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25. Januar 2011

Neues Fact Sheet: Der Flugverkehr im EU-Emissionshandelssystem

Ab 2012 wird der Flugverkehr in das Emissionshandelssystem der Europäischen Union aufgenommen. Diese Massnahme ist weltweit der erste Versuch, die schnell wachsenden Treibhausgasemissionen aus der Luftfahrt politisch verbindlich zu regulieren. Anlässlich des derzeit laufenden Klimagipfels in Mexiko unterziehen respect – Institut für Integrativen Tourismus und Entwicklung und die Naturfreunde Internationale (NFI) die vorgesehenen Rahmenbedingungen einer kritischen Prüfung.

Im neuen Fact Sheet "Der Flugverkehr im EU-Emissionshandelssystem ab 2012" werden das Emissionshandelssystem selbst, die künftige Regelung des Flugverkehrs sowie die voraussichtlichen Auswirkungen auf den Tourismus erklärt. Obwohl respect, NFI und viele andere Umweltorganisationen die Aufnahme der Luftfahrt in den EU-Emissionshandel grundsätzlich begrüssen, ist heute schon klar, dass dies nicht ausreichen wird, um die Branche tatsächlich klimafreundlicher zu machen.

"Die Einbindung des Flugverkehrs in das EU-Emissionshandelssystem ist zwar ein wichtiger und richtiger Schritt, aber leider sind die Rahmenbedingungen so weit verwässert worden, dass ein ökologischer Lenkungseffekt nun nicht mehr sichergestellt ist", erklärt Mag. (FH) Andreas Zotz von respect. "Nötig ist ein ambitioniertes und weltweit gültiges Klimaabkommen für die Branche. Der Flugverkehr als ein wesentlicher Mitverursacher des Klimawandels muss zur Finanzierung von Klimaschutz- und Anpassungsmaßnahmen in Entwicklungsländern beitragen."

Die wichtigsten Kritikpunkte der Umweltorganisationen betreffen die Festlegung der Emissionsobergrenzen, die Gratiszuteilungen von Emissionszertifikaten sowie die fortgesetzten Wettbewerbsverzerrungen zwischen Schienenverkehr und Luftfahrt. Alle Details sind im Fact Sheet übersichtlich dargelegt.

Das Fact Sheet „Der Flugverkehr im EU-Emissionshandelssystem ab 2012“ kann ab sofort unter www.respect.at  kostenlos heruntergeladen werden.
Weitere Informationen:

Mag. (FH) Andreas Zotz
respect – Institut für Integrativen Tourismus und Entwicklung
Tel. +43 (0)1 895 62 45-19
andreas.zotz@ich-will-keinen-spamrespect.at

AutorIn: Andreas Zotz, respect, Wien

Kategorie: Brennpunkt Tourismus, Internationale Organisationen & Abkommen, Jung & Fair, Klima – Verkehr, Politische Rahmenbedingungen, Umwelt & Lebensgrundlagen, Unternehmen


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Letzte Aktualisierung: 24.05.2012