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11. März 2010
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10. März 2010
Südafrika: Das Budget im Taschentuch
Petronella Diergaard (67) ist eine der ältesten Einwohnerinnen von Nababeep. Alle nennen sie Oma...
Arbeit
Arbeit
Tourismus gilt als einer der wichtigsten Arbeitgeber der Welt: An die 100 Millionen Arbeitsplätze bietet er direkt in Hotels und Reiseunternehmen. Dazu kommen weit über 100 Millionen Jobs in Zulieferbetrieben, Transport- und Bauunternehmen, schätzt der „World Travel and Tourism Council“ (WTTC). Nicht erfasst in dieser Zahl sind all die Wirtinnen von Familienpensionen und „Bed&Breakfast“, die StrassenhändlerInnen, Souvenirverkäufer und selbst ernannten Guides, die rund um Hotels und Touristenattraktionen tätig sind. Sie gehören zum „informellen Sektor“, der nicht durch Arbeitsverträge geregelt ist.
Kein Wunder, wird der Tourismus weltweit für die Schaffung von neuen Arbeitsplätzen gefördert. Zu wenig beachtet wird dabei, welche Arbeitsplätze mit dem Tourismus geschaffen werden und wie viele gerade durch die Förderung des Tourismus in angestammten Erwerbszweigen verloren gehen – wenn etwa Fischer keinen Zugang zum Strand mehr haben oder Bauernfamilien ihr Land für die Subsistenzwirtschaft verlieren.
Die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) kommt in ihren Studien zum Schluss, dass die Arbeitsbedingungen im Tourismus im Durchschnitt schlechter sind als in vielen anderen Wirtschaftsbereichen: tiefe Löhne, lange unregelmässige Arbeitszeiten, prekäre Bedingungen ohne Verträge, Kündigungsschutz und Sozialversicherungen. Gewerkschaftliche Organisation wird untersagt. Ausbildung und Aufstiegschancen sind gering; Führungsposten werden zudem oft von ausländischen Fachleuten wahrgenommen.
Schätzungsweise 60 Prozent der Beschäftigten sind Frauen, die durchschnittlich fast ein Viertel weniger verdienen als ihre männlichen Kollegen für dieselbe Arbeit. Zudem stehen sie mit Haushalt und Kindern oft unter einer Doppelbelastung, die ihre Arbeitstage unendlich lange macht. Das gilt auch für Frauen, die – vielleicht weil sie über ein kleines Kapital, ein eigenes Haus oder besondere Fähigkeiten verfügen oder Kredit aufnehmen können – ein eigenes Unternehmen gründen, Zimmer vermieten, einen Strassenstand oder Laden eröffnen. Die Selbstbestimmung in der Arbeit kann jedoch gewisse Nachteile des Angestelltenverhältnisses kompensieren. So oder so – Frauen benötigen im Tourismus gezielte Unterstützung, um davon profitieren zu können und nicht ausgebeutet zu werden.
Alarmierend ist die Zahl der Kinder und Jugendlichen unter 18 Jahren im Tourismus. Gemäss Schätzungen der ILO machen sie 10 bis 15 Prozent des touristischen Arbeitsmarktes aus – das sind nach konservativen Schätzungen rund 13 bis 19 Millionen Minderjährige. Die Betroffenen sind meist gezwungen, ihren Lebensunterhalt zu verdienen und zum Familieneinkommen beizutragen. Deshalb helfen nur umsichtige Massnahmen seitens der Tourismusindustrie und der Behörden, diesen Minderjährigen neue Perspektiven zu verschaffen. Mehr dazu bei Zahlen & Fakten.
News
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Drei Filme erzählen davon, warum ein Billighuhn fast den lokalen Handel in Kamerum zerstörte, wie es Kindern auf Brasiliens Orangenplantagen ergeht und was eine Tasse Kaffee über die Globalisierung verrät
20. Januar 2010 Der fairunterwegs-Koffer packt aus: Er benutzt einen Computer aus ungerechter Produktion!
Will der fairunterwegs-Koffer möglichst viele Menschen mit seinen monatlichen Meldungen im fairunterwegs-Newsletter erreichen, muss er seinen Computer nutzen. Doch ihm ist nicht wirklich wohl dabei. Denn seit der Lancierung der...
03. November 2009 Youssouf Amine Elalamy: Gestrandet
Zwölf Männer und eine schwangere Frau machen sich nachts auf den Weg, um illegal mit einem Boot von Marokko nach Spanien zu gelangen. Jeder trägt seine eigenen Hoffnungen mit sich. Ein Schiffbruch macht sie alle zunichte. Wie in...
28. August 2009 Faire Löhne in Nepal
Label STEP setzt sich weltweit für gute Arbeits- und Lebensbedingungen in der Teppichindustrie ein. Ein wichtiges Instrument dabei ist die Vermittlung zwischen allen Akteuren der Industrie, wie ein aktueller Erfolg in Nepal...
21. August 2009 Ramadan: „Arabisch-muslimische Gäste können ihren Glauben auch in Zürich ausleben“
Erstmals liegt der Fastenmonat Ramadan mitten in der Hauptreisezeit arabischer TouristInnen. Zürich Tourismus erarbeitete einen Ramadan-Knigge für Hotels und schult Mitarbeitende für die speziellen Bedürfnisse der muslimischen...
