Aktionen
Die Informationen zu unseren Arbeits-Schwerpunkten und Kampagnen finden Sie auf der Aktionen-Plattform.
Aktuelle Themen:
06. Februar 2012
Galapagos: TouristInnen schleppen Resistenzen ein
Invasion gefährlicher Bakterien auf Leguanen und Schildkröten
02. Februar 2012
Kenia: Deutscher Reiseverband verurteilt Vertreibung der Samburu
Der Deutsche ReiseVerband (DRV) hat Kenias Regierung aufgefordert, eine Lösung zur Lage des...
02. Februar 2012
Warnung vor GMC: Ein unseriöser Ferienanbieter betrügt Reiselustige mit Behinderung
Ferien sind für Menschen in unseren Breitengraden die Zeit der Erholung vom Arbeitsstress und der...
Menschenrechte
Menschenrechte
"Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren" – so beginnt die am 10. Dezember 1948 von der Generalversammlung der Vereinten Nationen verabschiedete "Allgemeine Erklärung der Menschenrechte". Sie wurde seither mit zahlreichen weiteren Abkommen über die politischen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Rechte detailliert ausgestaltet und mit völkerrechtsverbindlichen Umsetzungsinstrumenten versehen.
Artikel 13 der Menschenrechtserklärung garantiert allen Menschen das Recht, jedes Land zu verlassen und in sein eigenes Land zurückzukehren. Artikel 24 garaniert allen Menschen das Recht auf Erholung und Freizeit sowie auf eine vernünftige Begrenzung der Arbeitszeit und auf periodisch bezahlten Urlaub. Aus diesen verbrieften Menschenrechten lässt sich allerdings, entgegen der Äusserungen der UN-Welttourismusorganisation (UNWTO), kein "Menschenrecht auf Tourismus" ableiten.
Tourismus kann zur Einhaltung der Menschenrechte beitragen. Wenn zum Beispiel in Tibet die Präsenz von fremden Reisenden dazu beitragen kann, dass Menschenrechtsverletzungen an der einheimischen Bevölkerung verhindert werden. Doch floriert der Tourismus auffällig häufig in Ländern, wo Menschenrechte mit den Füssen getreten werden. Und im Namen des Tourismus werden rund um den Globus grundlegende Menschenrechte verletzt, Menschen diskriminiert, ihre freie Meinungsäusserung verhindert. Bauernfamilien werden widerrechtlich enteignet, indigene Gemeinschaften aus ihrem angestammten Gebiet vertrieben, Frauen und Kinder ausgebeutet.
Die Rechte der einheimischen Bevölkerung in den Tourismusgebieten und der Beschäftigten im Tourismus zu schützen und zu garantieren, unterliegt in erster Linie der Verantwortung der Regierungen. Doch stehen auch die Tourismusunternehmen, insbesondere global tätige Konzerne, in der Pflicht, ihrer Unternehmensverantwortung bei der Einhaltung der Menschenrechte nachzukommen. Und auch für die Reisenden gilt: Menschenrechte sind Bürgerrechte, aber auch Bürgerpflichten. Mit der gezielten Wahl von Ferienangeboten, die faire Arbeitsbedingungen für die Angestellten, umfassenden Schutz der Umwelt sowie Mitsprache und gerechte Mitbeteiligung der breiten Bevölkerung im Zielgebiet gewährleisten, kann jede und jeder Reisende selbst dazu beitragen, dass Menschenrechte im Tourismus besser respektiert werden.
Erfahren Sie mehr zu Menschenrechten im Tourismus und aktueller Menschenrechtsarbeit in der Schweiz und weltweit auf unserer Aktionsplattform Menschenrechte.
Grundlagendokumente des arbeitskreises tourismus & entwicklung
- Alles was Recht ist - Menschenrechte und Tourismus. Studie des EED Tourism Watch in Kooperation mit dem arbeitskreis tourismus & entwicklung, 2010. Adaptation und Erweiterung der englischen Studie "Putting Tourism to Rights", die im Oktober 2009 von Tourism Concern publiziert wurde. (pdf, 1,7 mb)
- Tourismus - Menschenrechte - Indigene Völker. Themendossier von 1998 mit Hintergrundbeiträgen und zahlreichen Fallbeispielen, ergänzt durch kritische Stellungnahmen zum "Internationalen Jahr des Ökotourismus 2002".
pdf dt (9 mb)
pdf französisch (6 mb)
News
30. November 2011 Letzter Aufruf für Durban: NGOs aus Nord und Süd fordern eine offene Debatte über Klimagerechtigkeit im Tourismus
Anlässlich der bevorstehenden Klimaverhandlungen im südafrikanischen Durban ruft eine internationale Allianz zivilgesellschaftlicher Organisationen dazu auf, dass die Rolle des Tourismus im Klimawandel sachlich und seriös...
30. November 2011 Lesereise: Fair unterwegs mit Martin Vosseler, wandernder Mitweltarzt
Eines der Lieblingsbücher des Abenteurers Martin Vosseler ist das Buch eines Abenteurers. Beiden gemeinsam ist das Verbinden von Engagement und Lebensart. Und das Verknüpfen von Radikalität mit unverbrüchlichem Optimismus. Es...
28. November 2011 EinBlick 2/2011: Auf gleicher Augenhöhe: Gendergerechtigkeit gegen Hunger, Armut und Klimakrise
Basel, 24.11.2011, akte/ 60 bis 70 Prozent der weltweit Hungernden sind Frauen und Kinder, ein Grossteil von ihnen lebt in ländlichen Gebieten. Der EinBlick, die entwicklungspolitische Publikation von Brot für alle und...
27. November 2011 Der gemeindebasierte Tourismus in Ceará wird zur nationalen Referenz
Was gemeindebasierter Tourismus im besten Fall sein kann, machen unsere Partner in Ceará im Nordosten Brasiliens seit Jahren vor. Jetzt wurde ihr wegweisendes Netzwerk für Community Based Tourism von der Stiftung der Banco do...
25. November 2011 Die Heimat der Kuna geht unter
Weil ihre Inselsiedlungen immer häufiger überschwemmt werden, planen Panamas Kuna-Indianer den Umzug aufs Festland. Eine einzigartige Lebensweise, die auch zum Touristenmagnet geworden ist, droht unterzugehen.
23. November 2011 Honduras: Widerstand auf Zacate Grande gegen den Bau eines Luxushotels
In Honduras besitzt ein Dutzend Familien über 90 Prozent des Landes. Auf der südlichen Halbinsel Zacate Grande kämpft die lokale Bevölkerung um ihre Heimat: Einer der reichsten Unternehmer des Landes beansprucht die von...
22. November 2011 Uno-Klimakonferenz in Durban: Neue Runde im Klima-Tanz
Ende November findet im südafrikanischen Durban eine weitere Uno-Klimakonferenz statt. Es ist die letzte Gelegenheit, das Kyoto-Protokoll, das 2012 ausläuft, lückenlos durch ein Anschlussprotokoll zu ersetzen.
