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Lutz van Dijk: Romeo und Jabulile
Jabulile, die dreizehnjährige Fussballspielerin aus Masiphumelele, einem südafrikanischen Township, und Romeo, ein Flüchtlingsjunge aus Simbabwe, verlieben sich ineinander. Sie müssen sich jedoch heimlich treffen, denn die „Simbos“, wie die Flüchtlinge aus Simbabwe abschätzig genannt werden, sind in Südafrika nicht willkommen. Jabuliles Bruder will ihr den Umgang mit dem Fremden sogar verbieten. In den Townships kommt es zu ausländerfeindlichen Ausschreitungen. Jabulile lebt mit ihrem aidskranken Vater, ihrer Grossmutter und ihrem Bruder zusammen, die Mutter ist bei ihrer Geburt gestorben. Jabulile ist ein starkes Mädchen, sie spielt im Fussballteam mit, obwohl ihr Vater dagegen war und sie lässt sich auch nicht von ihrem Bruder und dessen Freunden einschüchtern. Romeo ist anders all die Jungs aus den Townships, er respektiert Jabulile und ist zärtlich und verständnisvoll.
Ein Liebesroman, der auf den tragischen Vorkommnissen vom Mai 2008 im Township Masiphumelele basiert. Bei den Ausschreitungen gegen Flüchtlinge aus Simbabwe wurden damals über sechzig Menschen ermordert und tausende von Häusern in Brand gesteckt. Trotz der dramatischen Situation – die Flüchtlinge werden in ein Flüchtlingslager nach Soetwater gebracht und Romeo bleibt vorerst unauffindbar – ein hoffnungsvolles Buch. Ein Teil der BewohnerInnen von Masiphumelele, darunter auch Jabuliles Bruder, der „diesen Wahnsinn nicht wollte“, bringt Kleider, Nahrung und Medikamente zu den Vertriebenen und Jabu erfährt, dass Romeo in einem andern Lager untergebracht ist.
Lutz van Dijk: Romeo und Jabulile. Eine südafrikanische Liebesgeschichte. 112 Seiten, Peter Hammer Verlag, Wuppertal, 2010, SFr 22.90, Euro 12,90 (unverbindliche Preisangabe), ISBN978-3-7795-0281-4
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Kategorie: Begegnung zwischen Kulturen & Religionen, Ethik, Frauen, Jung & Fair, Kinder, Krisen – Krieg & Katastrophen, Literatur, Menschenrechte, Südafrika


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