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01. Dezember 2010

EED-Tourism Watch in Zusammenarbeit mit der Redaktion WeltSichten: Tourismus – Sehnsucht trifft Wirklichkeit. Beiträge für eine zukunftsfähige Entwicklung durch Tourismus

Basel, 01.12.2010, akte/ In Zusammenarbeit mit der Redaktion WeltSichten hat der Evangelische Entwicklungsdienst (EED) in Bonn das Dossier "Tourismus: Sehnsucht trifft Wirklichkeit" zu neuen Ansätzen für einen zukunftsfähigen Tourismus herausgegeben.

Thematisch reiht sich dieser Schwerpunkt in die vom EED mit der Studie "Zukunftsfähiges Deutschland in einer globlisierten Welt" lancierten Diskussion über die Weichenstellungen, die angesichts von Klimawandel, Hungerkrise, Rohstoffverknappung und Naturzerstörung notwendig sind. Angesprochen sind dabei Politik, Wirtschaft und das Individuum in seinem Alltagshandeln.

Der Tourismus, so die Ausgangsthese, hat durchaus das Potenzial, einen Beitrag an eine zukunftsfähige und nachhaltige Entwicklung zu leisten. Es braucht jedoch Regeln, um insbesondere die Schwachen vor der Dominaz wirtschaftlicher Interessen zu schützen und sie an Entscheidungen und Erträgen teilhaben zu lassen. Eine an den Interessen der Menschen ausgerichtete Tourismusentwicklung fordert von allen Beteiligten, von Unternehmen, Agenturen, Hotels und Reisenden eine Grundhaltung, die da lautet: "Richte keinen Schaden an."

Dazu, so plädiert Tourism Watch Mitarbeiterin Christina Kamp in ihrer Vorstellung der Menschenrechtsstudie "Alles was Recht ist – Menschenrechte und Tourismus", muss die Einhaltung und Umsetzung der Menschenrechte konsequent auch im Zentrum der CSR-Strategien von Tourismusunternehmen stehen. Ein ebenso wichtiger Referenzrahmen für unternehmerische und politische Verantwortung in der Entwicklung von Tourismusstrategien ist das Ziel der Verminderung von Klimaemissionen, wie Tourism-Watch-Mitarbeiterin Sabine Minninger darlegt.

Es gibt sie, die zukunftsfähigen neuen Formen des Reisens, sei es in Palästina oder auf Fair-Trade-Reisen nach Südafrika oder mit dem turismo comunitario in Brasilien. Und die Reisenden, allen voran die LOHAS, also die kaufkräftige Schicht der Menschen, die den Lifesyle of Health and Sustainability pflegen, suchen sie. Sie werden mit besonderem Interesse die Kapitel zu den neuen Entwicklungen von best practice Gütesiegeln für touristische Unternehmen und Produkte lesen.

Ein gelungenes und rundum lesenswertes Dossier.

EED-Tourism Watch in Zusammenarbeit mit der Redaktion WeltSichten: Tourismus – Sehnsucht trifft Wirklichkeit. Beiträge für eine zukunftsfähige Entwicklung durch Tourismus. Online erhältlich auf www.tourism-watch.de unter Mediathek oder Themen/Tourismuspolitik;

 

AutorIn: Nina Sahdeva, arbeitskreis tourismus & entwicklung, Basel

Kategorie: Brasilien, Entwicklungspolitik , Ethik im Reiseverhalten, Fairer Handel, Finanz- & Handelspolitik, Gemeinschaftsentwicklung – Community Based Tourism, Good practice – verschiedene Ansätze, Indigene Völker, Internationale Organisationen & Abkommen, Israel


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Letzte Aktualisierung: 24.05.2012