Aktuelle Themen:
01. September 2010
Aus dem Fairtrade-Tagebuch Kakao: Vom Land zurück in die Stadt
Die Schweizerinnen und Schweizer sind Weltmeister im Schokolade-Konsum: 12,4 Kilogramm pro Kopf...
30. August 2010
Jerusalem: Der falsche Ort für die OECD-Tourismuskonferenz 2010
In einem offenen Brief an die Organisation für wirtschaftlich Zusammenarbeit und Entwicklung OECD...
27. August 2010
Wenn das Ferienmitbringsel nur bis zum Zoll gelangt
Im Ausland macht das Einkaufen besonders viel Spass. Meist sind die Waren nicht nur exotischer als...
Menschenrechte
Wo darf man denn überhaupt noch hinfahren?
Reisen in Länder, wo elementarste Menschenrechte verletzt werden, werfen heikle Fragen auf. Hinfahren oder nicht? Gemäss den Berichten von Amnesty International machen sich fast alle Staaten der Welt Verletzungen der Menschenrechte ihrer BürgerInnen zu schulde. Boykottieren oder was? Wo kann man denn überhaupt noch hinfahren?
Wir meinen, es gilt, von Fall zu Fall genauer hinzuschauen und abzuklären: Was hat der Tourismus mit den vorkommenden Menschenrechtsverletzungen direkt zu tun? Und indirekt? Wie genau werden Menschen im Gastland an der Ausübung ihrer Rechte gehindert, weil es um „Interessen“ des Tourismus geht? Zum Beispiel gegen Vorhaben des Tourismus zu protestieren? Oder auch einfach öffentlich für ihre Rechte einzustehen? Letztlich geht es doch auch darum, ob wir als Ferienreisende uns im Schatten von Palmen am Strand räkeln können, während wir wissen, dass Menschen im selben Land willkürlich verhaftet, gefoltert und umgebracht werden.
„Tourismusboykott“ ist als Schlagwort jeweils schnell zur Stelle. Doch ein Boykott – ein Land mit politischen und wirtschaftlichen Sanktionen zu belegen oder zu deklarieren, dass Reisen in dieses Land nicht getätigt werden sollen – ist eine gewichtige Maßnahme, die nicht leichtfertig, aus einer Aktionslaune heraus, ergriffen werden kann.
Für den arbeitskreis tourismus & entwicklung ist klar: Ein Tourismusboykott eines bestimmten Landes bzw. einer bestimmten Region macht nur Sinn
- wenn Einheimische dazu aufrufen bzw. wir von demokratisch repräsentativen einheimischen Kräften klar wissen, dass ein Boykott-Aufruf an Reisende und die Reisebranche bei uns gewünscht wird
- wenn ein Tourismusboykott eingebettet ist in einen weitergehenden Boykott-Aufruf im wirtschaftspolitischen Bereich
Burma
Wir unterstützen den Aufruf der demokratisch gewählten Regierung in Burma, die westliche Reisende und die Tourismusindustrie wie auch andere Wirtschaftssektoren dazu aufruft, jetzt nicht nach Burma zu kommen.
- Nach Burma reisen oder nicht? Mai 2009 (pdf, 938kb)
- Keine Ferien auf Einladung von Burmas Generälen! Themendossier der Schweizer NGO-Koalition zum "Visit Myanmar Year' 96", laufend ergänzt mit Beiträgen bis 2006.
pdf dt S. 1-37 (6,6 mb), S. 38-67 (5 mb)
pdf französisch (4,6 mb)
News
17. August 2010 Burmas Generäle rüsten zur Wahlfarce
Jetzt ist es offiziell: Als Teil ihrer "Road Map" zur "disziplinierten Demokratie" lässt die burmesische Militärjunga das Volk am 7. November zur Wahl antreten. Die neuen Wahlgesetze schliessen allerdings die Beteiligung der...
15. Juli 2010 Mit Razzien und der Zerstörung von Wohnhäusern setzt Israel den Jerusalemer Masterplan um
Palästinenserinnen und Palästinenser erfahren systematische Vertreibungen aus ihren Häusern. Die Zerstörung palästinensischen Wohnraums wird auch von der EU verurteilt.
13. Juli 2010 Das Jordantal - Vertreibung und Schikanierung der palästinensischen Bevölkerung
Im Jordantal eignet sich Israel systematisch Land, Wasser und landwirtschaftliche Ressourcen an. Die palästinensische Bevölkerung ist in ihrer Existenz zunehmend bedroht.
12. Juli 2010 Agrexco - Symbol für Land- und Wasserraub
Agrexco ist der Name des führenden israelischen Unternehmens für den Export von Früchten, Gemüse, Kräutern und Blumen. Die Firma ist zur Hälfte in staatlichem Besitz und vertreibt bekannte Marken wie Carmel, Carmel Bio Top,...
08. Juni 2010 Apartheid Unfinished Business: Und die Schweiz?
"An sich hätte stets die Möglichkeit bestanden, ... eine Basis für eine Haltung zu schaffen, die dem menschenrechtlichen Aspekt und dem Gebot internationaler Solidarität stärker entsprochen hätte."* So die...
04. Juni 2010 Pssst – davon redet man nicht
Am 16. Juni beginnt für die Schweiz mit dem Spiel gegen Spanien die Fussball-Weltmeisterschaft. Die Schweizer Fussball-Nationalmannschaft führt in ihrem Gepäck nach Südafrika wohl mehr mit, als ihr selber bewusst ist. Die...

