Palästina

Reisetipps und -infos

Länderinfo

Reisen Sie grün(er) und fair(er): Ergänzen Sie herkömmliche Reiseinformationen und Buchungsportale mit unseren Fakten, Tipps und Empfehlungen sowie Hintergründen zu Tourismus und Menschenrechten. 

Fair Play – Auch im Tourismus

Einstimmen aufs Land

Es gibt nichts Schöneres als die Vorfreude auf eine Reise. Gehen Sie in die Buchhandlung, lassen Sie sich kompetent beraten und kaufen Sie einen guten Reiseführer. Auch Literatur oder Filme von einheimischen AutorInnen und RegisseurInnen versetzen Sie in eine andere Perspektive und lassen Sie das Reiseland quasi von innen betrachten.

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Literatur

Kommt und seht! Reisen und Pilgern im Heiligen Land

Third World Resurgence (TWR) Magazin mit Schwerpunkt...

Palästina Reisehandbuch zum Sonderpreis als...

Regula Renschler: vor Ort. Reportagen und Berichte aus fünf...

Pioniere, Weltenbummler, Brückenbauer

Kommt und seht! Reisen und Pilgern im Heiligen Land

Palästina: das Versagen Europas

Neu erschienen: SympathieMagazin "Islam verstehen"

Palästina-Info Spezial: Israels Rüstungs- und...

Das neue SympathieMagazin "Palästina verstehen" hat die...

Palästina/Israel: virtuell reisen – hautnah!

Neuerscheinung: Palästina Reisehandbuch der Alternative...

Wil Tondok: Palästina – Reise zu den Menschen

Die Mauer – Bericht aus Palästina

Mehr Friedensengagement ist möglich

Burghard Bock, Wil Tondok: Palästina – Reisen zu den...

Marlène Schnieper: Nakba – die offene Wunde

Susan Abulhawa: Während die Welt schlief

EED-Tourism Watch in Zusammenarbeit mit der Redaktion...

Joe Sacco: Palästina

Rachel Shabi: Wir sehen aus wie der Feind - Arabische Juden...

Viola Raheb, Marwan Abado: Zeit der Feigen

Pilgerreisen als Wegbereiter des organisierten...

Sahar Khalifa: Heisser Frühling

Karin Wenger: Checkpoint Huwara

Alternative Tourism Group: Palästina Reisehandbuch

Lesung aus «Checkpoint Huwara»

SympathieMagazin: Palästina verstehen

Tom Segev: Es war einmal ein Palästina

Josef Alkatout: Samla

Sumaya Farhat-Naser: Disteln im Weinberg

Suad Amiry: Sharon und meine Schwiegermutter

Alain Gresh: Israel - Palästina

Zeina B. Ghandour: Der Honig

Sayed Kashua: Tanzende Araber. Roman

Sayed Kashua: Da ward es Morgen. Roman

Fair unterwegs in Palästina: "Justice Tourism" - Tourismus...

Adel Yahya (Hg): „„Palestine“ - PACE Tour...

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SympathieMagazin

Im fairunterwegs-Shop

finden Sie zu diesem Land ein SympathieMagazin - als sympathisch-kompakte Einstiegslektüre und für einen Blick hinter die touristischen Kulissen.  

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Transport-Energiebilanz

Flug Zürich-Tel Aviv: CO2-Ausstoss in kg

Emissionen pro Passagier auf einem Hin- und Rückflug

1760kg CO2

Betrieb eines Kühlschranks für ein Jahr, durchschnittlicher Strommix

100kg CO2

Jahresemissionen eines Inders

1400kg CO2

Ein Jahr Autofahren (Mittelklassewagen, 12.000 km)

2000kg CO2

Klimaverträgliches Jahresbudget eines Menschen

2300kg CO2

Fliegen belastet das Klima stärker als jede andere Art des Reisens. Beim Verbrennen von Kerosin entstehen Schadstoffe, unter anderem Kohlendioxid (CO2). Dieses trägt massgeblich zur globalen Erwärmung bei.

