Aktuelle Themen:
01. September 2010
Aus dem Fairtrade-Tagebuch Kakao: Vom Land zurück in die Stadt
Die Schweizerinnen und Schweizer sind Weltmeister im Schokolade-Konsum: 12,4 Kilogramm pro Kopf...
27. August 2010
Wenn das Ferienmitbringsel nur bis zum Zoll gelangt
Im Ausland macht das Einkaufen besonders viel Spass. Meist sind die Waren nicht nur exotischer als...
26. August 2010
Auf Tuchfühlung mit Wildtieren
Der Kontakt mit Wildtieren zieht viele Menschen an. Doch Wildtierreservate gefährden die Landrechte...
Krisen, Kriege, Katastrophen
Sicherheit – für wen?
Terroranschläge und Naturkatastrophen haben in jüngster Zeit das Thema Sicherheit auf Reisen in der Vordergrund der Tourismusdebatten gerückt. Zwar halten Tourismusverantwortliche mit Erleichterung fest, dass sich der Tourismus immer schneller von Anschlägen erholt. Doch die Reisenden sind sensibler geworden, wie eine repräsentative Umfrage einer Schweizer Reiseversicherung im Sommer 2006 feststellt. Zwar liessen sie sich nicht von Reisen in Länder abhalten, die von Terror oder Naturkatastrophen heimgesucht würden, sie konsultierten aber vermehrt Informationen über die politische Lage im Reiseland.
Das ist zweifellos auch eine positive Entwicklung. Die Sicherheitsempfehlungen der Auswärtigen Ämter sollen dabei konsultiert werden. Sie können aber nicht die einzige Informationsquelle sein, sondern müssen mit einer breiten Palette an Berichten, wo immer möglich aus den Reiseländern selbst, ergänzt werden.
Mit Sicherheitsforderungen für Reisende wird heute Politik gemacht. Ausgeblendet wird dabei gern, dass unter dem Vorwand der Sicherheit für Reisende in den Tourismusgebieten auch Repressionsmassnahmen gegen die BewohnerInnen ergriffen und Menschenrechte verletzt werden. Wenn etwa Bettelkinder von öffentlichen Plätzen verjagt werden, von der Polizei verhaftet und nur gegen willkürliche Kautionen wieder freigelassen werden. Wenn nach einem Anschlag auf touristische Einrichtungen willkürliche Razzien unter den AnwohnerInnen durchgeführt werden. Erhöht dies wirklich die Sicherheit für die Reisenden? Ist diese besser gewährleistet, wenn Hotels eingezäunt und von bewaffneten „Sicherheitsbeamten“ bewacht werden?
Wann endlich macht sich die Einsicht breit, dass die Sicherheit der Reisenden ganz entscheidend von der Sicherheit der Einheimischen in Tourismusgebieten abhängt? Von ihrer politischen und sozialen Sicherheit, ihre Rechte wahrnehmen und ein Leben in Würde führen zu können. Und am Tourismus teilzuhaben und davon zu profitieren. Deshalb appelliert zum Beispiel der südafrikanische Tourismusberater Erich Apelgren an die Reisebranche: „Wenn ein Reiseveranstalter direkte Kontakte zu den Gemeinschaften pflegt, werden auch die TouristInnen eine bessere Beziehung zur ansässigen Bevölkerung haben. Und das trägt entscheidend zu ihrer Sicherheit bei.“
News
30. August 2010 Jerusalem: Der falsche Ort für die OECD-Tourismuskonferenz 2010
In einem offenen Brief an die Organisation für wirtschaftlich Zusammenarbeit und Entwicklung OECD drücken ECOT (ökumenische Tourismuskoalition), ATG (Alternative Tourism Group) und Kairos Palestine ihre Erschütterung und ihr...
17. August 2010 Burmas Generäle rüsten zur Wahlfarce
Jetzt ist es offiziell: Als Teil ihrer "Road Map" zur "disziplinierten Demokratie" lässt die burmesische Militärjunga das Volk am 7. November zur Wahl antreten. Die neuen Wahlgesetze schliessen allerdings die Beteiligung der...
28. Juli 2010 Riesencrevetten versus Mangrovenschutzwälder
Das Umfeld, in dem sich die Entwicklungszusammenarbeit abspielt, ist oft schwierig. Naturkatastrophen, Konflikte, schwache Regierungen und Korruption behindern häufig die Aufgaben von HEKS und seinen Partnern. So auch in...
16. Juli 2010 Pilgernde ins Heilige Land sollen sich für Ausgleich und Frieden einsetzen
TheologInnen, TourismusaktivistInnen und Branchenleader aus 14 Ländern und von 23 Organisationen trafen sich vom 18.bis zum 21. Mai in Genf zu einem Austausch über eine "Theologie des Pilgerns für Palästina". In ihrem...
15. Juli 2010 Mit Razzien und der Zerstörung von Wohnhäusern setzt Israel den Jerusalemer Masterplan um
Palästinenserinnen und Palästinenser erfahren systematische Vertreibungen aus ihren Häusern. Die Zerstörung palästinensischen Wohnraums wird auch von der EU verurteilt.
13. Juli 2010 Das Jordantal - Vertreibung und Schikanierung der palästinensischen Bevölkerung
Im Jordantal eignet sich Israel systematisch Land, Wasser und landwirtschaftliche Ressourcen an. Die palästinensische Bevölkerung ist in ihrer Existenz zunehmend bedroht.

