Aktuelle Themen:
30. August 2010
Jerusalem: Der falsche Ort für die OECD-Tourismuskonferenz 2010
In einem offenen Brief an die Organisation für wirtschaftlich Zusammenarbeit und Entwicklung OECD...
27. August 2010
Wenn das Ferienmitbringsel nur bis zum Zoll gelangt
Im Ausland macht das Einkaufen besonders viel Spass. Meist sind die Waren nicht nur exotischer als...
26. August 2010
Auf Tuchfühlung mit Wildtieren
Der Kontakt mit Wildtieren zieht viele Menschen an. Doch Wildtierreservate gefährden die Landrechte...
Entwicklungspolitik
Entwicklungspolitik
„Tourismus ist die eleganteste Form der Entwicklungshilfe“, sagte der deutsche Ökonom Lothar Nettekoven in den 70er Jahren. „Tourismus leistet einen wichtigen Beitrag zur Bekämpfung der weltweiten Armut“, verkündet die Welttourismusorganisation, seit sie anfangs des neuen Jahrtausend zur UNO-Spezialorganisation aufgerückt ist. Dazwischen liegen fast dreissig Jahre harscher Kritik, vertiefter Analysen, fundierter Infragestellung des Entwicklungsbeitrags des Tourismus und klarer Forderungen an die Tourismusindustrie und -behörden, effektiv für den Schutz der Umwelt und die Beteiligung und Mitbestimmung der Einheimischen in den Tourismusgebieten zu sorgen.
Tourismus ist einer der wichtigsten Wirtschaftszweige der Welt, ein riesiges Geschäft, das klar von westlichen Interessen dominiert wird, wo die meisten Ferienreisenden herstammen und die Tourismuskonzerne ihren Sitz haben. Trotz Krisen weist er hohe Wachstumsraten auf, wie Tourismusverantwortliche auf internationaler Ebene bei jeder Gelegenheit betonen. Das schürt in allen Regionen der Welt die Hoffnung auf neue Einkommen, Devisen und Arbeitsplätze.
Sicher – Tourismus kann neue Einkommen schaffen und für die Einheimischen neue Perspektiven eröffnen. Meist allerdings bereichern sich nur wenige, oft nicht Einheimische an neuen Tourismuserschliessungen, während die Bevölkerung am Zielort knapper werdende Ressourcen, die Kommerzialisierung ihrer Kultur, die Missachtung ihrer Rechte, Menschenrechtsverletzungen und Ausbeutung in Kauf zu nehmen hat.
Da schafft Tourismus Armut, statt sie zu lindern. Es gibt aber heute immer mehr Untersuchungen und konkrete Beispiele, die zeigen, wie der Tourismus der breiten Bevölkerung in den Zielgebieten zugute kommen kann und welche Bedingungen dafür erfüllt sein müssen.
Grundlagendokumente
News
01. September 2010 Aus dem Fairtrade-Tagebuch Kakao: Vom Land zurück in die Stadt
Die Schweizerinnen und Schweizer sind Weltmeister im Schokolade-Konsum: 12,4 Kilogramm pro Kopf wurden 2008 in der Schweiz verspeist. Das ist rund ein Kilo im Schnitt mehr als in Deutschland. Was die wenigsten Wissen: wie sieht...
24. August 2010 Dieses Buch kann Ihre Essgewohnheiten verändern
Jonathan Safran Foer hat ein eindringliches Buch über den alltäglichen Horror in der Massentierhaltung geschrieben.
16. August 2010 Die UNO anerkennt das Recht auf sauberes Wasser als Menschenrecht
Am Mittwoch, 28. Juli 2010, hat die UN-Vollversammlung das Recht auf sauberes Wasser als Menschenrecht anerkannt. Auch wenn es nicht gesetzlich einklagbar ist, hat es einen hohen symbolischen und politischen Charakter: Die...
13. August 2010 EvB fordert Existenzlohn: 10 Rappen können wahre "Fashion Victims" retten
Es braucht nicht viel: 10 Rappen mehr Lohn pro T-Shirt machen den entscheidenden Unterschied, ob eine Näherin in Armut oder in Würde leben kann. Die Erklärung von Clean Clothes Campaign (CCC) hat im August mit www.10rappen.ch...
04. August 2010 Mobilität auf Abruf
Stellen Sie sich vor: Sie fahren mit der Familie in die Alpen ohne Auto – und kommen dennoch überall hin. Bei den 20 Perlen der Alpen ist das Programm: sanfte Mobilität vor Ort gepaart mit ökologischem Bewusstsein. Utopia hat mit...
29. Juli 2010 Eilaktion für Meeresschildkröten: Bedroht durch die Ölkatastrophe und den Tourismus
Basel, 29.07.2010, akte/ Rund 700 Meeresschildkröten werden im Golf von Mexiko jährlich Opfer vom Fischfang mit Schleppnetzen in grosser Tiefe. Bereits jetzt sind über 400 Meeresschildkröten wegen der British Petrol...
28. Juli 2010 Riesencrevetten versus Mangrovenschutzwälder
Das Umfeld, in dem sich die Entwicklungszusammenarbeit abspielt, ist oft schwierig. Naturkatastrophen, Konflikte, schwache Regierungen und Korruption behindern häufig die Aufgaben von HEKS und seinen Partnern. So auch in...