Eine Bahn- oder eine Busreise sind daher für Strecken unter 800-1000 km die beste Variante: Im Vergleich zu einer Flugreise verbrauchen Sie im Zug 40-70 Prozent weniger Energie. Sie belasten das Klima um bis zu 85 Prozent weniger und erleben dafür intensiver den Wechsel der Landschaften. Gerade für Kurzstrecken ist der Zug zwei- bis dreimal so effizient wie das Flugzeug. Im Internet existieren hilfreiche Tools, mit denen Sie die Emissionen Ihrer Reise berechnen können. Nutzen SieVergleichsportale wie ecopassenger, um herauszufinden, welche Reisevariante die umweltfreundlichste ist.

Sie wollen oder können nicht auf Ihre Flugreise verzichten? Dann sollten Sie unbedingt mit einem Aufpreis auf Ihrem Flugticket die CO2 Emissionen Ihres Fluges kompensieren. Mit dieser Abgabe unterstüzten Sie konkret ein Klimaschutzprojekt, mit dem die Treibhausgase Ihres Fluges wieder eingespart werden können.  Lesen Sie mehr dazu bei myclimate oder bei atmosfair.

Zahlen, Daten, Fakten

Ländername
Palästina
Hauptstadt
Ostjerusalem (de jure) Ramallah (de facto)*

* Verwaltung: Ramallah und Gaza, Ostjerusalem: als Hauptstadt eines zukünftigen palästinensischen Staates beansprucht 

Kennziffern

Zahlen sagen manchmal mehr als tausend Worte. Vergleichen Sie das Reiseland mit der Schweiz und staunen Sie über Unterschiede und Gleichheiten.

Indikatoren Palästina Schweiz
Gesamtfläche in qkm 5'860 41'277
Einwohnerzahl Keine Angaben 8'179'294
Einwohnerzahl pro qkm Keine Angaben 195
Durchschnittliche Lebenserwartung Männer/Frauen 72.90 / 76.48 80.3 / 85
Stromverbrauch in kWh Keine Angaben 58'970'000'000
Analphabetenrate in % 4.7 Keine Angaben
Ärzte pro 1000 Einwohner Keine Angaben 3.94
BIP in Dollar pro Kopf Keine Angaben 51'293
Human Development Index 0.686 0.917
Internetnutzer in % 46.6 86.7
Anteil Frauen im Parlament in % Keine Angaben 32.0
Anteil der Bevölkerung mit Zugang zu sauberem Trinkwasser in % 82 100
Ökologischer Fussabdruck pro Person in ha 0.7 4.9
Indikatoren Ostjerusalem (de jure) Ramallah (de facto)* Zürich
Arbeitszeit für den Kauf von 1kg Reis in min. Keine Angaben 6
Arbeitszeit für den Kauf von 1kg Brot in min. Keine Angaben 6
Arbeitszeit für den Kauf von 1 Bigmac in min Keine Angaben 13
Beschreibung und Quellennachweis
Gesamtfläche in qkm

Gesamte Land- und Wasserfläche in Quadratkilometern 

Quelle: CIA World Factbook

Einwohnerzahl

Gesamtbevölkerung

Quelle: CIA World Factbook

Einwohnerzahl pro qkm

Bevölkerungsdichte

Quelle: CIA World Factbook

Durchschnittliche Lebenserwartung Männer/Frauen

Lebenserwartung bei der Geburt

Quelle: CIA World Factbook

Stromverbrauch in kWh

Quelle: CIA World Factbook

Analphabetenrate in %

Analphabetenrate bei Erwachsenen ab 15 Jahren

Quelle: Human Development Report

Ärzte pro 1000 Einwohner

Anzahl praktizierender Ärzte pro 1000 Einwohner

Quelle: WHO - World Health Organization

BIP in Dollar pro Kopf

Bruttoinlandsprodukt (Wert aller Produkte und Dienstleistungen, die innerhalb eines Landes erzeugt werden) pro Kopf. Die Daten sind kaufkraftbereinigt (PPP) in internationalen Dollars angegeben.

