Aktuelle Themen:
19. März 2010
Klima-Initiative: notwendig, machbar, mehrheitsfähig
Nationalrat sagt Nein zur „Eidgenössischen Volksinitiative für ein gesundes Klima“
18. März 2010
Reiseveranstalter nehmen ihre Verantwortung zum Klimaschutz nicht wahr!
Neue e-Publikation "The Role of Tour Operators in Climate Change Mitigation"
17. März 2010
Nationalrat, Frühjahrssession, 17. März 2010 Volksinitiative "Für ein gesundes Klima"
Rund um die Nationalratsdebatte zur Klima-Initiative hat die Klima-Allianz, zu der auch der...
Finanz- & Handelspolitik
Finanz- und Handelspolitik
Das rasante Wachstum des internationalen Tourismus ist sicher auf die stetig steigende Nachfrage von immer kaufkräftigeren KonsumentInnen zurückzuführen. Die hohen Wachstumsraten sind klar aber auch das Resultat einer gezielten Förderung des Sektors, der im Rahmen der internationalen Finanz- und Handelspolitik als vielversprechender Devisenbeschaffer und Entwicklungsweg erachtet wird.
So fördern gerade verschuldete Länder des Südens den Tourismus auf „Empfehlung“ der Gläubiger im Rahmen der vom Internationalen Währungsfonds (IWF) erlassenen Strukturanpassungen und öffnen in der Folge der Freihandelsabkommen (GATS) der Welthandelsorganisation ihre Märkte laufend weiter für ausländische Anbieter. Dafür investieren Tourismusländer in teure Infrastrukturen (Flughäfen, Strassen, Wasserversorgung etc.), ziehen kapitalkräftige private Anleger für den Bau von Hotels mit attraktiven Investitionsanreizen (Steuerbefreiungen, günstigen Tarife für Wasser, Strom oder den Erwerb von Land etc.) und gewähren ausländischen Unternehmen immer mehr Freiheit.
Im harten Konkurrenzkampf unter den Tourismusländern werden gigantische Vorhaben geplant, meist über die Köpfe der betroffenen AnwohnerInnen hinweg. Dabei wird mit Millionenbeträgen jongliert, die nicht selten in privaten Taschen verschwinden. Die teuren Infrastrukturausbauten und Fördermassnahmen gehen aber zu Lasten der Staatskasse, letztlich der SteuerzahlerInnen im Tourismusgebiet, und kurbeln oft die Staatsverschuldung weiter an. Derweil haben Regierungen und Gemeinden aufgrund der in den international verbindlichen GATS-Abkommen gewährten Zugeständnisse an die Privatwirtschaft immer weniger Spielraum, zum Beispiel von einem Hotel zu verlangen, lokale Arbeitskräfte einzustellen oder Produkte aus der Region zu beziehen.
Wichtige Voraussetzungen für eine nachhaltige Entwicklung des Tourismus im Süden sind im Rahmen der heutigen Finanz- und Handelspolitik, die von den Wirtschaftsministerien und -kapitänen der Industrieländer bestimmt wird, nicht gewährleistet.
News
10. März 2010 Südafrika: Das Budget im Taschentuch
Petronella Diergaard (67) ist eine der ältesten Einwohnerinnen von Nababeep. Alle nennen sie Oma Nellie. Nababeep liegt in der trockenen Nordkap-Region, rund 600 Kilometer nördlich von Kapstadt. Oma Nellie hat zwei Söhne, eine...
04. März 2010 "Fair - unfair: Welthandel": Unser neues Filmangebot veranschaulicht globale Zusammenhänge
Drei Filme erzählen davon, warum ein Billighuhn fast den lokalen Handel in Kamerum zerstörte, wie es Kindern auf Brasiliens Orangenplantagen ergeht und was eine Tasse Kaffee über die Globalisierung verrät
03. März 2010 Georgios Zervas: Global Fair Trade. Transparenz im Welthandel
Zucker aus Paraguay oder aus der Schweiz? Rosen aus Kenia oder Holland? Wenn es um bewusstes Einkaufen geht, ist es nicht immer einfach, sich zu entscheiden.
Nahezu alles, was wir kaufen, ist irgendwie in globale...
01. März 2010 Xcacel/Xcacelito, Mexiko: Die spanische Tourismusindustrie auf Beutezug bedroht die letzten Riesenschildkröten
Basel, 01.03.2010, akte/ Die knapp 130 Kilometer lange Küstenlinie südlich von Cancun auf der mexikanischen Halbinsel Yucatan - Riviera Maya genannt - hat sich in den vergangenen zwei Jahrzehnten von einem ökologisch komplexen...
25. Februar 2010 WM2010 Südafrika: Nichts für uns – ohne uns! StrassenhändlerInnen kämpfen um ihre Arbeitsplätze
StrassenhändlerInnen in Südafrika protestieren gegen die Zerstörung ihres Arbeitsplatzes. Denn die Vorbereitungen für die erste Fussball-Weltmeisterschaft auf dem afrikanischen Kontinent gefährden die Arbeit der überwiegend...
