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Aktuelle Themen:
24. Mai 2012
Der fairunterwegs-Koffer freut sich: Als erster Tourismuskonzern will Kuoni seine Verantwortung für die Respektierung der Menschenrechte übernehmen
Gerade ein Jahr ist es her, dass der Uno-Menschenrechtsrat die Leitlinien für Unternehmen und...
23. Mai 2012
Kulturerbe ohne Menschen?
Leben in den Ruinen von Hampi
23. Mai 2012
Lesereise: Fair unterwegs mit Barbara Ehringhaus, Schutzpatronin des Mont-Blanc
Seit einem halben Jahrhundert reist Barbara Ehringhaus rund um unseren Planeten und mit Vorliebe in...
Menschenrechte
Menschenrechte
"Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren" – so beginnt die am 10. Dezember 1948 von der Generalversammlung der Vereinten Nationen verabschiedete "Allgemeine Erklärung der Menschenrechte". Sie wurde seither mit zahlreichen weiteren Abkommen über die politischen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Rechte detailliert ausgestaltet und mit völkerrechtsverbindlichen Umsetzungsinstrumenten versehen.
Artikel 13 der Menschenrechtserklärung garantiert allen Menschen das Recht, jedes Land zu verlassen und in sein eigenes Land zurückzukehren. Artikel 24 garaniert allen Menschen das Recht auf Erholung und Freizeit sowie auf eine vernünftige Begrenzung der Arbeitszeit und auf periodisch bezahlten Urlaub. Aus diesen verbrieften Menschenrechten lässt sich allerdings, entgegen der Äusserungen der UN-Welttourismusorganisation (UNWTO), kein "Menschenrecht auf Tourismus" ableiten.
Tourismus kann zur Einhaltung der Menschenrechte beitragen. Wenn zum Beispiel in Tibet die Präsenz von fremden Reisenden dazu beitragen kann, dass Menschenrechtsverletzungen an der einheimischen Bevölkerung verhindert werden. Doch floriert der Tourismus auffällig häufig in Ländern, wo Menschenrechte mit den Füssen getreten werden. Und im Namen des Tourismus werden rund um den Globus grundlegende Menschenrechte verletzt, Menschen diskriminiert, ihre freie Meinungsäusserung verhindert. Bauernfamilien werden widerrechtlich enteignet, indigene Gemeinschaften aus ihrem angestammten Gebiet vertrieben, Frauen und Kinder ausgebeutet.
Die Rechte der einheimischen Bevölkerung in den Tourismusgebieten und der Beschäftigten im Tourismus zu schützen und zu garantieren, unterliegt in erster Linie der Verantwortung der Regierungen. Doch stehen auch die Tourismusunternehmen, insbesondere global tätige Konzerne, in der Pflicht, ihrer Unternehmensverantwortung bei der Einhaltung der Menschenrechte nachzukommen. Und auch für die Reisenden gilt: Menschenrechte sind Bürgerrechte, aber auch Bürgerpflichten. Mit der gezielten Wahl von Ferienangeboten, die faire Arbeitsbedingungen für die Angestellten, umfassenden Schutz der Umwelt sowie Mitsprache und gerechte Mitbeteiligung der breiten Bevölkerung im Zielgebiet gewährleisten, kann jede und jeder Reisende selbst dazu beitragen, dass Menschenrechte im Tourismus besser respektiert werden.
Aktionsplattform Menschenrechte
Erfahren Sie mehr zu Menschenrechten im Tourismus und aktueller Menschenrechtsarbeit in der Schweiz und weltweit auf unserer Aktionsplattform Menschenrechte.
Grundlagendokumente des arbeitskreises tourismus & entwicklung
- Alles was Recht ist - Menschenrechte und Tourismus. Studie des EED Tourism Watch in Kooperation mit dem arbeitskreis tourismus & entwicklung, 2010. Adaptation und Erweiterung der englischen Studie "Putting Tourism to Rights", die im Oktober 2009 von Tourism Concern publiziert wurde. (pdf, 1,7 mb)
- Tourismus - Menschenrechte - Indigene Völker. Themendossier von 1998 mit Hintergrundbeiträgen und zahlreichen Fallbeispielen, ergänzt durch kritische Stellungnahmen zum "Internationalen Jahr des Ökotourismus 2002".
pdf dt (9 mb)
pdf französisch (6 mb)
News
22. Dezember 2011 Indigenentourismus - kritische Anmerkungen und Tipps von Survival international
Die Menschenrechtsorganisation Survival International beobachtet kritisch die Auswirkungen von Auswirkungen von Unternehmens- und Entwicklungsprojekten auf das Leben und die Rechte von Indigenen. Steffi Lønskov, Praktikantin bei...
15. Dezember 2011 Skandalöser Entscheid: Bundesrat verweigert Aufhebung der Archivsperre zu Südafrika
In zwei Interpellationen verlangten die SP-Nationalräte Paul Rechsteiner und Carlo Sommaruga vom Bundesrat die Aufhebung der seit April 2003 bestehenden Archivsperre von Akten betreffend der Geschäftsbeziehungen zwischen der...
10. Dezember 2011 EvB-Dokumentation: Rechte für Menschen, Regeln für Unternehmen
Zum Tag der Menschenrechte empfehlen wir Ihnen eine politische Hintergrundlektüre
08. Dezember 2011 Neue Hoffnung für Yasuní
Ecuadors Staatschef Rafael Correa fordert die Mitverantwortung der Welt. Über die Hälfte des notwendigen Geldes für das revolutionäre "Dschungel-statt-Öl"-Projekt liegt schon im Fonds.
07. Dezember 2011 Südafrika fürs Handgepäck
Basel, 09.12.2011, akte/ Zurzeit wird in Durban, der drittgrössten Stadt Südafrikas, über die gemeinsamen Schritte der internationalen Gemeischaft gegen die Klimaerwärmung diskutiert. Eine Gelegenheit, sich mit der...
01. Dezember 2011 Augen auf beim Ferienkauf!
Basel, 01.12.2011, akte/ Auch Sie würden eigentlich längst gern "fair" und "nachhaltig" verreisen – wenn dies bloss nicht so kompliziert und aufwändig wäre! Sie sind in guter Gesellschaft: Für...
30. November 2011 Letzter Aufruf für Durban: NGOs aus Nord und Süd fordern eine offene Debatte über Klimagerechtigkeit im Tourismus
Anlässlich der bevorstehenden Klimaverhandlungen im südafrikanischen Durban ruft eine internationale Allianz zivilgesellschaftlicher Organisationen dazu auf, dass die Rolle des Tourismus im Klimawandel sachlich und seriös...
