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Aus dem Fairtrade-Tagebuch Kakao: Vom Land zurück in die Stadt
Die Schweizerinnen und Schweizer sind Weltmeister im Schokolade-Konsum: 12,4 Kilogramm pro Kopf...
30. August 2010
Jerusalem: Der falsche Ort für die OECD-Tourismuskonferenz 2010
In einem offenen Brief an die Organisation für wirtschaftlich Zusammenarbeit und Entwicklung OECD...
27. August 2010
Wenn das Ferienmitbringsel nur bis zum Zoll gelangt
Im Ausland macht das Einkaufen besonders viel Spass. Meist sind die Waren nicht nur exotischer als...
Finanz- & Handelspolitik
Finanz- und Handelspolitik
Das rasante Wachstum des internationalen Tourismus ist sicher auf die stetig steigende Nachfrage von immer kaufkräftigeren KonsumentInnen zurückzuführen. Die hohen Wachstumsraten sind klar aber auch das Resultat einer gezielten Förderung des Sektors, der im Rahmen der internationalen Finanz- und Handelspolitik als vielversprechender Devisenbeschaffer und Entwicklungsweg erachtet wird.
So fördern gerade verschuldete Länder des Südens den Tourismus auf „Empfehlung“ der Gläubiger im Rahmen der vom Internationalen Währungsfonds (IWF) erlassenen Strukturanpassungen und öffnen in der Folge der Freihandelsabkommen (GATS) der Welthandelsorganisation ihre Märkte laufend weiter für ausländische Anbieter. Dafür investieren Tourismusländer in teure Infrastrukturen (Flughäfen, Strassen, Wasserversorgung etc.), ziehen kapitalkräftige private Anleger für den Bau von Hotels mit attraktiven Investitionsanreizen (Steuerbefreiungen, günstigen Tarife für Wasser, Strom oder den Erwerb von Land etc.) und gewähren ausländischen Unternehmen immer mehr Freiheit.
Im harten Konkurrenzkampf unter den Tourismusländern werden gigantische Vorhaben geplant, meist über die Köpfe der betroffenen AnwohnerInnen hinweg. Dabei wird mit Millionenbeträgen jongliert, die nicht selten in privaten Taschen verschwinden. Die teuren Infrastrukturausbauten und Fördermassnahmen gehen aber zu Lasten der Staatskasse, letztlich der SteuerzahlerInnen im Tourismusgebiet, und kurbeln oft die Staatsverschuldung weiter an. Derweil haben Regierungen und Gemeinden aufgrund der in den international verbindlichen GATS-Abkommen gewährten Zugeständnisse an die Privatwirtschaft immer weniger Spielraum, zum Beispiel von einem Hotel zu verlangen, lokale Arbeitskräfte einzustellen oder Produkte aus der Region zu beziehen.
Wichtige Voraussetzungen für eine nachhaltige Entwicklung des Tourismus im Süden sind im Rahmen der heutigen Finanz- und Handelspolitik, die von den Wirtschaftsministerien und -kapitänen der Industrieländer bestimmt wird, nicht gewährleistet.
News
24. August 2010 Dieses Buch kann Ihre Essgewohnheiten verändern
Jonathan Safran Foer hat ein eindringliches Buch über den alltäglichen Horror in der Massentierhaltung geschrieben.
29. Juli 2010 Eilaktion für Meeresschildkröten: Bedroht durch die Ölkatastrophe und den Tourismus
Basel, 29.07.2010, akte/ Rund 700 Meeresschildkröten werden im Golf von Mexiko jährlich Opfer vom Fischfang mit Schleppnetzen in grosser Tiefe. Bereits jetzt sind über 400 Meeresschildkröten wegen der British Petrol...
28. Juli 2010 Riesencrevetten versus Mangrovenschutzwälder
Das Umfeld, in dem sich die Entwicklungszusammenarbeit abspielt, ist oft schwierig. Naturkatastrophen, Konflikte, schwache Regierungen und Korruption behindern häufig die Aufgaben von HEKS und seinen Partnern. So auch in...
19. Juli 2010 Neue Geldkreisläufe
Basel ist bei neuen Geldmodellen Vorreiterin: Die Stadt beherbergt nicht nur die WIR-Bank mit ihrem alternativen Bezahlsystem, sondern ist auch die einzige in der Schweiz mit einem eigenen Regionalgeld.
01. Juli 2010 Kein Greenwashing des Flugverkehrs mit Agrotreibstoffen!
Der arbeitskreis tourismus & entwicklung trägt die Petition gegen Agrotreibstoffe mit
28. Juni 2010 tw-Themenheft Innovationen im Tourismus: Nischenprodukte und Nischenkompetenz
Basel, 28.06.2010, akte/ Die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift Tourismuswissenschaft geht der Frage der Innovation im Tourismus nach: neue Produkte und Dienstleistungen, neue Prozesse und Verfahren, neue soziale Ansätze oder...
23. Juni 2010 Palmöl-Schwindel: Migros reagiert auf Vorwürfe
Vier Wochen nach Bekanntwerden der vom Bruno Manser Fonds publik gemachten Missstände beim malaysischen Palmöl-Konzern IOI, dem Hauptlieferanten der Migros, reagiert die grösste Schweizer Supermarktkette. Migros wird gegen...