Quelle: Human Development Report

Human Development Index

Quelle: Human Development Report

Internetnutzer in %

Anteil der Personen, die das Internet nutzen

Quelle: ITU - International Telecommunication Union

Anteil Frauen im Parlament in %

Anteil der Politikerinnen im Parlament

Quelle: Inter-Parliamentary Union

Arbeitszeit für den Kauf von 1kg Reis in min.

Quelle: UBS Preise und Löhne

Arbeitszeit für den Kauf von 1kg Brot in min.

Quelle: UBS Preise und Löhne

Arbeitszeit für den Kauf von 1 Bigmac in min

Quelle: UBS Preise und Löhne

Anteil der Bevölkerung mit Zugang zu sauberem Trinkwasser in %

Prozent der Bevölkerung mit Zugang zu sauberem Trinkwasser, unabhängig ob öffentlich oder in Privatbesitz

Quelle: WWS Joint Monitoring Programme for Water Supply and Sanitation

Ökologischer Fussabdruck pro Person in ha

Definition: Der Ökologische Fussabdruck stellt das Verhältnis der Ressourcen, die allen Menschen der Welt zur Verfügung stehen, und den Ressourcen, die effektiv verbraucht werden, in einer messbaren und damit vergleichbaren Grösse dar. Konkret zeigt er an, wieviel produktives Land und wieviel Wasser die Menschen eines Staates benötigen, um ihren Bedarf an Ressourcen zu decken und den Müll zu entsorgen. Die Äcker, auf denen Nahrungsmittel angebaut werden, gehören ebenso dazu wie die Wälder, die Holz und Papier liefern und unseren CO<sub>2</sub>-Ausstoss kompensieren. In die Messung einbezogen werden auch die Gebiete, in denen Treibstoffe und Ressourcen abgebaut oder Abfälle deponiert werden.

Quelle: Global Footprint Network

Ökologischer Fussabdruck

Der ökologische Fussabdruck misst jene Fläche auf der Erde, die notwendig ist, um den Lebensstil eines Menschen zu ermöglichen. Der für die natürlichen Ressourcen der Erde verträgliche Verbrauch wäre 1,8 Hektaren. Von Land zu Land variiert der Verbrauch an Raum und natürlichen Ressourcen ganz beträchtlich. Dies zeigt Ihnen die unterste Zahl in der Indikatorentabelle.

Sind Sie interessiert an Ihrem persönlichen Fussabdruck? Machen Sie den

Online-Test des WWF

Weitere Informationen findenSie hier:

Global Footprint Network: Netzwerk zur Erforschung und Berechnung des Globalen Ökologischen Fussabdrucks 

ARE: Bundesamt für Raumentwicklung 

News

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Unter widrigen Umständen gemeinsam Handeln

Drei Fragen an Raed Saadeh, Jerusalem Tourism Cluster

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Jerusalem: Männer und Frauen christlichen, muslimischen und jüdischen Glaubens kommen zusammen

Eigentlich sollte es keine grosse Sache sein: Frauen und Männer, die an einen Gott glauben und die Stadt Jerusalem lieben, kommen zusammen für...

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Internationaler Studierendenaustausch für Reiseangebote nach Palästina

StudentInnen der Hochschule für nachhaltige Entwicklung in Eberswalde (HNEE) kamen mit Neugierde nach Bethlehem. Dort trafen sie sich mit ebenso...

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Menschenrechte

Auszug aus dem Jahresbericht von Amnesty International

Die palästinensischen Behörden im Westjordanland und im Gazastreifen schränkten 2014 die Rechte auf freie Meinungsäußerung und Versammlungsfreiheit ein, nahmen willkürlich Personen fest und inhaftierten sie. Gefangene waren Folter und Misshandlungen ausgesetzt, ohne dass die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen wurden. Frauen und Mädchen wurden durch Gesetze und im täglichen Leben weiterhin diskriminiert und waren nur unzureichend gegen geschlechtsspezifische Gewalt geschützt. Die Todesstrafe blieb in Kraft. Im Westjordanland gab es keine Hinrichtungen.

