Aktuelle Themen:
19. März 2010
Klima-Initiative: notwendig, machbar, mehrheitsfähig
Nationalrat sagt Nein zur "Eidgenössischen Volksinitiative für ein gesundes Klima"
18. März 2010
Reiseveranstalter nehmen ihre Verantwortung zum Klimaschutz nicht wahr!
Neue e-Publikation "The Role of Tour Operators in Climate Change Mitigation"
17. März 2010
Nationalrat, Frühjahrssession, 17. März 2010 Volksinitiative "Für ein gesundes Klima"
Rund um die Nationalratsdebatte zur Klima-Initiative hat die Klima-Allianz, zu der auch der...
Entwicklungspolitik
Entwicklungspolitik
„Tourismus ist die eleganteste Form der Entwicklungshilfe“, sagte der deutsche Ökonom Lothar Nettekoven in den 70er Jahren. „Tourismus leistet einen wichtigen Beitrag zur Bekämpfung der weltweiten Armut“, verkündet die Welttourismusorganisation, seit sie anfangs des neuen Jahrtausend zur UNO-Spezialorganisation aufgerückt ist. Dazwischen liegen fast dreissig Jahre harscher Kritik, vertiefter Analysen, fundierter Infragestellung des Entwicklungsbeitrags des Tourismus und klarer Forderungen an die Tourismusindustrie und -behörden, effektiv für den Schutz der Umwelt und die Beteiligung und Mitbestimmung der Einheimischen in den Tourismusgebieten zu sorgen.
Tourismus ist einer der wichtigsten Wirtschaftszweige der Welt, ein riesiges Geschäft, das klar von westlichen Interessen dominiert wird, wo die meisten Ferienreisenden herstammen und die Tourismuskonzerne ihren Sitz haben. Trotz Krisen weist er hohe Wachstumsraten auf, wie Tourismusverantwortliche auf internationaler Ebene bei jeder Gelegenheit betonen. Das schürt in allen Regionen der Welt die Hoffnung auf neue Einkommen, Devisen und Arbeitsplätze.
Sicher – Tourismus kann neue Einkommen schaffen und für die Einheimischen neue Perspektiven eröffnen. Meist allerdings bereichern sich nur wenige, oft nicht Einheimische an neuen Tourismuserschliessungen, während die Bevölkerung am Zielort knapper werdende Ressourcen, die Kommerzialisierung ihrer Kultur, die Missachtung ihrer Rechte, Menschenrechtsverletzungen und Ausbeutung in Kauf zu nehmen hat.
Da schafft Tourismus Armut, statt sie zu lindern. Es gibt aber heute immer mehr Untersuchungen und konkrete Beispiele, die zeigen, wie der Tourismus der breiten Bevölkerung in den Zielgebieten zugute kommen kann und welche Bedingungen dafür erfüllt sein müssen. Mehr dazu unter Zahlen & Fakten.
Grundlagendokumente
- Reisen gegen die Armut? - Nicht weiter frei zu Tisch; Artikel von Christine Plüss, Juli 2008 (pdf, 57 kb)
- Kann der Tourismus wirklich zur Überwindung der Armut beitragen? Artikel von Christine Plüss, September 2007 (pdf, 58 kb)
News
18. März 2010 Reiseveranstalter nehmen ihre Verantwortung zum Klimaschutz nicht wahr!
Neue e-Publikation "The Role of Tour Operators in Climate Change Mitigation"
10. März 2010 Südafrika: Das Budget im Taschentuch
Petronella Diergaard (67) ist eine der ältesten Einwohnerinnen von Nababeep. Alle nennen sie Oma Nellie. Nababeep liegt in der trockenen Nordkap-Region, rund 600 Kilometer nördlich von Kapstadt. Oma Nellie hat zwei Söhne, eine...
09. März 2010 Südafrika: Der blasse Regenbogen
Die Umgestaltung des früheren Apartheidstaats hat zur Bildung einer neuen Führungsschicht geführt. Dennoch gibt es in Südafrika grosse Spannungen im Verhältnis zwischen Schwarz und Weiss – auch weil noch immer viele Schwarze...
04. März 2010 "Fair - unfair: Welthandel": Unser neues Filmangebot veranschaulicht globale Zusammenhänge
Drei Filme erzählen davon, warum ein Billighuhn fast den lokalen Handel in Kamerum zerstörte, wie es Kindern auf Brasiliens Orangenplantagen ergeht und was eine Tasse Kaffee über die Globalisierung verrät
03. März 2010 Georgios Zervas: Global Fair Trade. Transparenz im Welthandel
Zucker aus Paraguay oder aus der Schweiz? Rosen aus Kenia oder Holland? Wenn es um bewusstes Einkaufen geht, ist es nicht immer einfach, sich zu entscheiden.
Nahezu alles, was wir kaufen, ist irgendwie in globale...
