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09. Februar 2012
Burmas Schätze
China investiert im Nachbarland und kooperiert dabei auch mit den Separatisten
08. Februar 2012
Rosen für das Recht auf Nahrung
Am 17. März 2012 findet in der ganzen Schweiz der traditionelle Rosenverkauf der ökumenischen...
08. Februar 2012
Gerechtigkeit schmeckt!
Galadiner mit Tanja Grandits in der Offenen Kirche Elisabethen, Basel
Thema
Lesereise: Fair unterwegs mit Anke Biedenkapp, Tourismusexpertin aus Leidenschaft
Anke Biedenkapp ist Geschäftsführerin von Stattreisen Hannover, einem gemeinnützigen Verein, der innovative Stadtreisen anbietet. Seit 1990 ist sie auch Messeleiterin des Reisepavillons - dem Marktplatz für anderes Reisen. Die Frau, die auf Hochtouren für einen nachhaltigen Tourismus arbeitet, schätzt langsame Formen des Reisens.
Welches entführt Sie auf die schönste Reise?
Ich habe kaum noch Zeit, Bücher zu lesen. Aber mir kommt "Der Schatten des Windes" von Carlos Ruiz Zafón in den Sinn: Das Buch verbindet so viele Komponenten, die ich persönlich mit Reisen verbinde: In Spanien sein, vor allem in Barcelona, was ich gut kenne und sehr mag; mit dem Zug dorthin kommen können (um sich langsam vom Alltag zu verabschieden und auf das Urlaubsziel einzustimmen); sich allgemein mit Geschichte beschäftigen, ein Fach, das ich mit Begeisterung studiert habe; dem Land immer (wieder) näher kommen, dessen erste Amtssprache ich studiert habe und wo ich zeitweise als Reiseleiterin gearbeitet hatte; die Auseinandersetzung mit der Franco-Ära zum Anlass nehmen, über Zivilcourage hier und heute nachzudenken - auch wenn es darum geht, sich für scheinbar Unbequemes einzusetzen, zum Beispiel für nachhaltigen Tourismus.
Sind Sie selbst fair unterwegs?
Ich bewege mich in der Regel mit dem Zug vorwärts, und fahre in Länder, wo ich mich sprachlich verständigen kann oder wo ich Freunde habe.
Meine schönste Reise mit den intensivsten Eindrücken war die Wanderung auf dem Camino de Santiago. Sie hat mich zugleich angeregt, Wanderungen andernorts mit ähnlicher Intensität zu erleben. Vor allem auch, weil inzwischen viele Menschen auf dem spanischen Pilgerweg unterwegs sind, die in erster Linie das Gemeinschaftserlebnis und die Unterhaltung suchen und wenig in sich hinein horchen wollen.
Der Reisepavillon hat im Januar dieses Jahres erstmals parallel zu Deutschlands grösster Ferienmesse CTM in Stuttgart statt wie früher in Hannover stattgefunden. Hat sich dieses Konzept bewährt?
Der Reisepavillon 2008 in Stuttgart hat gezeigt, dass viele zufällige Besucher des Reisepavillons von der schönen Atmosphäre angetan waren. Hier gilt es anzuknüpfen und auch künftig neugierigen Besuchern der CMT zu vermitteln, dass das Ambiente des Reisepavillons bewusst auf eine andere Art des Reisens einstimmen soll.
Was halten Sie von fairunterwegs.org als Mittel für die Sensibilisierung von Reisenden und der Branche?
Eine Sensibilisierung von Reisenden durch "fairunterwegs.org" ist auf jeden Fall sinnvoll und entspricht genau dem, was wir mit dem Reisepavillon bezwecken.
Carlos Ruiz Zafón: Der Schatten des Windes, Suhrkamp Verlag, 2009, 562 Seiten, ISBN 3-518-45800-0
Kategorie: Lese-Reise, Praxisbeispiele, Spanien, Unternehmen