Die Behörden der Hamas im Gazastreifen stellten jedoch nach wie vor Zivilpersonen in unfairen Verfahren vor Militärgerichte und ließen 2014 mindestens zwei Menschen hinrichten. Außerdem waren bewaffnete Kräfte der Hamas für die außergerichtliche Hinrichtung von mindestens 22 Personen verantwortlich, denen "Kollaboration" mit Israel vorgeworfen wurde. Bei der israelischen Militäroffensive "Schützende Klippe") im Gazastreifen wurden mehr als 1500 Zivilpersonen getötet und Tausende Menschen verletzt. Außerdem verursachte die Militäroffensive gewaltige Schäden.

Die Not der 1,8 Mio. Bewohner des Gazastreifens, die unter der andauernden Militärblockade durch Israel litten, wurde dadurch noch viel größer. Während des 50-tägigen Konflikts feuerten die Hamas und andere bewaffnete palästinensische Gruppen wahllos Tausende Raketen und Granatwerfer auf Wohngebiete in Israel ab. Die Angriffe töteten sechs Zivilpersonen, darunter ein Kind. (Stand: 31.12.2014)

Amnesty International Deutschland: Lesen Sie hier den vollständigen Jahresbericht  

Länderinformationen von Humanrights

Beachten Sie auch die Länderinformationen von Humanrights mit einer Kurzinformation zur Menschenrechtssituation im Land sowie einer Reihe von wichtigen Suchhilfen für eigene Recherchen:

Humanrights / Länderinfos


Weiterführende Links

Amnesty International Schweiz: Schweizer Sektion von Amnesty International

Humanrights.ch: Informationsplattform des Vereins Humanrights.ch/MERS, welcher sich seit 1999 für die Förderung und Durchsetzung der Menschenrechte in der Schweiz einsetzt

Empfehlungen & Adressen

Empfehlungen

Angebote: grün und fair – oder nur ungefähr?

Es gibt heute auf allen Kontinenten eine wachsende Nische von Anbietern, die sich für Sozial- und Umweltgerechtigkeit ihrer Unterkünfte und Aktivitäten engagieren. Leider können diese nicht auf einer zentralen Plattform abgerufen werden. Doch mit den fairunterwegs-Kriterien und Ihren Erwartungen im Hinterkopf können sie das richtige Angebot für Ihren Urlaub oder Ihre Reise über nachfolgende Links und Linklisten finden. Wir haben sie ergänzt mit Angaben zu den Verantwortlichen hinter den Initiativen und zu den Werten und Kriterien, die sie nach eigenen Angaben verfolgen. Wie jeweils die Einhaltung der Kriterien überprüft wird – intern oder extern, unabhängig oder nicht –  fragen Sie am besten selbst nach.

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BeWelcome

BeWelcome ist das erste der exchange networks, welches Online-Profile in beinahe 40 Sprachen ermöglicht. Es ist eine Abspaltung des Hospitality Clubs und führt auch dessen Grundidee und Ziele weiter. Darüber hinaus haben die Mitarbeiter der Plattform in Frankreich eine NGO mit dem Namen beVolunteer gegründet. Freiwillige aus verschiedensten Ländern arbeiten gemeinnützig zusammen, um das Projekt zu realisieren und stetig weiterzuentwickeln. BeWelcome steht noch am Anfang; Menschen mit unterschiedlichen kulturelle Hintergründen können auf der Plattform über das gemeinsame Projekt diskutieren. Auf demokratischer Basis werden so Entscheidungen über Organisation, Inhalt und Veränderungen getroffen. Eine transparente Finanzierung und die Sicherheit von Informationen sind für die Mitarbeiter ebenfalls wichtig. Die Mitgliedschaft bei BeWelcome ist kostenlos.  

