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Aktuelle Themen:
06. Februar 2012
Galapagos: TouristInnen schleppen Resistenzen ein
Invasion gefährlicher Bakterien auf Leguanen und Schildkröten
02. Februar 2012
Kenia: Deutscher Reiseverband verurteilt Vertreibung der Samburu
Der Deutsche ReiseVerband (DRV) hat Kenias Regierung aufgefordert, eine Lösung zur Lage des...
02. Februar 2012
Warnung vor GMC: Ein unseriöser Ferienanbieter betrügt Reiselustige mit Behinderung
Ferien sind für Menschen in unseren Breitengraden die Zeit der Erholung vom Arbeitsstress und der...
Entwicklungspolitik
Entwicklungspolitik
„Tourismus ist die eleganteste Form der Entwicklungshilfe“, sagte der deutsche Ökonom Lothar Nettekoven in den 70er Jahren. „Tourismus leistet einen wichtigen Beitrag zur Bekämpfung der weltweiten Armut“, verkündet die Welttourismusorganisation, seit sie anfangs des neuen Jahrtausend zur UNO-Spezialorganisation aufgerückt ist. Dazwischen liegen fast dreissig Jahre harscher Kritik, vertiefter Analysen, fundierter Infragestellung des Entwicklungsbeitrags des Tourismus und klarer Forderungen an die Tourismusindustrie und -behörden, effektiv für den Schutz der Umwelt und die Beteiligung und Mitbestimmung der Einheimischen in den Tourismusgebieten zu sorgen.
Tourismus ist einer der wichtigsten Wirtschaftszweige der Welt, ein riesiges Geschäft, das klar von westlichen Interessen dominiert wird, wo die meisten Ferienreisenden herstammen und die Tourismuskonzerne ihren Sitz haben. Trotz Krisen weist er hohe Wachstumsraten auf, wie Tourismusverantwortliche auf internationaler Ebene bei jeder Gelegenheit betonen. Das schürt in allen Regionen der Welt die Hoffnung auf neue Einkommen, Devisen und Arbeitsplätze.
Sicher – Tourismus kann neue Einkommen schaffen und für die Einheimischen neue Perspektiven eröffnen. Meist allerdings bereichern sich nur wenige, oft nicht Einheimische an neuen Tourismuserschliessungen, während die Bevölkerung am Zielort knapper werdende Ressourcen, die Kommerzialisierung ihrer Kultur, die Missachtung ihrer Rechte, Menschenrechtsverletzungen und Ausbeutung in Kauf zu nehmen hat.
Da schafft Tourismus Armut, statt sie zu lindern. Es gibt aber heute immer mehr Untersuchungen und konkrete Beispiele, die zeigen, wie der Tourismus der breiten Bevölkerung in den Zielgebieten zugute kommen kann und welche Bedingungen dafür erfüllt sein müssen.
Grundlagendokumente
- Alles was Recht ist - Menschenrechte und Tourismus. Studie des EED Tourism Watch in Kooperation mit dem arbeitskreis tourismus & entwicklung, 2010. Adaptation und Erweiterung der englischen Studie "Putting Tourism to Rights", die im Oktober 2009 von Tourism Concern publiziert wurde. (pdf, 1,7 mb)
- "Wer bremst die Irrfahrt in die Katastrophe?": Positionspapier zu Tourismus und Klima des arbeitskreises tourismus & entwicklung (pdf, 118 kb)
- Reisen gegen die Armut? - Nicht weiter frei zu Tisch; Artikel von Christine Plüss, Juli 2008 (pdf, 57 kb)
- Kann der Tourismus wirklich zur Überwindung der Armut beitragen? Artikel von Christine Plüss, September 2007 (pdf, 58 kb)
Lesen Sie auch unter FAQ's - Häufige Fragen:
- Schnäppchenjagd - Lohnt sich das?
- Projektreisen - Besuch von Entwicklungs- und Umweltschutzprojekten: Was ist zu beachten?
- Das grosse Reisegeschäft mit den Freiwilligen - Welche Voluntourismus-Angebote sind seriös?
News
09. Januar 2012 Vorbehalte gegen "grüne Wirtschaft"
Entwicklungsländer und Rio+20: Zwanzig Jahre nach dem Erdgipfel von Rio lädt Brasilien die Uno-Staats- und Regierungschefs erneut in die Metropole am Zuckerhut ein. Das Rio+20-Treffen im kommenden Juni soll der nachhaltigen...
05. Januar 2012 Brasilien/Belo Monte: Zu früh gefreut
Derselbe Bundesrichter, der im September den Baubeginn des Wasserkraftprojekts Belo Monte im Norden Brasiliens blockierte, hat Mitte Dezember seinen Entscheid zurückgezogen. In seiner ursprünglichen Erklärung begründete...
27. Dezember 2011 Brot für alle: Von der nationalen Kampagne zum Entwicklungsdienst der evangelischen Kirchen der Schweiz
Basel, 27.12.2011, akte/ Wer an einer besseren, gerechteren Zukunft arbeitet, tut gut daran, auch einmal zurückzublicken. Diesen Blick zurück auf den Weg von Brot für alle ermöglicht das Buch des Journalisten Christian Zellweger....
08. Dezember 2011 Neue Hoffnung für Yasuní
Ecuadors Staatschef Rafael Correa fordert die Mitverantwortung der Welt. Über die Hälfte des notwendigen Geldes für das revolutionäre "Dschungel-statt-Öl"-Projekt liegt schon im Fonds.
01. Dezember 2011 Augen auf beim Ferienkauf!
Basel, 01.12.2011, akte/ Auch Sie würden eigentlich längst gern "fair" und "nachhaltig" verreisen – wenn dies bloss nicht so kompliziert und aufwändig wäre! Sie sind in guter Gesellschaft: Für...
30. November 2011 Letzter Aufruf für Durban: NGOs aus Nord und Süd fordern eine offene Debatte über Klimagerechtigkeit im Tourismus
Anlässlich der bevorstehenden Klimaverhandlungen im südafrikanischen Durban ruft eine internationale Allianz zivilgesellschaftlicher Organisationen dazu auf, dass die Rolle des Tourismus im Klimawandel sachlich und seriös...
28. November 2011 Angst in Masoala – warum die MadegassInnen nicht immer die Wahrheit sagen
Der Masoala-Nationalpark in Madagaskar stösst bei vielen ansässigen BäuerInnen auf Ablehnung. Doch sie wehren sich kaum. Die Ethnologin Eva Keller schildert, warum das so ist.
