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Uganda

Amali: Tourismus schafft einen großen Graben

Zur Person: Amali ist Studentin. Die Interviewerin, Sabine Mahlknecht, traf sie auf einer Veranstaltung zum Thema "Tourismusförderung in Uganda" Sie betreute dort den Infostand einer Einrichtung des UTB Wgandan Tourist Board.

Meine Meinung über Tourismus ... lass mich nachdenken ... Als erstes denke ich, dass Tourismus einen grossen Graben zwischen Einheimischen und Fremden schafft. Eigentlich sehe ich, dass Tourismus etwas ist, das die meisten Einheimischen nicht kennen. Sie haben nie die Erfahrung gemacht, zu reisen. Sie denken nicht einmal darüber nach, weil sie keine Möglichkeit haben, diese Art von Unterhaltung zu finanzieren.

Natürlich gibt es einige reichere Ugander, die es sich leisten können. Aber sogar jene bevorzugen es, Destinationen ausserhalb von Uganda zu besuchen. Weil Uganda ihre Heimat ist, machen sie woanders Urlaub.

In Uganda ist der Tourismus rund um die Nationalparks konzentriert. Mit den ziemlich hohen Eintrittsgebühren ist es offensichtlich, dass nur die obere Klasse an dieser Art von Vergnügung teilnehmen kann.

In Uganda haben wir viele Menschen, die um ihr einfaches Leben kämpfen. Sie stehen vielen, vielen Problemen gegenüber, wenn sie ihre Kinder aufziehen und für ihre (meistens) großen Familien sorgen. Ein Vorteil, den sie vom Tourismus haben, ist, dass einige von ihnen in bestimmten Gemeinschaften rund um die Nationalparks leben. So ist es für sie zum Beispiel leichter, Geschäfte zu machen, einige Schnitzereien und anderes Kunsthandwerk an Touristen zu verkaufen.

Und dann sind da einige Projekte am Laufen... Menschen, die innerhalb der Nationalparks lebten, wurden überzeugt, dort auszuziehen und sich ausserhalb der Parks niederzulassen. Natürlich waren sie mit dieser Entscheidung zuerst nicht glücklich aber nach allem bekommen sie jetzt zumindest einen bestimmten Prozentsatz der Eintrittsgebühren (20 Prozent des hereinkommenden Geldes geht an diese Gemeinschaften und es wird hauptsächlich verwendet, um neue Schulen zu bauen ...).

So, das ist derzeit das, was ich über Tourismus in Uganda denke.

Im gleichen Verlag ist auch das Methodenbuch zu Stimmen aus dem Süden erschienen: Birgit Mbwisi-Henökl: Stimmen aus dem Süden - Impulse und Methoden für Jugend- und Erwachsenenbildung, edition pro mente, Linz, 2003

 

Letzte Aktualisierung: 08.02.2012