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Aktuelle Themen:
08. Februar 2012
Warten, bis der Wasserstand sinkt, und weitermachen wie gewohnt
Naturkatastrophen beeinträchtigen den Tourismus in Thailand anscheinend stärker als politischen...
06. Februar 2012
Galapagos: TouristInnen schleppen Resistenzen ein
Invasion gefährlicher Bakterien auf Leguanen und Schildkröten
02. Februar 2012
Kenia: Deutscher Reiseverband verurteilt Vertreibung der Samburu
Der Deutsche ReiseVerband (DRV) hat Kenias Regierung aufgefordert, eine Lösung zur Lage des...
Krisen, Kriege, Katastrophen
Sicherheit – für wen?
Terroranschläge und Naturkatastrophen haben in jüngster Zeit das Thema Sicherheit auf Reisen in der Vordergrund der Tourismusdebatten gerückt. Zwar halten Tourismusverantwortliche mit Erleichterung fest, dass sich der Tourismus immer schneller von Anschlägen erholt. Doch die Reisenden sind sensibler geworden, wie eine repräsentative Umfrage einer Schweizer Reiseversicherung im Sommer 2006 feststellt. Zwar liessen sie sich nicht von Reisen in Länder abhalten, die von Terror oder Naturkatastrophen heimgesucht würden, sie konsultierten aber vermehrt Informationen über die politische Lage im Reiseland.
Das ist zweifellos auch eine positive Entwicklung. Die Sicherheitsempfehlungen der Auswärtigen Ämter sollen dabei konsultiert werden. Sie können aber nicht die einzige Informationsquelle sein, sondern müssen mit einer breiten Palette an Berichten, wo immer möglich aus den Reiseländern selbst, ergänzt werden.
Mit Sicherheitsforderungen für Reisende wird heute Politik gemacht. Ausgeblendet wird dabei gern, dass unter dem Vorwand der Sicherheit für Reisende in den Tourismusgebieten auch Repressionsmassnahmen gegen die BewohnerInnen ergriffen und Menschenrechte verletzt werden. Wenn etwa Bettelkinder von öffentlichen Plätzen verjagt werden, von der Polizei verhaftet und nur gegen willkürliche Kautionen wieder freigelassen werden. Wenn nach einem Anschlag auf touristische Einrichtungen willkürliche Razzien unter den AnwohnerInnen durchgeführt werden. Erhöht dies wirklich die Sicherheit für die Reisenden? Ist diese besser gewährleistet, wenn Hotels eingezäunt und von bewaffneten „Sicherheitsbeamten“ bewacht werden?
Wann endlich macht sich die Einsicht breit, dass die Sicherheit der Reisenden ganz entscheidend von der Sicherheit der Einheimischen in Tourismusgebieten abhängt? Von ihrer politischen und sozialen Sicherheit, ihre Rechte wahrnehmen und ein Leben in Würde führen zu können. Und am Tourismus teilzuhaben und davon zu profitieren. Deshalb appelliert zum Beispiel der südafrikanische Tourismusberater Erich Apelgren an die Reisebranche: „Wenn ein Reiseveranstalter direkte Kontakte zu den Gemeinschaften pflegt, werden auch die TouristInnen eine bessere Beziehung zur ansässigen Bevölkerung haben. Und das trägt entscheidend zu ihrer Sicherheit bei.“
News
04. März 2011 Amor Ben Hamida: Chronik einer Revolution: Wie ein Gemüsehändler einen Präsidenten stürzt.
Basel, 04.03.2011, akte/ Viel wurde über den Volksaufstand in Tunesien berichtet, der zum Sturz des Ben Ali-Regimes führte. Die Innen- oder zumindest Nahsicht der Ereignisse hätte man nicht unbedingt von Amor Ben Hamida erwartet....
01. März 2011 Empört Euch!
Der Streitruf "Indignez vous!" des 93 jährigen Diplomaten und unermüdlichen Menschenrechtsaktivisten Stéphane Hessel ist derzeit Referenz und sorgt im francophonen Raum für heisse Debatten. Angesichts der Umbrüche in den...
01. März 2011 Nigeria - der Konfliktpotentiale sind viele!
Immer wieder war in den vergangenen Wochen und Monaten von Anschlägen und gewaltsamen Zusammenstössen in Nigeria zu lesen: in Jos, Maiduguri und in Abuja. Sowohl von säkular wie religiös geprägten Medien wurden diese zumeist in...
25. Februar 2011 "Ökotourismus" auf Kosten der Indigenen: Der Kampf um die Wasserfälle von Agua Azul in Chiapas
Die Wasserfälle Agua Azul zählen zu den berühmtesten Naturschönheiten im Bergland von Chiapas. Der Zugang wird heute von den indigenen Gemeinden der Umgebung, die der zapatistischen Bewegung La Otra Campaña angehören, verwaltet....
24. Februar 2011 Petition "Brot! Kein Benzin": 61’901 Menschen fordern strenge Zulassungskriterien für Agrotreibstoffe
Bern, 24. Februar 2011 / Agrotreibstoffe verschärfen den Hunger und zerstören Tropenwälder. 35 Organisationen und 61'901 besorgte Bürgerinnen und Bürger fordern deshalb mit der heute übergebenen Petition vom Bund strenge...
23. Februar 2011 Die Tourismusbranche ist wieder auf Wachstumskurs
Der langjährige Tourismusförderer Geoffrey Lipmann warnt, die Zeichen der Zeit zu ignorieren.
19. Februar 2011 Russell King et al: Atlas der menschlichen Migration. Globale Muster von umherziehenden Menschen
Basel, 14.02.2010/ Bei einer Strassenumfrage nach dem Anteil von Migranten an der Weltbevölkerung würden die meisten wohl in ihren Schätzungen zu hoch liegen. Gemäss Angaben der UNO-Abteilung für Bevölkerungsfragen gab es letztes...
