Aktuelle Themen:
26. Januar 2012
Professor Hansruedi Müller - unterwegs zu Freiheit, Glück und Selbstentfaltung
Basel, 26.01.2012, akte/ Wer sich mit Tourismus befasst, bewegt sich zwischen dem "Tourismus...
23. Januar 2012
Der aktuelle fairunterwegs-Newsletter gibt Orientierungshilfe zum Buchen und zur internationalen Nachhaltigkeitsdebatte
Basel, 23.01.2012, akte/ Reisende haben heute die Möglichkeit, mit ihrem Buchungsentscheid...
19. Januar 2012
…so fern von Gott und so nah den Vereinigten Staaten!
RomeroTagung zur Rolle der USA in Lateinamerika anhand der jüngsten Geschichte von Honduras
Menschenrechte
Menschenrechte
"Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren" – so beginnt die am 10. Dezember 1948 von der Generalversammlung der Vereinten Nationen verabschiedete "Allgemeine Erklärung der Menschenrechte". Sie wurde seither mit zahlreichen weiteren Abkommen über die politischen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Rechte detailliert ausgestaltet und mit völkerrechtsverbindlichen Umsetzungsinstrumenten versehen.
Artikel 13 der Menschenrechtserklärung garantiert allen Menschen das Recht, jedes Land zu verlassen und in sein eigenes Land zurückzukehren. Artikel 24 garaniert allen Menschen das Recht auf Erholung und Freizeit sowie auf eine vernünftige Begrenzung der Arbeitszeit und auf periodisch bezahlten Urlaub. Aus diesen verbrieften Menschenrechten lässt sich allerdings, entgegen der Äusserungen der UN-Welttourismusorganisation (UNWTO), kein "Menschenrecht auf Tourismus" ableiten.
Tourismus kann zur Einhaltung der Menschenrechte beitragen. Wenn zum Beispiel in Tibet die Präsenz von fremden Reisenden dazu beitragen kann, dass Menschenrechtsverletzungen an der einheimischen Bevölkerung verhindert werden. Doch floriert der Tourismus auffällig häufig in Ländern, wo Menschenrechte mit den Füssen getreten werden. Und im Namen des Tourismus werden rund um den Globus grundlegende Menschenrechte verletzt, Menschen diskriminiert, ihre freie Meinungsäusserung verhindert. Bauernfamilien werden widerrechtlich enteignet, indigene Gemeinschaften aus ihrem angestammten Gebiet vertrieben, Frauen und Kinder ausgebeutet.
Die Rechte der einheimischen Bevölkerung in den Tourismusgebieten und der Beschäftigten im Tourismus zu schützen und zu garantieren, unterliegt in erster Linie der Verantwortung der Regierungen. Doch stehen auch die Tourismusunternehmen, insbesondere global tätige Konzerne, in der Pflicht, ihrer Unternehmensverantwortung bei der Einhaltung der Menschenrechte nachzukommen. Und auch für die Reisenden gilt: Menschenrechte sind Bürgerrechte, aber auch Bürgerpflichten. Mit der gezielten Wahl von Ferienangeboten, die faire Arbeitsbedingungen für die Angestellten, umfassenden Schutz der Umwelt sowie Mitsprache und gerechte Mitbeteiligung der breiten Bevölkerung im Zielgebiet gewährleisten, kann jede und jeder Reisende selbst dazu beitragen, dass Menschenrechte im Tourismus besser respektiert werden.
Erfahren Sie mehr zu Menschenrechten im Tourismus und aktueller Menschenrechtsarbeit in der Schweiz und weltweit auf unserer Aktionsplattform Menschenrechte.
Grundlagendokumente des arbeitskreises tourismus & entwicklung
- Alles was Recht ist - Menschenrechte und Tourismus. Studie des EED Tourism Watch in Kooperation mit dem arbeitskreis tourismus & entwicklung, 2010. Adaptation und Erweiterung der englischen Studie "Putting Tourism to Rights", die im Oktober 2009 von Tourism Concern publiziert wurde. (pdf, 1,7 mb)
- Tourismus - Menschenrechte - Indigene Völker. Themendossier von 1998 mit Hintergrundbeiträgen und zahlreichen Fallbeispielen, ergänzt durch kritische Stellungnahmen zum "Internationalen Jahr des Ökotourismus 2002".
pdf dt (9 mb)
pdf französisch (6 mb)
News
02. Februar 2012 Kenia: Deutscher Reiseverband verurteilt Vertreibung der Samburu
Der Deutsche ReiseVerband (DRV) hat Kenias Regierung aufgefordert, eine Lösung zur Lage des Samburu-Volkes zu finden. Die gewaltsame Vertreibung des indigenen Volkes könnte dem Tourismus in Kenia schaden. Derzeit geben die...
02. Februar 2012 Warnung vor GMC: Ein unseriöser Ferienanbieter betrügt Reiselustige mit Behinderung
Ferien sind für Menschen in unseren Breitengraden die Zeit der Erholung vom Arbeitsstress und der Abwechslung vom Alltag. Das Angebot ist in den letzten Jahrzehnten immer vielfältiger geworden: vom Strandurlaub über Wanderferien...
01. Februar 2012 Bottled Life – Die Wahrheit über Nestlés Geschäfte mit dem Wasser
Urs Schnell (Regie) und Res Gehriger (Recherche), Schweiz 2011
01. Februar 2012 Claudia Lux: Sieben Sonnenblumen
Basel, 01.02.2012, akte/ Eigentlich ist die Blütezeit der Erbauungsliteratur schon längst vorüber. Einfache Geschichten, die zu einem tugendhaften Leben anregen sollen, passen nicht so recht in die abgeklärte Postmoderne. Das...
31. Januar 2012 "Morgenstund - Metall im Mund" - neue Blogeinträge aus Palästina/Israel
Basel, 31.01.2012, akte/ In den Tagesmedien beschränken sich Berichte aus dem Nahen Osten oft auf die politischen Fakten. Im Blog auf fairunterwegs.org hingegen berichten Freiwillige aus dem ökumenischen Begleitprogramm EAPPI...
25. Januar 2012 Konzerne an die Leine – Kundgebung in Davos
50 "unsichtbare" Hunde streunten heute durch die Strassen von Davos und sorgten am WEF für einiges Aufsehen. Die Allianz "Recht ohne Grenzen" beschloss ihre Aktion mit einer Kundgebung und forderte dazu auf, Konzerne – wie die...
25. Januar 2012 "Highly welcome"?
Mit der Kampagne "Augen auf beim Ferienkauf" ermutigen wir Reisende, mit ihren Buchungsentscheiden zu einem Tourismus beizutragen, der die Menschenrechte der Einheimischen wahrt, ihren Lebensraum schützt und sie in fairer Weise...
