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Aktuelle Themen:
08. Februar 2012
Warten, bis der Wasserstand sinkt, und weitermachen wie gewohnt
Naturkatastrophen beeinträchtigen den Tourismus in Thailand anscheinend stärker als politischen...
06. Februar 2012
Galapagos: TouristInnen schleppen Resistenzen ein
Invasion gefährlicher Bakterien auf Leguanen und Schildkröten
02. Februar 2012
Kenia: Deutscher Reiseverband verurteilt Vertreibung der Samburu
Der Deutsche ReiseVerband (DRV) hat Kenias Regierung aufgefordert, eine Lösung zur Lage des...
Finanz- & Handelspolitik
Finanz- und Handelspolitik
Das rasante Wachstum des internationalen Tourismus ist sicher auf die stetig steigende Nachfrage von immer kaufkräftigeren KonsumentInnen zurückzuführen. Die hohen Wachstumsraten sind klar aber auch das Resultat einer gezielten Förderung des Sektors, der im Rahmen der internationalen Finanz- und Handelspolitik als vielversprechender Devisenbeschaffer und Entwicklungsweg erachtet wird.
So fördern gerade verschuldete Länder des Südens den Tourismus auf „Empfehlung“ der Gläubiger im Rahmen der vom Internationalen Währungsfonds (IWF) erlassenen Strukturanpassungen und öffnen in der Folge der Freihandelsabkommen (GATS) der Welthandelsorganisation ihre Märkte laufend weiter für ausländische Anbieter. Dafür investieren Tourismusländer in teure Infrastrukturen (Flughäfen, Strassen, Wasserversorgung etc.), ziehen kapitalkräftige private Anleger für den Bau von Hotels mit attraktiven Investitionsanreizen (Steuerbefreiungen, günstigen Tarife für Wasser, Strom oder den Erwerb von Land etc.) und gewähren ausländischen Unternehmen immer mehr Freiheit.
Im harten Konkurrenzkampf unter den Tourismusländern werden gigantische Vorhaben geplant, meist über die Köpfe der betroffenen AnwohnerInnen hinweg. Dabei wird mit Millionenbeträgen jongliert, die nicht selten in privaten Taschen verschwinden. Die teuren Infrastrukturausbauten und Fördermassnahmen gehen aber zu Lasten der Staatskasse, letztlich der SteuerzahlerInnen im Tourismusgebiet, und kurbeln oft die Staatsverschuldung weiter an. Derweil haben Regierungen und Gemeinden aufgrund der in den international verbindlichen GATS-Abkommen gewährten Zugeständnisse an die Privatwirtschaft immer weniger Spielraum, zum Beispiel von einem Hotel zu verlangen, lokale Arbeitskräfte einzustellen oder Produkte aus der Region zu beziehen.
Wichtige Voraussetzungen für eine nachhaltige Entwicklung des Tourismus im Süden sind im Rahmen der heutigen Finanz- und Handelspolitik, die von den Wirtschaftsministerien und -kapitänen der Industrieländer bestimmt wird, nicht gewährleistet.
News
08. Dezember 2011 Neue Hoffnung für Yasuní
Ecuadors Staatschef Rafael Correa fordert die Mitverantwortung der Welt. Über die Hälfte des notwendigen Geldes für das revolutionäre "Dschungel-statt-Öl"-Projekt liegt schon im Fonds.
02. November 2011 Lesereise: Fair unterwegs mit Ueli Mäder, Soziologe und erster Geschäftsleiter des arbeitskreises tourismus & entwicklung
Seit seiner Kindheit engagiert sich Ueli Mäder auch als Widerständiger für eine gerechtere Gesellschaft. Nach seinen viel beachteten Studien über Armut und Reichtum in der Schweiz ruft er auf, an frühere Konzepte einer...
27. Oktober 2011 Le Monde Diplomatique: Atlas der Globalisierung – spezial: Das 20. Jahrhundert
Basel, 27.10.2011, akte/ "Im täglichen Leben wie in der grossen Politik wäre einiges gewonnen, wenn wir aus der Vergangenheit für die Gegenwart lernen könnten. Doch in der Wirklichkeit ist es eher umgekehrt. Häufig...
21. Oktober 2011 Tunesien : "Eure Unterstützung ist wie der Regen, der auf die ausgetrocknete Erde fällt."
Der Tourismus spielt in der exportorientierten Wirtschaft Tunesiens eine wichtige Rolle und wurde unter Diktator Ben-Ali mit der Begünstigung ausländischer Investoren gefördert. Diese werden dank Freihandelsverträgen steuerlich...
19. Oktober 2011 Zeit, die Türen zu öffnen! Drei Fragen an Tricia Barnett, Tourism Concern
Die Welttourismusorganisation der Vereinten Nationen (UNWTO) soll vom Tourismus betroffenen Gemeinschaften eine Mitsprache in ihren Entscheidungsprozessen ermöglichen. Das fordert die britische Kampagnenorganisation Tourism...
18. Oktober 2011 Bilaterale Handelspolitik: Wie kommen Menschenrechte in Handelsabkommen?
Freihandelsabkommen können die Fähigkeit von Regierungen einschränken, ihren international eingegangenen Menschenrechtsverpflichtungen nachzukommen. Dies war der Ausgangspunkt eines Vortrags von Olivier De Schutter,...
13. Oktober 2011 "Widerspruch": Dreissig Jahre linke Diskussionskultur
Die in Zürich erscheinende Zeitschrift "Widerspruch" kann mit dem neuen Heft 60 auf dreissig Jahre linke Diskussionskultur zurückblicken, die auch über die Schweiz hinaus Resonanz findet. In den halbjährlichen...
