Aktuelle Themen:
11. März 2010
Reiseservice Imagine Bern wird als erster* Schweizer Veranstalter mit dem Nachhaltigkeitszertifikat TourCert ausgezeichnet
Imagine zeigt, was an Massnahmen für Verbesserungen im Umwelt- und Sozialbereich und an Transparenz...
11. März 2010
Team Reisen AG als erstes* schweizerisches Reiseunternehmen CSR - zertifiziert
Der arbeitskreis tourismus & entwicklung gratuliert TeamReisen und Geschäftsführer Christian...
10. März 2010
Südafrika: Das Budget im Taschentuch
Petronella Diergaard (67) ist eine der ältesten Einwohnerinnen von Nababeep. Alle nennen sie Oma...
Krisen, Kriege, Katastrophen
Sicherheit – für wen?
Terroranschläge und Naturkatastrophen haben in jüngster Zeit das Thema Sicherheit auf Reisen in der Vordergrund der Tourismusdebatten gerückt. Zwar halten Tourismusverantwortliche mit Erleichterung fest, dass sich der Tourismus immer schneller von Anschlägen erholt. Doch die Reisenden sind sensibler geworden, wie eine repräsentative Umfrage einer Schweizer Reiseversicherung im Sommer 2006 feststellt. Zwar liessen sie sich nicht von Reisen in Länder abhalten, die von Terror oder Naturkatastrophen heimgesucht würden, sie konsultierten aber vermehrt Informationen über die politische Lage im Reiseland.
Das ist zweifellos auch eine positive Entwicklung. Die Sicherheitsempfehlungen der Auswärtigen Ämter sollen dabei konsultiert werden. Sie können aber nicht die einzige Informationsquelle sein, sondern müssen mit einer breiten Palette an Berichten, wo immer möglich aus den Reiseländern selbst, ergänzt werden.
Mit Sicherheitsforderungen für Reisende wird heute Politik gemacht. Ausgeblendet wird dabei gern, dass unter dem Vorwand der Sicherheit für Reisende in den Tourismusgebieten auch Repressionsmassnahmen gegen die BewohnerInnen ergriffen und Menschenrechte verletzt werden. Wenn etwa Bettelkinder von öffentlichen Plätzen verjagt werden, von der Polizei verhaftet und nur gegen willkürliche Kautionen wieder freigelassen werden. Wenn nach einem Anschlag auf touristische Einrichtungen willkürliche Razzien unter den AnwohnerInnen durchgeführt werden. Erhöht dies wirklich die Sicherheit für die Reisenden? Ist diese besser gewährleistet, wenn Hotels eingezäunt und von bewaffneten „Sicherheitsbeamten“ bewacht werden?
Wann endlich macht sich die Einsicht breit, dass die Sicherheit der Reisenden ganz entscheidend von der Sicherheit der Einheimischen in Tourismusgebieten abhängt? Von ihrer politischen und sozialen Sicherheit, ihre Rechte wahrnehmen und ein Leben in Würde führen zu können. Und am Tourismus teilzuhaben und davon zu profitieren. Deshalb appelliert zum Beispiel der südafrikanische Tourismusberater Erich Apelgren an die Reisebranche: „Wenn ein Reiseveranstalter direkte Kontakte zu den Gemeinschaften pflegt, werden auch die TouristInnen eine bessere Beziehung zur ansässigen Bevölkerung haben. Und das trägt entscheidend zu ihrer Sicherheit bei.“
News
24. Januar 2010 Gedanken zu Haiti: Charles Ridoré "Contraste"
Mit unseren Gedanken sind wir bei der Bevölkerung in Haiti. Etwas von ihrer Lebensrealität vermittelt das eindrückliche Gedicht unseres ehemaligen Vorstandsmitglieds für das Fastenopfer, Charles Ridoré, das wir hier in der...
21. Januar 2010 Caesar D’Mello, Jonathan McKeown, Sabine Minninger (Ed.): Disaster Prevention in Tourism. Perspectives on Climate Justice
Basel, 21.01.2010, akte/ Auslöser für dieses Buch war der Tsunami, der am 26. Dezember 2004 durch mehrere Flutwellen verheerende Schäden in Küstenregionen am Golf von Bengalen, der Andamanensee, Südasien und selbst in Ostafrika...
19. Januar 2010 Tsunami-Tourismus in Südindien
T. Ravindran lebt mit seiner vierköpfigen Familie in einer verfallenen Hütte direkt am Meer. Sie besteht aus nur einem Raum und ist mit Palmblättern gedeckt. Ravindran ist ein traditioneller Fischer in Pozhikara, einem Dorf in...
16. Januar 2010 Systemveränderung - statt Klimawandel! Erklärung des Klimaforum09
Das Klimaforum erledigte das, wozu die herrschenden Regierungen nicht in der Lage waren, und verabschiedete eine Deklaration, die alle wesentlichen Massnahmen für die Rettung des Klimas vor der Profitgier beinhaltet und die...
08. Januar 2010 "Der Hass auf den Westen": So reich und doch so arm
Sklavenhandel und Kolonialismus haben sich tief ins kollektive Gedächtnis der Bevölkerung des Südens gegraben, schreibt Jean Ziegler. Nun müsse der Westen die Verantwortung dafür übernehmen.
