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01. April 2010

Aphiwe Sonti: Der Rapper mit dem selbst gebastelten Ball

Mein Name Aphiwe bedeutet in der Sprache Xhosa: Die Familie hat ein wundervolles Geschenk erhalten.

Ich gehe in die vierte Klasse und bin der Beste meines Jahrgangs. Die Schule dauert bis 14 Uhr, dann gehe ich kurz nach Hause, esse schnell ein Schinkenbrot und schon geht’s los: Wir Jungs ziehen durchs Dorf und suchen die anderen Kinder zusammen, bis wir Elf gegen Elf spielen können.

Das Fussballfeld liegt etwas unterhalb des Dorfs. Es ist sehr staubig – mit Ausnahme der Ecke, wo ein kleiner Bach durchfliesst. Da hat es ein bisschen Gras. Ab und zu lässt jemand aus dem Dorf sein Pferd oder seine Kuh darauf grasen. Dann spielen wir halt ums Tier herum. Hier hat kein Kind einen eigenen Fussball. Meist spielen wir mit dem Umdudla – das ist ein selbst gebastelter Ball aus Plastikabfällen, Papier und Luftballons. Ich habe ein sehr gutes Ballgefühl.

Mein Vater arbeitet auf einer der grossen Farmen. Das tun fast alle Männer hier. Die Arbeit ist hart und schlecht bezahlt.

Ich liebe Musikshows. Jeden Samstagmorgen treffe ich mich mit den anderen Kindern im Gemeindesaal, um zu rappen und zu tanzen. Da haben wir viel Spass. Ich bin ein guter Rapper. Ich hab’s gerne, wenn mir die Leute beim Singen zuhören.
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Steckbrief
Geburtstag: 17. August 1997; Wohnort: Basheba, ein Dorf in der Provinz Eastern Cape. Haushaltgrösse: Vier Personen (Eltern und Cousin). Mittagessen: Schinkenbrot. Hobbys: Ich schlafe viel. Wenn ich nicht schlafe, helfe ich im Haushalt. Was ich mag: Ganz klar: Musikshows! Was ich nicht mag: Rugby, da verletzt man sich so leicht. Oder wenn die grossen Jungs kommen, uns schubsen und Sachen kaputt machen. Was ich einmal werden möchte: Polizist, denn es gibt Leute, die anderen Probleme bereiten. Mein Traum: Ich will mein Leben verbessern. Ich will in allem, was ich tue, Erfolg haben. Ich träume von einem schönen Haus, das ich mit meinem eigenen Schweiss erbaue. Lieblingsfussballer: Teko Modise, aus Südafrika. Lieblingsclub: Orlando Pirates, Johannesburg. Mein Tipp für den WM-Final:
Südafrika – Brasilien 2:0.
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Der Beitrag erschien im Kinder- und Jugendmagazin "tut", Nr. 2, Februar 2010 zum Thema "Südafrika...im Fussballfieber!"


 

 

AutorIn: Patricio Frei, Fastenopfer, Bild und Text

Kategorie: Begegnung zwischen Kulturen & Religionen, Brennpunkt Tourismus, Jung & Fair, Kinder, Sport, Südafrika


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Letzte Aktualisierung: 08.02.2012