BeWelcome

bookdifferent

Wer über ein Hotelbuchungsportal buchen möchte, findet mit bookdifferent eine interessante Option: Auf diesem Portal wird nicht nur gleich auf der ersten Ebene der CO2-Fussabdruck des Hotels numerisch und optisch (mit verschiedengrossen, verschiedenfarbigen Füsschen) ausgewiesen. Sondern Hotels können auf bookdifferent sogar nach Labels gesucht werden. Sie können z.B. den Suchfilter nach der Destination Malediven und dem Label Green Globe und/oder Travelife bestimmen. Müheloser geht's kaum. Möglich ist dies dank der Zusammenarbeit dieses Non-profit-Portals und sozialen Unternehmens mit Destinet. Machen Sie sich mit dem Labelführer schlau, in welcher Destination Sie am besten nach welchem Label suchen.
Bookdifferent zahlt die Hälfte seiner Kommission für Ihre Buchung an ein Charity-Projekt, das Sie aus einer Auswahl von über 100 Projekten selber bestimmen können. Fragwürdig bleibt die Bestpreisgarantie, die Bookdifferent bietet. Das Portal arbeitet mit Booking.com zusammen, das wegen dieser Bestpreisgarantie schon negative Schlagzeilen gemacht hat.  

http://www.bookdifferent.com

HorYzon

Christliche Vereine Junger Männer und Frauen (YMCA und YWCA) werden in ihrem Engagement für eine gerechte Entwicklung durch HorYzon unterstützt. Die Organisation zeichnet für die internationale Zusammenarbeit des Cevi Schweiz verantwortlich. Unter dem Motto "Weiter sehen - weiter gehen" entwickelt HorYzon weltweit Projekte vor allem im Bereich Bildung.

Ab 19 Jahren können sich aktive Cevi-Mitglieder ihrer persönlichkeitsbildenden Herausforderung fern der Heimat stellen. Wer sich von kulturellen, wirtschaftlichen und religiösen Unterschieden herausgefordert fühlt und wem es Freude bereitet, anderen Menschen zu helfen, kann sich auf die Volontäreinsätze rund um den Globus bewerben.

HorYzon vermittelt ausserdem an Cevi-LeiterInnen ab 19 Jahren Volontäreinsätze in Europa (Programm Volunteers for Europe) und in Cevi-Partner in Asien und Lateinamerika.

Weiterführende Informationen direkt beim Veranstalter: HorYzon, Florastrasse 21, CH-4600 Olten  

HorYzon

Intermundo

Der Schweizer Dachverband Intermundo fördert seit 1987 Ferien- und Freiwilligeneinsätze, Austauschprogramme, Praktika und Sprachaufenthalte für Jugendliche. Die angeschlossenen Organisationen arbeiten nicht gewinnorientiert und werden nach Intermundo-eigenen Kriterien zu den Themenfeldern Beratung und Betreuung, Vor- und Nachbereitung, Transparenz sowie Sicherheit und Kontinuität von extern geprüft. Der Verband bietet eine Suchmaschine im Internet, welche die zahlreichen Programme nach individuellen Ansprüchen auflistet.

fairunterwegs begrüsst die Bemühungen von Intermundo, die Qualität seiner Mitglieder zu gewährleisten. Bei der eigenen Überprüfung stiessen wir allerdings immer wieder auf Angebote für Kurzeinsätze in Waisenhäusern oder Schulen, bei denen keine entsprechenden Qualifikationen verlangt wurden. Der Begriff Jugendaustausch wird ausserdem auch dort – unserer Meinung nach zu Unrecht – verwendet, wo einseitig Einsätze von Schweizer Jugendlichen im Ausland stattfinden und kein Gegenbesuch geplant ist.

Das zeigt, dass die Intermundo-Standards noch nicht ausreichen. Die detaillierteren Kriterien, wie sie in der Studie "Vom Freiwilligendienst zum Voluntourismus" aufgeführt sind, sollten auch für den Jugendaustausch der Mitglieder von Intermundo gelten.

In einem neuen Positiospapier zu Voluntourismus äussert Intermundo selbst Besorgnis über die fragwürdigen Entwicklungen im Voluntourismus-Geschäft und listet Merkmale von verantwortungsvollem Voluntourismus, die nach eigenen Angaben noch nicht vollständig in den Kriterien des Intermundo-SQS-Zertifikats integriert sind.

