Aktuelle Themen:
02. Februar 2012
Kenia: Deutscher Reiseverband verurteilt Vertreibung der Samburu
Der Deutsche ReiseVerband (DRV) hat Kenias Regierung aufgefordert, eine Lösung zur Lage des...
02. Februar 2012
Warnung vor GMC: Ein unseriöser Ferienanbieter betrügt Reiselustige mit Behinderung
Ferien sind für Menschen in unseren Breitengraden die Zeit der Erholung vom Arbeitsstress und der...
01. Februar 2012
Bottled Life – Die Wahrheit über Nestlés Geschäfte mit dem Wasser
Urs Schnell (Regie) und Res Gehriger (Recherche), Schweiz 2011
Krisen, Kriege, Katastrophen
Sicherheit – für wen?
Terroranschläge und Naturkatastrophen haben in jüngster Zeit das Thema Sicherheit auf Reisen in der Vordergrund der Tourismusdebatten gerückt. Zwar halten Tourismusverantwortliche mit Erleichterung fest, dass sich der Tourismus immer schneller von Anschlägen erholt. Doch die Reisenden sind sensibler geworden, wie eine repräsentative Umfrage einer Schweizer Reiseversicherung im Sommer 2006 feststellt. Zwar liessen sie sich nicht von Reisen in Länder abhalten, die von Terror oder Naturkatastrophen heimgesucht würden, sie konsultierten aber vermehrt Informationen über die politische Lage im Reiseland.
Das ist zweifellos auch eine positive Entwicklung. Die Sicherheitsempfehlungen der Auswärtigen Ämter sollen dabei konsultiert werden. Sie können aber nicht die einzige Informationsquelle sein, sondern müssen mit einer breiten Palette an Berichten, wo immer möglich aus den Reiseländern selbst, ergänzt werden.
Mit Sicherheitsforderungen für Reisende wird heute Politik gemacht. Ausgeblendet wird dabei gern, dass unter dem Vorwand der Sicherheit für Reisende in den Tourismusgebieten auch Repressionsmassnahmen gegen die BewohnerInnen ergriffen und Menschenrechte verletzt werden. Wenn etwa Bettelkinder von öffentlichen Plätzen verjagt werden, von der Polizei verhaftet und nur gegen willkürliche Kautionen wieder freigelassen werden. Wenn nach einem Anschlag auf touristische Einrichtungen willkürliche Razzien unter den AnwohnerInnen durchgeführt werden. Erhöht dies wirklich die Sicherheit für die Reisenden? Ist diese besser gewährleistet, wenn Hotels eingezäunt und von bewaffneten „Sicherheitsbeamten“ bewacht werden?
Wann endlich macht sich die Einsicht breit, dass die Sicherheit der Reisenden ganz entscheidend von der Sicherheit der Einheimischen in Tourismusgebieten abhängt? Von ihrer politischen und sozialen Sicherheit, ihre Rechte wahrnehmen und ein Leben in Würde führen zu können. Und am Tourismus teilzuhaben und davon zu profitieren. Deshalb appelliert zum Beispiel der südafrikanische Tourismusberater Erich Apelgren an die Reisebranche: „Wenn ein Reiseveranstalter direkte Kontakte zu den Gemeinschaften pflegt, werden auch die TouristInnen eine bessere Beziehung zur ansässigen Bevölkerung haben. Und das trägt entscheidend zu ihrer Sicherheit bei.“
News
15. Januar 2012 Social Watch Report 2011
Nachhaltige Entwicklung und die Konferenz Rio+20 sind das Leitthema des diesjährigen Jahrbuchs des weltweiten NGO-Netzwerks Social Watch. im analytischen Teil thematisieren verschiedene Texte einzelne Aspekte, darunter ein...
14. Januar 2012 Eine kleine Geschichte des Rio-Prozesses
Vom 20. bis 22. Juni 2012 findet in Rio de Janeiro die UN-Konferenz über nachhaltige Entwicklung statt, der Rio+20-Gipfel, wie es in der öffentlichen Diskussion verkürzend heisst. Dieser weniger technische Titel deutet bereits...
09. Januar 2012 Vorbehalte gegen "grüne Wirtschaft"
Entwicklungsländer und Rio+20: Zwanzig Jahre nach dem Erdgipfel von Rio lädt Brasilien die Uno-Staats- und Regierungschefs erneut in die Metropole am Zuckerhut ein. Das Rio+20-Treffen im kommenden Juni soll der nachhaltigen...
30. November 2011 Letzter Aufruf für Durban: NGOs aus Nord und Süd fordern eine offene Debatte über Klimagerechtigkeit im Tourismus
Anlässlich der bevorstehenden Klimaverhandlungen im südafrikanischen Durban ruft eine internationale Allianz zivilgesellschaftlicher Organisationen dazu auf, dass die Rolle des Tourismus im Klimawandel sachlich und seriös...
30. November 2011 Lesereise: Fair unterwegs mit Martin Vosseler, wandernder Mitweltarzt
Eines der Lieblingsbücher des Abenteurers Martin Vosseler ist das Buch eines Abenteurers. Beiden gemeinsam ist das Verbinden von Engagement und Lebensart. Und das Verknüpfen von Radikalität mit unverbrüchlichem Optimismus. Es...
22. November 2011 Uno-Klimakonferenz in Durban: Neue Runde im Klima-Tanz
Ende November findet im südafrikanischen Durban eine weitere Uno-Klimakonferenz statt. Es ist die letzte Gelegenheit, das Kyoto-Protokoll, das 2012 ausläuft, lückenlos durch ein Anschlussprotokoll zu ersetzen.
17. November 2011 Uno-Bericht über die menschliche Entwicklung 2011 warnt: Umwelttrends bedrohen globale Fortschritte für die Armen
Der aktuelle Uno-Bericht über die menschliche Entwicklung warnt vor den Gefahren der Klimaerwärmung und der Zerstörung von Lebensräumen. Diese erschwerten die Verbesserung der Gesundheits- und Einkommenssituation in...
