Ländersuche
Weltkartefairunterwegs.org - das Plus für Ihre Reisevorbereitung

Informationen zu Fair Trade in Tourism South Africa
und zu den ersten
Fair Trade-Reisen
News zu Ihrem Reiseziel
und zum weltweiten
Tourismusgeschehen
Augen auf beim Ferienkauf!
Worauf achten beim Buchen
Tipps für unterwegs und zur
Einstimmung auf Ihr Reiseziel
Antworten auf knifflige
Fragen zum Thema sozial-
und umweltverträglich Reisen
Aktuell
20. März 2012
General Motors anerkennt Forderungen der Apartheidopfer
Verbindliche Regeln für Schweizer Konzerne, damit diese weltweit die Menschenrechte und die...
09. März 2012
Mehr Gleichberechtigung und mehr Fairness – auch im Tourismus
"Mehr Gleichberechtigung heisst weniger Hunger", lautet das Motto der diesjährigen ökumenischen...
23. Februar 2012
Erika Sutter, Gertrud Stiehle: Mit anderen Augen gesehen. Erinnerungen einer Schweizer Augenärztin.
Basel, 23.02.2012, akte/ Kaum ein anderes Projekt der Basis-Gesundheitsversorgung ist so...
Veranstaltungskalender
[weiterlesen...]
[weiterlesen...]
[weiterlesen...]
Südafrika

Streetwires aus Kapstadt

Die Herstellung verschiedenster Gegenstände aus Draht wurde zur Zeit der Apartheid ausschliesslich von der schwarzen Bevölkerung der "Townships" gepflegt. Heute ist dieses Kunsthandwerk in ganz Südafrika äusserst populär. Die Arbeit wird von Hand – bzw. mit einer kleinen Zange – verrichtet. Bei Streetwires halten sich die ProduzentInnen an ein vorgegebenes Modell, doch ist jeder Artikel ein Einzelstück! Die Produkte von Streetwires werden nach international anerkannten Fair-Handels-Standards hergestellt und in den claro-Läden angeboten.
Streetwires entstand im Jahr 2000 dank der Initiative einer kleinen Gruppe südafrikanischer UnternehmerInnen und Kunsthandwerker. Hauptziel des Projektes ist die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit und des tiefen Bildungsstandes, die bei der schwarzen Bevölkerung besonders stark verbreitet sind. So will Streetwires mit der Herstellung von Gegenständen aus Draht – ein Kunsthandwerk, das gewöhnlich im informellen Sektor ausgeübt wird – stabile Verdienstquellen und Ausbildungsmöglichkeiten schaffen. Das Produktions- und Ausbildungszentrum in Kapstadt, das zur Zeit gegen 120 HandwerkerInnen und Angestellte zählt, ist landesweit als Pilotprojekt anerkannt. Ein besonderes Augenmerk gilt alleinstehenden Frauen und Jugendlichen ohne Schulabschluss. Streetwires ist es bereits gelungen, mehrere unqualifizierte HandwerkerInnen derart zu befähigen, dass sie heute für verantwortungsvolle Aufgaben (z.B. Verwaltung, Marketing, Qualitätskontrolle...) zuständig sind. Drahtartikel werden meist nur von Männern hergestellt. Bei der Produktentwicklung nimmt Streetwires speziell Rücksicht auf Frauenförderung: Dank der Verzierung der Gegenstände mit Perlen steigt die Zahl der Arbeitsplätze für Frauen stetig. Ferner plant Streetwires, dezentralisierte Handwerksgruppen mit dem Aufbau eines Netzwerkes zu unterstützen; 2005 entstand ein erstes ländliches Zentrum für Drahtkunst namens Rural Wire Art Centre in Clanwilliam, das zwölf HandwerkerInnen beschäftigt.
Quelle: claro AG, 2007
