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Thema
Mit der schwierigen Erinnerung in der sicheren Fremde
Porträts von Folter- und Kriegsopfern in der Schweiz im RomeroHaus Luzern. Ausstellung von Meinrad Schade und Martina Kamm.
In der Schweiz leben Menschen, die traumatisiert sind von Folter und Krieg, die sie in ihrer Heimat erlebt haben. Die Ausstellung porträtiert 16 betroffene Personen in Bild und Text: höchst unterschiedliche und starke Persönlichkeiten, die ein neues Leben in einer fremden Welt aufzubauen versuchen. Ihre Geschichten erinnern daran, dass jeder Mensch das Recht auf Schutz vor Verfolgung und Krieg hat. So offenkundig das scheinen mag, so auffällig ist, dass dieses Grundrecht in der öffentlichen Debatte über die Beschränkung unerwünschter Migration immer wieder vergessen wird.
Der Fotograf Meinrad Schade und die Soziologin Martina Kamm (Face Migration) haben in Wort und Bild Folter- und Kriegsopfer in der Schweiz porträtiert.
Ausstellung: Donnerstag, 29. März bis Montag, 30. April 2012, täglich 8:30 bis 18:30 Uhr
Ort: RomeroHaus Luzern, Kreuzbuchstrasse 44, 6006 Luzern
Eintritt frei
Sprechen, wovon kaum zu sprechen ist – Folter- und Kriegsopfer in der Schweiz
Vernissage der Ausstellung und Veranstaltung mit: Martina Kamm, Soziologin, Meinrad Schade, Fotograf, Marco Mona, Rechtsanwalt und Mitglied der Nationalen Kommission zur Verhütung von Folter, Sonja Nydegger, Psychologin und Psychotherapeutin, Ambulatorium für Folter- und Kriegsopfer Bern.
In der Schweiz leben Menschen, die traumatisiert sind von Krieg und Folter, die sie in ihrer Heimat erlebt haben. Es ist ihnen kaum möglich, über das Erlebte zu sprechen. Das Unaussprechliche – eigentlich der Schlüssel zum Bleiberecht in der Schweiz – treibt in die Isolation, macht einsam. Die in der Ausstellung Porträtierten sind "anders". Ihre Erfahrungen haben sie zu Fremden gemacht, zu Fremden in der Welt, zu Fremden im eigenen Leben.
Die Veranstaltung bietet verschiedene Zugänge zu einer schwierigen und immer noch aktuellen Problematik an: eine filmische Annäherung, einen kommentierten Rundgang durch die Ausstellung, einen Einblick in die konkrete therapeutische Arbeit mit kriegstraumatisierten Menschen und Details darüber, wie die UN-Antifolterkonvention international und national umgesetzt wird.
Veranstalterin: Ökumenische Erwachsenenbildung Stadt Luzern
Datum und Zeit: Montag, 2. April, 17:30 bis 21:30 Uhr
Kosten CHF 25.- / CHF 20.-
Ort: RomeroHaus Luzern, Kreuzbuchstrasse 44, 6006 Luzern
Weitere Informationen: www.romerohaus.ch
Kategorie: Jung & Fair, Menschenrechte, Schweiz, Veranstaltungen


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