Intermundo

Öko-Spitzenreiter von TripAdvisor

Das Öko-Spitzenreiter-Badge des Buchungsportals TripAdvisor ist auf der Eintragsseite des Hotels oder B&B zu finden und verheisst Gutes. Dahinter verbirgt sich allerdings bloss ein Minimum an Nachhaltigkeit. Verlangt werden Programme zur Wiederverwendung von Handtüchern und Bettwäsche, Regelmässige Nachverfolgung des Energieverbrauchs, Recycling, Verwendung von Energiesparlampen, Hinweise für Mitarbeiter und Gäste zu Öko-Geschäftspraktiken sowie die ordnungsgemässe Aufbereitung des Abwassers (Verwendung eines unternehmenseigenen oder kommunalen Abwassersystems). Ins Öko-Programm schafft es vermutlich praktisch jedes Hotel, zum "Spitzenreiter" Bronze reicht es, dass 30 Prozent der abgefragten Nachhaltigkeitskriterien eingehalten werden, schon bei 60% wird kommt der Anbieter in die höchste Nachhaltigkeitskategorie (Platin). Da wird ein bisschen Nachhaltigkeit zu einer Grosstat aufgebauscht. Es wäre zu wünschen, dass Reisende von der Möglichkeit Gebrauch machen, die Geschäftspraktiken der Ökospitzenreiter von TripAdvisor und Öko-Partner zu kommentieren und dabei auch weitere Kriterien zu nennen, wie etwa Wasser sparen, Einwegpackungen vermeiden usw. Aber immerhin ist es ein Anfang: Vielleicht wird TripAdvisor irgendwann in Zukunft auch Angebote sichtbar machen, die nach umfassenderen sozialen und ökologischen Kriterien als nachhaltig bezeichnet werden können. 

http://www.tripadvisor.de/GreenLeaders 

Peace Watch Switzerland

Peace Watch Switzerland (PWS) entsendet BeobachterInnen zur Begleitung von Dorfgemeinschaften in Konfliktgebieten in Chiapas/Mexiko, Palästina, Guatemala und Kolumbien. Ziel ist, durch die internationale Präsenz einen Beitrag zur Verhinderung gewalttätiger Übergriffe auf die Zivilbevölkerung zu leisten. Peace Watch Switzerland sucht freiwillige BeobachterInnen in der Schweiz, bildet sie aus und entsendet sie für zwei oder drei Monate in eines der Projekte. Die Präsenz der BeobachterInnen besteht darin, die Dorfbevölkerung in ihrem Alltag zu begleiten. Bedrohte Menschen können vermehrt ihrer täglichen Arbeit nachgehen und ruhiger schlafen.

Aus den Einsätzen bringen die BeobachterInnen einen reichen Schatz an Eindrücken mit nach Hause. In Zeitungsartikeln, Vorträgen, Semester- und Diplomarbeiten werden diese Erfahrungen festgehalten. Dadurch tragen sie in der Schweiz zur Sensibilisierung der gewaltfreien Konfliktlösung und der Friedensarbeit bei.

Bei den sechsmal jährlich stattfindenden Informationsveranstaltungen arbeitet PWS mit Peace Brigades International zusammen. Sie unterscheiden sich vorwiegend in der Dauer der Einsätze. Dies widerum hat natürlich Auswirkungen auf die Arbeit vor Ort.

PWS legt Wert auf eine gute Vorbereitung: Insgesamt sechs Tage lang (in zwei oder drei Blöcken) lernen AnwärterInnen viel über das Land, die Konflikte und den eigenen Umgang mit Konflikten sowie die Arbeit, die vor Ort zu tun ist.

Kosten: Unterkunft und Verpflegung während der Vorbereitung/Nachbereitung, Reisekosten

Angaben ohne Gewähr. Erkundigen Sie sich direkt bei der Organisation nach den aktuellen Preisen und Bedinungen.

