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22. November 2010

Graubünden: Einsprache gegen gigantisches Resort

Der Widerstand gegen 500 zusätzliche Ferienbetten in Lantsch/Lenz wächst.

Foto: Jacqueline von Arx

Die Bündner Gemeinde Lantsch/Lenz zählt rund 530 Einwohner, hat aber einen
Wohnungsbestand von 774 Einheiten – über 60 Prozent davon sind Ferienwohnungen. Dieser ohnehin hohe Anteil soll nun noch weiter steigen: Die Gemeinde will fruchtbares Landwirtschaftsland einzonen, um ein sogenanntes Maiensäss-Resort mit weiteren 500 Betten zu erstellen. Dagegen wehren sich die Organisationen Pro Natura Graubünden, Bündner Heimatschutz, Stiftung Landschaftsschutz Schweiz und WWF Graubünden. Im Rahmen des kommunalen Mitwirkungsverfahrens haben sie Opposition gegen das überdimensionierte Projekt angekündigt. Das Resort käme in eine wertvolle Landschaft von regionaler Bedeutung zu liegen und würde somit genau jene Landschaft zerstören, die auch für den Tourismus wichtig ist. Für die Überbauung müsste eine unverhältnismässig grosse und verschwenderische Fläche von annähernd 29'000 Quadratmetern neu als Bauzone ausgeschieden werden. Dies obwohl die bestehende Bauzone schon relativ gross ist. Dazu kommt, dass die Parkplätze aus dem Resort in den öffentlichen Raum verlagert werden. Von einer nachhaltigen Entwicklung kann hier nicht mehr gesprochen werden, obwohl Lantsch/Lenz dies im eigenen Leitbild als Ziel festgeschrieben hat.

Dieser Text erschien im Pro Natura Magazin 5/2010. Wiedergabe mit freundlicher Genehmigung von Pro Natura.

AutorIn: Pro Natura

Kategorie: Brennpunkt Tourismus, Schweiz, Tourismus A-Z, Tourismuskritik, Umwelt & Lebensgrundlagen, Widerstandsbewegungen


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Letzte Aktualisierung: 24.05.2012