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02. Februar 2012

Kenia: Deutscher Reiseverband verurteilt Vertreibung der Samburu

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02. Februar 2012

Warnung vor GMC: Ein unseriöser Ferienanbieter betrügt Reiselustige mit Behinderung

Ferien sind für Menschen in unseren Breitengraden die Zeit der Erholung vom Arbeitsstress und der...

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01. Februar 2012

Bottled Life – Die Wahrheit über Nestlés Geschäfte mit dem Wasser

Urs Schnell (Regie) und Res Gehriger (Recherche), Schweiz 2011

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Finanz- & Handelspolitik

Finanz- und Handelspolitik

Das rasante Wachstum des internationalen Tourismus ist sicher auf die stetig steigende Nachfrage von immer kaufkräftigeren KonsumentInnen zurückzuführen. Die hohen Wachstumsraten sind klar aber auch das Resultat einer gezielten Förderung des Sektors, der im Rahmen der internationalen Finanz- und Handelspolitik als vielversprechender Devisenbeschaffer und Entwicklungsweg erachtet wird.

So fördern gerade verschuldete Länder des Südens den Tourismus auf „Empfehlung“ der Gläubiger im Rahmen der vom Internationalen Währungsfonds (IWF) erlassenen Strukturanpassungen und öffnen in der Folge der Freihandelsabkommen (GATS) der Welthandelsorganisation ihre Märkte laufend weiter für ausländische Anbieter. Dafür investieren Tourismusländer in teure Infrastrukturen (Flughäfen, Strassen, Wasserversorgung etc.), ziehen kapitalkräftige private Anleger für den Bau von Hotels mit attraktiven Investitionsanreizen (Steuerbefreiungen, günstigen Tarife für Wasser, Strom oder den Erwerb von Land etc.) und gewähren ausländischen Unternehmen immer mehr Freiheit.

Im harten Konkurrenzkampf unter den Tourismusländern werden gigantische Vorhaben geplant, meist über die Köpfe der betroffenen AnwohnerInnen hinweg. Dabei wird mit Millionenbeträgen jongliert, die nicht selten in privaten Taschen verschwinden. Die teuren Infrastrukturausbauten und Fördermassnahmen gehen aber zu Lasten der Staatskasse, letztlich der SteuerzahlerInnen im Tourismusgebiet, und kurbeln oft die Staatsverschuldung weiter an. Derweil haben Regierungen und Gemeinden aufgrund der in den international verbindlichen GATS-Abkommen gewährten Zugeständnisse an die Privatwirtschaft immer weniger Spielraum, zum Beispiel von einem Hotel zu verlangen, lokale Arbeitskräfte einzustellen oder Produkte aus der Region zu beziehen.

Wichtige Voraussetzungen für eine nachhaltige Entwicklung des Tourismus im Süden sind im Rahmen der heutigen Finanz- und Handelspolitik, die von den Wirtschaftsministerien und -kapitänen der Industrieländer bestimmt wird, nicht gewährleistet.

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14. Januar 2012 Eine kleine Geschichte des Rio-Prozesses

Vom 20. bis 22. Juni 2012 findet in Rio de Janeiro die UN-Konferenz über nachhaltige Entwicklung statt, der Rio+20-Gipfel, wie es in der öffentlichen Diskussion verkürzend heisst. Dieser weniger technische Titel deutet bereits...


09. Januar 2012 Vorbehalte gegen "grüne Wirtschaft"

Entwicklungsländer und Rio+20: Zwanzig Jahre nach dem Erdgipfel von Rio lädt Brasilien die Uno-Staats- und Regierungschefs erneut in die Metropole am Zuckerhut ein. Das Rio+20-Treffen im kommenden Juni soll der nachhaltigen...


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Basel, 27.12.2011, akte/ Wer an einer besseren, gerechteren Zukunft arbeitet, tut gut daran, auch einmal zurückzublicken. Diesen Blick zurück auf den Weg von Brot für alle ermöglicht das Buch des Journalisten Christian Zellweger....


15. Dezember 2011 Skandalöser Entscheid: Bundesrat verweigert Aufhebung der Archivsperre zu Südafrika

In zwei Interpellationen verlangten die SP-Nationalräte Paul Rechsteiner und Carlo Sommaruga vom Bundesrat die Aufhebung der seit April 2003 bestehenden Archivsperre von Akten betreffend der Geschäftsbeziehungen zwischen der...


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Letzte Aktualisierung: 03.02.2012