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Menschenrechte respektieren - auch im Tourismus

Im Zuge der Globalisierung haben international tätige Unternehmen enorm an Macht und Handlungsspielraum gewonnen. Heute sind die Staaten dringend gefordert, neue Regeln und verbindliche Instrumente zu schaffen, um menschenrechtswidrige Prkatiken der Konzerne zu ahnden und die Unternehmen zur Einhaltung der Menschenrechte zu verpflichten. Gleichzeitig stehen die international agierenden Unternehmen selbst in der Verantwortung, in ihrer gesamten Geschäftstsätigkeit die Menschenrechte zu respektieren. Dies gilt gerade auch für Tourismusanbieter.

Mehr als 60 Jahre nach der Annahme der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte ist es höchste Zeit, die Menschenrechte auch als zentrale Rahmenbedingungen für eine nachhaltige Entwicklung des Tourismus anzuerkennen.

Verschaffen Sie sich auf dieser Plattform einen Überblick über die Thematik:

Die Studie "Alles was Recht ist – Menschenrechte und Tourismus", welche die Arbeitsstelle Tourism Watch des Evangelischen Entwicklungsdienstes Bonn (EED) in Kooperation mit dem arbeitskreis tourismus & entwicklung publiziert hat, stellt den Tourismus in den Rahmen der universell verbrieften Menschenrechte, zeigt die Konfliktfelder auf und skizziert, wie ein menschenrechtlicher Ansatz im Tourismus aussehen muss.

In Zusammenarbeit mit ausgewiesenen Schweizer MenschenrechtsexpertInnen von Amnesty International Schweiz und Fastenopfer hat der arbeitskreis tourismus & entwicklung die Forderungen und Empfehlungen aus der Studie für den Schweizer Kontext erarbeitet.

Nicht zuletzt dank der Studie "Alles was Recht ist", ist das Thema Tourismus und Menschenrechte aufs Tapet von internationalene Organisationen, Regierungen und Toursimusunternehmen gelangt. Mit Aktivitäten und Vorstössen fordern wir die Verantwortlichen zum Handeln auf, seit 2012 insbesondere im Rahmen des Roundtables Menschenrechte im Tourismus.

Vertreibung von UreinwohnerInnen, Ressourcenkonflikte und Zwangsenteignungen, Missachtung von Arbeitsrechten, Ausbeutung von Kindern - die Liste der Menschenrechtsverletzungen im Zuge von Tourismusentwicklungen ist lang. Wir stellen für Sie Beispiele eklatanter Missachtung der Rechte von Einheimischen in Tourismusgebieten zusammen.

Mit der Kampagne Recht ohne Grenzen fordern rund 50 Organisationen den Bundesrat und das Parlament auf, dass Firmen mit Sitz in der Schweiz die Menschenrechte und die Umwelt weltweit respektieren müssen.

Verschiedene Organisationen engagieren sich dafür, dass Unternehmen im Allgemeinen und im Tourismus im Besonderen ihre Verantwortung für die Wahrung der Menschenrechte übernehmen. Wir führen diese in der Rubrik Weitere Ressourcen für Sie auf.

 

Lesen Sie auch unsere laufende Berichterstattung über Menschenrechte und unsere Tipps zu Menschenrechten für Ihre Reisevorbereitung.

Informieren Sie sich vor Ihrer Reise über die Menschenrechtslage im Ferienland Ihrer Wahl unter Länder/Land Ihrer Wahl/Hintergrund/Menschenrechte.


Letzte Aktualisierung: 22.03.2012
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