter Hammer Verlag, hat man Mwangi jedoch noch nie gehört: Ein blinder Alter singt und erzählt seinem Publikum Geschichten aus der Vergangenheit.
Doch was er berichtet, hat nichts mit guten Werten der Tradition zu tun. Düster ist sein Bild der Big Chiefs, denen auch er zugedient hat. Vor den Toren einer afrikanischen Grossstadt, in einer Grube, die für den Müll ausgehoben wurde, lebt er unter den Ausgestossenen der Gesellschaft und erinnert sich, wie alles begann. An die Verschwörung, das Schleifen der Macheten, das Morden. Sein Zuhörer ist der Junge, der die Hütte mit ihm teilt und ihn anklagt, weil er nichts verhindert hat. Meja Mwangi wählt für seine Geschichte die Form der Parabel, denn was er erzählt, scheint erschreckend wiederholbar. Es trifft die Ereignisse in Ruanda, findet Parallelen in Somalia, in Zimbabwe und in der jüngsten Geschichte Kenias.
Das Gespräch mit Meja Mwangi führt Ruedi Suter, Afrika-Korrespondent von Radio DRS. Aus der deutschen Übersetzung liest der Schauspieler Jan-Philip Frank.
Literaturhaus Zürich, Limmatquai 62, 8022 Zürich, Tel.: +41 (0)44 254 50 08, www.literaturhaus.ch
Weitere Informationen unter: www.artlink.ch