Weitere Informationen und Anmeldung: Peace Watch Switzerland, Quellenstrasse 31, CH-8005 Zürich  

Peace Watch Switzerland

responsible travel

Das englische online-Reisebüro arbeitet mit über 400 kleinen Reiseveranstaltern zusammen, die sich in ihrem Leitbild einem verantwortungsvollen Tourismus verpflichten. Deren Angebote werden auf die Einhaltung der vorgegebenen ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Kriterien überprüft. Respekt und Wertschätzung der lokalen Gemeinschaften, Teilhabe der Bevölkerung am Tourismus und Erhaltung natürlicher Ressourcen sind einige der Grundsätze von "responsible travel".

responsible travel

Sustainable Couch

Was für eine Rolle spielt Nachhaltigkeit bei CouchSurfing und ähnlichen Netzwerken? Bis jetzt eine relativ geringe. Diese Erkenntnis führte zur Gründung von sustainablecouch.org. Die Website dient als Plattform für Mitglieder internationaler Gastfreundschaftsnetzwerke wie CouchSurfing, die interessiert sind an einem nachhaltigeren Lebensstil. Hosts und Guests werden animiert, ihre Gastfreundschaftserfahrungen bewusster und nachhaltiger zu gestalten. Über eine kostenlose Registrierung kann man sich global mit Gleichgesinnten vernetzen. Verschiedene Vorschläge zeigen einfache Handlungsmöglichkeiten auf und regen zu nachhaltigem Handeln an. Eine kleine Auswahl davon: Bio Abendessen oder Secondhand-Stadttour für Gäste organisieren, Büchertauschbörse im eigenen Heim anbieten oder sein Fahrrad für Erkundungen der Umgebung zu Verfügung stellen. Um Mitglied zu werden ist es nicht notwendig, ein Nachhaltigkeitsexperte zu sein - jeder und jede kann aktiv werden und dabei Spass haben. Ganz nach dem Motto von sustainablecouch.org: "Be informed, share information, get active and have fun." 

Sustainable Couch

TO DO!-Wettbewerb für sozialverantwortlichen Tourismus

Seit 1995 zeichnet der deutsche Studienkreis Tourismus + Entwicklung jährlich Tourismusprojekte und -massnahmen aus, die von der Bevölkerung in den Destinationen massgeblich (mit)geplant wurden. Ausgezeichnete Projekte sollen das Bewusstsein für die Folgen des Tourismus fördern, der Lokalbevölkerung zugute kommen, und zur Schaffung von Arbeitsplätzen, sowie von fairen Anstellungsbedingungen und einer angemessenen Entlöhnung beitragen. Zudem soll die einheimische Kultur und Identität gestärkt werden und die bekannten tourismusbedingten Schäden sollen vermieden werden.

To Do-Wettbewerb

Voyageons autrement

Die französische Plattform Voyageons-autrement.com wirbt für Hotels, Reiseveranstalter und Tourismusunternehmen in Frankreich und der Welt, deren Nachhaltigkeit von unabhängiger Stelle überprüft und zertifiziert wurde oder von einer anerkannten Organisation empfohlen werden Ein Ziel des Portals ist es, Reisende und die an einer Reise beteiligten Akteure dazu zu bringen, auf Destinationen mit dem Potenzial zu setzen, einen positiven Beitrag an die Entwicklung der lokalen Gemeinden zu leisten bei gleichzeitigem Schutz von Flora und Fauna. Das Informations- und Vermittlungsportal bringt Anbieter und Verbraucher zusammen, die sich der Nachhaltigkeit im Tourismus verpflichtet haben.

www.voyageons-autrement.com

  

Empfehlungen

fairunterwegs-Vor-der-Reise-Icon

Weitere Empfehlungen in verschiedenen Rubriken finden Sie hier

Vor der Reise / Empfehlungen


Adressen in der Schweiz

Auf der Botschaft oder im Fremdenverkehrsbüro finden Sie erste Informationen über das Reiseland Ihrer Wahl sowie die Einreiseformalitäten. Die Adresse finden Sie auf der laufend aktualisierten Liste der ausländischen Vertretungen in der Schweiz auf der Homepage des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA).

www.eda.admin.ch

Wissenswertes über Ihren Reisezielort finden Sie in der Schweiz aber auch bei den zahlreichen Freundeskreisen, Solidaritätsgruppen und Hilfswerken, die den steten Austausch pflegen und Entwicklungsprojekte fördern. Eine gezielte Spende für Projekte zugunsten der Menschen aus dem Reiseland Ihrer Wahl kann mehr bewirken als die Almosen, die Sie unterwegs verteilen.  

Einen Überblick zu den Stellen in der Schweiz, die mit Palästina zusammenarbeiten, gibt es hier zum Download:

Adressverzeichnis von Stellen in der Schweiz, die mit Palästina zusammenarbeiten  (pdf, 2015)

Von den Mitgliedern und Partnern des arbeitskreises tourismus & entwicklung/fairunterwegs pflegen folgende Beziehungen zu Palästina:

DEZA

Freiburgstrasse 130
3003 Bern

Telefon: +41 (0)31 322 34 75


HEKS

Seminarstrasse 28
8042 Zürich

Telefon: +41 (0)44 360 88 00


cfd Christlicher Friedensdienst

Falkenhöheweg 8
CH 3001 Bern

Telefon: +41 31 300 50 60

Telefon: +41 31 300 50 69


Für einen fairen Austausch mit Palästina

- auch im Tourismus

Nutzen Sie Ihre Reise ins Heilige Land, um Menschen in Palästina zu begegnen und ihre Lebenswelten kennenzulernen. Übernachten Sie in palästinensischen Hotel, geniessen Sie einheimische Spezialitäten und engagieren Sie palästinensiche Touristenführer für Ihre Ausflüge zu den religiösen und geschichtsträchtigen Stätten.

Seit vielen Jahren setzt sich der arbeitskreis tourismus & entwicklung gemeinsam mit Partnern aus Palästina und Israel, aus der Schweiz, Deutschland und anderen europäischen Ländern für eine faire Gestaltung des Tourismus im Heiligen Land ein. Tourismus soll das Verständnis für die Situation der unterdrückten und bedrängten Gemeinschaften wecken, ihre Teilhabe am Geschäft ermöglichen und Brücken bauen helfen, statt Vorurteile zu schüren und Mauern zu verfestigen.

Weiterführende Infos:

Kommt und seht! 

Holen Sie sich die Leitgedanken, praktischen Hinweise und nützlichen Adressen für die faire Gestaltung Ihrer Reise oder Pilgerfahrt ins Heilige Land mit dem neuen Leitfaden im Zeichen des Kairos Appells:

Kommt und seht! Reisen und Pilgern im Heiligen Land. Orientierungen für einen fair gestalteten Tourismus in Israel und Palästina unter Berücksichtigung des Völkerrechts.Tourism Watch/Brot für die Welt, 2014

Der Leitfaden steht hier kostenlos zum Download bereit:

www.brot-fuer-die-welt.de/shop

Wegweiser für Reisen ins Heilige Land - Eine palästinensische Initiative

2008 haben sich in Palästina verschiedene zivilgesellschaftliche Organisationen mit Behörden, Bildungsstätten sowie Tourismusunternehmen und -verbänden zum Netzwerk "The Palestinian Initiative for Responsible Tourism" (PIRT) zusammengeschlossen, um sich gemeinsam für einen gerechten und verantwortungsvollen Tourismus einzusetzen. Dazu hat PIRT den "Verhaltenskodex für Tourismus im Heiligen Land" erarbeitet. Mit den Leitsätzen für die Reisenden sowie die einheimischen Tourismusanbieter weist PIRT den Weg zu einem verantwortungsvollen Tourismus, der gegenwärtiges Unrecht überwinden hilft.

Vollversion des Verhaltenskodexes auf Deutsch, PDF, 61 KB

Vollversion des Verhaltenskodexes auf Englisch, PDF, 45 KB

Vollversion des Verhaltenskodexes auf Französisch, PDF, 366 KB

Drei Fragen an Regula Kaufmann zum Hintergrund der Entstehung des Verhaltenskodexes: 

News: Der Tourismus soll gegenwärtiges Unrecht in Palästina... 27. November 2008

Palästina Reisehandbuch der Alternative Tourism Group ATG

Informieren Sie sich aus erster Hand mit dem einzigartigen in Palästina erarbeiteten Reiseführer.

Das Buch finden Sie im

fairunterwegs-Shop  

News und Literatur

Aktuelle Berichterstattung und weiterführende Literatur finden Sie auf dieser Seite unter

News und Einstimmen aufs Land

Wegweiser für Reisen ins heilige Land

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